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1:4 in Osnabrück

FCB II unterliegt klar beim Tabellenführer

Nichts zu holen für die „kleinen“ Bayern beim Spitzenreiter der Dritten Liga. Am Samstagnachmittag unterlag das Team von Trainer Mehmet Scholl beim VfL Osnabrück mit 1:4 (1:3) und rutschte in der Tabelle vom zwölften auf den 14. Rang.

Vor 11.400 Zuschauern in der Osnatel-Arena sorgten aber zunächst die Münchner für Aufsehen. In der fünften Minute erzielte Nazif Hajdarovic mit seinem dritten Saisontor das frühe 1:0 für den FCB II. Danach spielte aber fast nur noch Osnabrück. Oliver Stang (18.), Björn Lindemann (29.) und noch einmal Stang (43.) sorgten bis zur Pause für eine 3:1-Führung für den VfL, der zudem in der zehnten Minute einen Strafstoß verschoss. In der zweiten Halbzeit erhöhte Alexander Krük mit einem verwandelten Handelfmeter (65.) für den Endstand.

Scholl rotiert

Drei Tage nach 1:0 gegen Erfurt änderte Scholl seine Mannschaft auf sieben Positionen. Christoph Knasmüllner, Deniz Yilmaz, Saer Sene und Maximilian Haas erhielten nach drei englischen Wochen in Folge eine kleine Verschnaufpause, Andreas Görlitz und David Alaba waren zu den Profis abgestellt. Zudem musste Maximilian Riedmüller auf den Bank Platz nehmen, da der zuletzt verletzte Stammkeeper Thomas Kraft wieder zur Verfügung stand. Auch Oliver Stierle, Stefan Rieß, Manuel Duhnke, Dominik Rohracker, Daniel Sikorski und Nazif Hajdarovic waren neu in Scholls Startformation.

Die neu formierte Bayern-Elf legte einen Traumstart hin. Schon fünf Minuten nach dem Anpfiff setzte sich Hajdarovic gegen Angelo Barletta und Stang durch und schoss den Ball ins linke untere Toreck - 1:0! Auf den frühen Rückstand antwortete Osnabrück mit Dauerdruck und hatte in der zehnten Minute die große Ausgleichschance: Nachdem Stierle Hansen im Strafraum zu Fall gebracht hatte, trat Angelo Barletta zum Elfmeter an, traf aber nur die Latte.

Kraft im Mittelpunkt

Doch auch dieser erneute Rückschlag schockte den VfL nicht. Kurz darauf rettete Kraft gegen Niels Hansen und Lindemann schoss knapp am Tor vorbei (11.). Die Bayern kamen kaum mehr aus der eigenen Spielhälfte heraus und es kam, wie es kommen musste: Nach einem Eckball fiel das 1:1, Stang drückte den Ball über die Linie (18.).

Wenig später verhinderte Kraft gegen Alexander Schnetzler (21.) und Krük (26.) den Rückstand. Dann konnten die Münchner die Partie etwas beruhigen und für Entlastung sorgen. Hajdarovic schoss sogar einmal aufs VfL-Tor, der Ball flog knapp über das Kreuzeck (28.). Eine Minute später stand es 1:2: Henning Grieneisen legt mit dem Kopf ab auf Lindemann, der den Ball über den herausstürmenden Kraft ins Tor schoss (29.).

Zum zweiten Mal Elfmeter

Osnabrück ließ den Bayern auch nach der Führung keine Verschnaufpause. Aleksandar Kotuljac verfehlte kurz vor der Halbzeit knapp das Tor (42.), dann war der Ball wieder drin, wieder nach einer Ecke, wieder durch Stang, der per Kopf erfolgreich war (43.). Mit 1:3 ging es in die Pause.

Auch nach Wiederanpfiff gab es weiter nur eine Richtung, die Bayern sahen sich weiter in die Defensive gedrängt. Gegen Barletta (48.) und Lindemann (48.) verhinderte Kraft den nächsten VfL-Treffer. Dann deutete der Schiedsrichter zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt. Tom Schütz hatte im Strafraum die Hand zu Hilfe genommen. Diesmal trat Krük an und ließ Kraft keine Abwehrchance - 1:4 (65.).

FCB II zu harmlos

Danach verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung. Die Bayern versuchten zwar, das Ergebnis noch einmal zu verkürzen, agierten in der Offensive aber zu harmlos, um die beste Abwehr der Liga in Verlegenheit zu bringen. Chancen hatten bis zum Schlusspfiff nur noch die Osnabrücker: Kotuljac (81.) und Krük (89.) zielten aber nicht genau genug. Es blieb beim 1:4.

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