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Nullnummer gegen Dresden

FCBII wartet weiter auf ersten Sieg

Die zweite Mannschaft des FC Bayern muss weiter auf den ersten Saisonsieg in der 3. Liga warten. Am 4. Spieltag reichte es für das Team von Mehmet Scholl vor 3.350 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße gegen Dynamo Dresden nur zu einem torlosen Remis, durch das die Münchner auf den letzten Tabellenplatz zurückfielen.

Nach dem zweiten Unentschieden im vierten Spiel zeigte sich Scholl hinterher aber nicht unzufrieden. „Nach dem 0:6 in Jena war klar, dass wir Dresden nicht an die Wand spielen können“, so Scholl nach dem Spiel. „Wir wollten kompakt spielen, den Ball behalten, uns nicht durch Konter überraschen lassen. Wir können mit einer Stunde sehr zufrieden sein, aber wir müssen lernen, unsere Ordnung 90 Minuten zu behalten. Das war heute ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Einstand für Schwarz

Fünf Änderungen nahm Scholl im Vergleich zur 0:6-Klatsche in der Vorwoche bei Carl Zeiss Jena vor. Die wohl wichtigste: Neuzugang Danny Schwarz gab seinen Einstand im zentralen defensiven Mittelfeld und sorgte mit seiner großen Erfahrung gleich für mehr Ruhe und Ordnung im Spiel der jungen Elf. Zudem rückten Björn Kopplin, Mehmet Ekici, David Alaba und Nazif Hajdarovic in die Startelf, Routinier Christian Saba und Daniel Sikorski gehörten nicht zum Kader.

Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahm der FCB II unter den kritischen Blicken von Ex-Trainer Hermann Gerland und dessen Chef Louis van Gaal nach etwa 15 Minuten mehr und mehr die Initiative. Die Reserve des Rekordmeisters zeigte die technisch bessere Spielanlage, ließ aber beim Spiel in die Spitze die nötigen Ideen und Entschlossenheit vermissen, um die Abwehr der Gäste in Verlegenheit zu bringen.

Kraft nicht geprüft

Die Dresdener, mit einem Sieg und zwei Niederlagen in die Saison gestartet, ließen die Münchner bis Mitte der eigenen Spielhälfte kombinieren, unterbanden dann aber entschlossen sämtliche Versuche, in Tornähe zu gelangen. So dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Ekici mit einer beherzten Volleyabnahme aus 20 Metern den ersten Warnschuss Richtung Dresdener Tor abgab.

Auch in der Folgezeit blieben Fernschüsse das einzig gefährliche Mittel gegen die sehr gut organisierte Deckung der Sachsen. In der 39. Minute zielte Rieß etwas zu hoch, wenig später scheiterte Schwarz (43.) mit einem sehenswerten Volleyschuss an Dresdens Torwart Keller. Auf der Gegenseite verlebte Torwart Thomas Kraft einen ruhigen Nachmittag. Die Nummer drei aus dem Profikader wurde bis zur Halbzeitpause nicht einmal ernsthaft geprüft.

Savran zeigt Nerven

Nach dem Seitenwechsel witterten die Gäste aus Sachsen ihre Chance auf einen Dreier und agierten nun wesentlich zielstrebiger in Richtung Münchner Tor. In der 54. landete eine verunglückte Flanke von Gerrit Müller auf der Querlatte, kurz darauf schoss erneut Müller aus halbrechter Position knapp vorbei (56.). In der 69. Minute bewahrte Kraft sein Team mit einer Glanztat gegen den Freistehenden Savran vor einem möglichen Rückstand.

Heiß her ging es dann in der Schlussphase. Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Schürf am eingewechselten Dobry entschied Schiedsrichter Petersen auf Strafstoß, den Savran zunächst sicher verwandelte. Da seine Mitspieler jedoch zu früh in den Strafraum stürmten, musste der Elfmeter wiederholt werden. Savran zeigte Nerven und setzte das Leder diesmal gegen die Latte (72.). Nur eine Minute später fand ein Dresdener Treffer von Kegel wegen Foulspiels keine Anerkennung.

Joker Yilmaz sticht nicht

Auf der anderen Seite blieben die Münchner Angriffsbemühungen weiterhin ohne die nötige Durchschlagskraft. Daran änderte auch die Einwechslung von Deniz Yilmaz nichts, der den glücklosen Hajdarovic ersetzte. Ekici (67.) verfehlte mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze ebenso knapp das Ziel wie Sene (82.), dessen Distanzschuss knapp über das Tor strich. Da auch Soltau (81.) in aussichtsreicher Position zu ungenau zielte blieb es am Ende beim glücklichen aber nicht unverdienten Punktgewinn für die Bayern.

„Das Spiel war heute ein Anfang, aber es ist noch viel Luft nach oben. Nach dem 0:6 in Jena war wichtig, dass wir heute für eine gewisse Stabilität gesorgt haben. Wenn wir ruhiger werden, sind wir auf einem guten Weg“, sagte Debütant Schwarz nach dem Spiel. In der kommenden Woche kann der FCB II bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim den nächsten Schritt auf dem Weg nach oben machen.

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Carsten Zimmermann

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