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Ausgleich in der 90.

FCB II-Notelf gibt Sieg aus der Hand

Der Ersatztorhüter im Mittelfeld, ein Stürmer in der Innenverteidigung und der bittere Ausgleich durch ein Eigentor in der letzten Spielminute - turbulent, dramatisch und denkwürdig ist am Samstagnachmittag das erste Heimspiel der „kleinen“ Bayern in der neuen Saison über die Bühne gegangen. Am Ende hieß es 1:1 (0:0) zwischen dem FC Bayern II und Wacker Burghausen.

Aufgrund von Verletzungen und Abstellungen konnte Hermann Gerland, der bei seiner Rückkehr ins Grünwalder Stadion nach einem Jahr Pause mit einer Fan-Choreographie und einem großen Spruchband herzlich begrüßt wurde, nur eine Verlegenheitshelf aufbieten. Diese wurde durch weitere Verletzungen schon zu Beginn des Spiels noch weiter geschwächt. Dennoch hätte es nach dem Führungstreffer durch den ehemaligen Burghausener Thomas Kurz (57.) beinahe zu drei Punkten gereicht. Bis in der 90. Minute ein Eigentor von Bayern-Keeper Maximilian Riedmüller den ersten Saisonsieg zunichte machte.

FCB II ohne Neun

„Ich bin natürlich enttäuscht, wenn in der 90. Minute das Gegentor fällt“, sagte ein sichtlich zerknirschter Gerland nach dem Schlusspfiff. Der FCB II-Chefcoach haderte vor allem mit den vergebenen Chancen zum 2:0. „Wir hatten drei Hundertprozentige!“ Burghausens Trainer Jürgen Press hingegen war „zufrieden und glücklich, dass wir den Punkt geholt haben.“

Gerlands Personaldecke im oberbayerischen Derby hätte schon vor dem Anpfiff kaum dünner sein können. Es fehlten insgesamt neun Mann: die angeschlagenen Danny Schwarz, Ivan Cosic und Christian Saba sowie Rouven Sattelmaier, Maximilian Haas, Mario Erb, Nicola Sansone, Nazif Hajdarovic und Deniz Mujic, die zum Kader der Profis beim fast zeitgleich stattfindenden Ligatotal!Cup abgestellt waren.

Van Buyten im Kader

Immerhin konnte Gerland auf Daniel van Buyten zurückgreifen. Der belgische Nationalspieler erwartet in diesen Tagen sein erstes Kind und war daher nicht mit den Profis nach Gelsenkirchen gereist. Zudem gab Boy Deul sein Debüt im FCB-Trikot. Der holländische Mittelfeldspieler war erst vor wenigen Tagen verpflichtet worden.

Trotz der Personalnot - auf der Ersatzbank saßen nur zwei Spieler - gab es in der ersten Elf der „kleinen“ Bayern lediglich zwei Änderungen im Vergleich zum 0:1 in Babelsberg eine Woche zuvor. Van Buyten und Deul spielten anstelle von Haas und Erb. Doch schon nach wenigen Minuten spitzte sich die Personalnot der „kleinen“ Bayern weiter zu.

Van Buyten und Sene verletzt

Erst konnte Van Buyten nach einem Foulspiel nicht weiterspielen (17.). Für ihn kam Kurz, ein Stürmer, der aber fortan in der Innenverteidigung agieren musste. Dann humpelte auch Saer Sene vom Platz. Der Stürmer hatte sich schon in den Anfangsminuten bei einem Zusammenprall das rechte Knie verdreht und anschließend auf die Zähne gebissen. Doch in der 23. Minute ging es nicht mehr weiter.

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