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0:3 gegen Hoffenheim

U19 mit Tiefkühlkost zum Rückrundenstart

Eine Woche zuvor hatte „Väterchen Frost“ den Rückrundenstart der U19 des FC Bayern noch auf Eis gelegt. Doch an diesem Sonntag war es soweit. Über dem Kunstrasenplatz an der Säbener Straße schien die Sonne, drumherum schmolz der Schnee und auf dem Grün traten die FCB-Junioren gegen die TSG 1899 Hoffenheim an. Am Ende war es, als wäre die Hinrunde aufgetaut worden. Denn die Münchner gingen, wie vor der Winterpause, trotz ansprechender Leistung als Verlierer vom Platz.

„Man kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen“, meinte Trainer Kurt Niedermayer nach dem enttäuschenden 0:3 (0:1) im Gespräch mit fcbayern.de. In der Tabelle ist der Unterschied zwischen dem jetzt Tabellendritten aus dem Kraichgau und den elftplatzierten Münchnern groß, „auf dem Platz aber nicht“, sagte Niedermayer, der seine Mannschaft spielerisch „im oberen Drittel der Tabelle“ sieht, „aber die Ergebnisse müssen natürlich auch stimmen.“ Und das tun sie nicht.

'Fast zu ehrgeizig'

Nach nur vier Siegen und neun Niederlagen hängt die U19 des Rekordmeisters im unteren Tabellendrittel fest. Auf die Abstiegsränge hat sie einen Vier-Punkte-Puffer, die ersten beiden Plätze, die für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, sind in unerreichbare Ferne gerückt. Und das ist angesichts des Potentials der Mannschaft frustrierend. „Die Jungs sehen alle die Tabelle“, meinte Niedermayer.

Und da kommt die Psyche ins Spiel. Denn die FCB-Junioren wollen die Wende mit Gewalt erzwingen. „Alle sind fast schon zu ehrgeizig“, berichtete der Trainer, „dadurch fehlt ihnen manchmal die Ruhe, wenn es ins letzte Drittel geht. Und unterm Strich kommt nichts raus.“ Das Hoffenheim-Spiel bestätigte dies wieder einmal. Die Bayern waren erst ebenbürtig, dann überlegen, erspielten sich aber kaum Gelegenheiten und erzielten kein Tor. Die Gäste hingegen nutzten ihre wenigen Chancen konsequent.

Elferpech gegen Hoffenheim

Hinzu kommt, dass der Schiedsrichter den Münchnern beim Stand von 0:0 einen Foulelfmeter verweigerte (10. Minute). Später ertönte allerdings auf der anderen Seite zur Überraschung der Bayern ein Pfiff. „Wir hätten einen klaren Elfmeter bekommen müssen, und dann gibt der Schiedsrichter so einen halben für den Gegner“, ärgerte sich Niedermayer, „das ist ein Genickschlag für die Mannschaft, die in dieser Saison die Erfahrung gesammelt hat, dass jede Kleinigkeit gegen sie läuft.“

Pacal Groß verwandelte den Strafstoß zum 0:1 (30.), nach der Pause drückten die Bayern aufs gegnerische Tor, aber Timo Helfrich gelang nach einem Freistoß per Kopf das 2:0 für Hoffenheim (58.). „Das war die Entscheidung. Danach hat man gesehen, dass einige den Kopf hängen ließen“, meinte Niedermayer. Der dritte Gästetreffer kurz vor Spielende durch Sebastian Doro (88.) spielte keine Rolle mehr.

Stammkräfte vor Rückkehr

Den erneuten Rückschlag gleich zum Rückrundenauftakt müssen die FCB-Junioren jetzt schnellstmöglich abhaken. Auf ihrer spielerischen Leistung können sie aufbauen. Zudem werden in den nächsten Wochen mehrere Stammkräfte nach langer Verletzungspause zurückkehren (Gegen Hoffenheim saßen zwei U17-Spieler auf der Bank). „Wir arbeiten ruhig weiter und lassen uns nicht verrückt machen“, sagte Niedermayer. Irgendwann wird auch der Erfolg auftauen.

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