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3:5 in Wuppertal

FCB II gibt Sieg aus der Hand

Die zweite Mannschaft des FC Bayern hat in der 3. Liga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Nach zuletzt vier Spielen in Folge ohne Niederlage musste sich das Team von Trainer Mehmet Scholl am Dienstagabend in einer Nachholpartie des 25. Spieltags beim Tabellenletzten Wuppertal SV mit 3:5 (0:2) geschlagen geben, bleibt aber trotz der Niederlage weiter auf Rang zehn.

Vor 2.566 Zuschauern im Stadion am Zoo führte der WSV zur Halbzeit dank der Treffer von Stefan Lorenz (12. Minute) und Tobias Damm (37.) bereits mit 2:0, ehe Mehmet Ekici (49./Foulelfmeter), Saer Sene (60.) und Daniel Sikorski (72.) das Spiel zugunsten der Bayern drehten. Doch in der Schlussphase sorgten Andres Miguel Formento (83.), Nermin Celikovic (88.) und erneut Damm (90.+1) für die zehnte Saisonniederlage des FCB II.

Scholl 'nachdenklich'

„Das war Werbung für tollen Fußball“, meinte Scholl nach dem „turbulentesten Spiel, das ich als Trainer leiten durfte. Glückwunsch an Wuppertal, das an sich geglaubt hat und zurückgekommen ist. Nach dem 3:3 war mir klar, dass noch was passieren kann.“ Die Leistung seiner eigenen Mannschaft machte den Chefcoach des FCB II „nachdenklich. Es haben sich Muster eingeschlichen, die wir behoben glaubten. Wir haben den finalen Pass versäumt. Aber vorne war heute nicht unser Problem.“

Gegen den Tabellenletzten musste Scholl auf seinen Kapitän und Routinier Danny Schwarz verzichten, der eine Gelb-Sperre absitzen musste. Für ihn rückte Stefan Rieß in die Startformation. Auch Sikorski (für Sene) und Oliver Stierle (für Dominik Rohracker) waren neu in der ersten Bayern-Elf, in die auch der zuletzt zu den Profis berufene Ekici zurückkehrte (für Manuel Duhnke).

FCB kalt erwischt

Im Stadion am Zoo sahen sich die Münchner zunächst vor allem in der Defensive beschäftigt. Die Gastgeber begannen druckvoll und nutzten eine ihrer ersten Möglichkeiten eiskalt. Nach einem Freistoß stieg Lorenz am zweiten Pfosten am höchsten und köpfte ein zum 0:1 (12.).

Danach kam das Scholl-Team besser ins Spiel und drängte auf den Ausgleich. Maximilian Haas (13.), Ekici (14., 18.) und Kopplin (22.) prüften WSV-Schlussmann Christian Maly. Die „kleinen“ Bayern überzeugten mit ihrem Kurzpassspiel, Wuppertal hielt vor allem kämpferisch dagegen - und erhöhte in der 37. Minute sogar auf 2:0: Nach einer Standardsituation bekamen die Münchner den Ball nicht weg und Damm ließ FCB-Keeper Thomas Kraft mit einem Kopfball keine Abwehrchance.

FCB dreht das Spiel

In der Halbzeit wechselte Scholl aus. Für Innenverteidiger Christian Saba kam Stürmer Sene - und der belebte das Angriffsspiel der Gäste. Schon in der 46. Minute erzielte er einen Treffer, der wegen Abseits aber nicht gewertet wurde. Doch kurz darauf war der Ball dann erneut im Tor und zählte: Karsten Fischer hatte Rieß im Strafraum zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Ekici zum 1:2 (49.).

Die Bayern machten weiter Druck und mussten nicht lange warten, bis sie erneut jubeln konnten. In der 60. Minute beförderte Sene eine Flanke per Direktabnahme zum 2:2 in die Maschen. Und weiter ging’s: Nur zwölf Minuten später fiel sogar die 3:2-Führug für den FCB. Ein Pressschlag von Sikorski senkte sich als Bogenlampe über den machtlosen WSV-Keeper Maly hinweg ins Tor (72.).

Dramatische Schlussphase

Nach dieser Führung zogen sich die Bayern zurück und versuchten, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Rieß hatte sogar das 4:2 auf dem Fuß, scheiterte mit einem Drehschuss aus sechs Metern aber an Maly (80.). Kurz darauf fiel das 3:3: Der eingewechselte Formento traf nach einer Flanke, bei der sich Kraft verschätzte (83.).

Der Ausgleich gab den Gastgebern die „dritte Luft“ und es entwickelte sich eine dramatische Schlussphase. Erst verpasste Sikorski knapp den vierten Bayern-Treffer (84.), dann gelang Celikovic mit einem „Sonntagsschuss“ aus gut 20 Metern das 4:3 für Wuppertal (88.). Die Münchner versuchten alles, um die Partie noch einmal zu drehen. Doch nach dem 5:3 durch Damm in der Nachspielzeit war die Entscheidung gefallen.

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