präsentiert von
Menü
2:3 gegen Heidenheim

Erste Heimniederlage für FCB II

Bittere Heimniederlage für die zweite Mannschaft des FC Bayern. Am 6. Spieltag der noch jungen Drittligasaison musste sich die Elf von Trainer Hermann Gerland am Samstag dem 1. FC Heidenheim nach bravouröser Aufholjagd mit 2:3 (0:3) geschlagen geben. Für den FCB II, der in der Tabelle um einen Rang auf Platz 16 zurück fiel, war es die erste Niederlage vor eigenem Publikum seit elf Monaten.

Nach einem Dreifachschlag innerhalb von acht Minuten durch Marc Schnatterer (35.), Andreas Spann (37.) und Patrick Mayer (43.) sahen die Schwaben zur Pause schon wie der sichere Sieger aus. Doch die Gerland-Elf zeigte in der zweiten Halbzeit große Moral, Nicolas Jüllich (76.) und Deniz Yilmaz (90.) brachten die Bayern vor 1.100 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße noch einmal heran. In der Nachspielzeit verpasste Thomas Kurz knapp den Ausgleich.

Zwei Änderungen

Gegenüber dem ersten Saisonsieg gegen Braunschweig vor drei Tagen musste Gerland seine Anfangsformation auf zwei Positionen verändern. Ferdinand Oswald rückte anstelle von Thomas Kraft zwischen die Pfosten, und in der Innenverteidigung ersetzte Thomas Kurz den verletzten Julian Leist.

Gegen aggressive und körperlich robuste Heidenheimer benötigten die Bayern einige Minuten, um ins Spiel zu kommen und ihren Rhythmus zu finden. Dann jedoch kontrollierten die Gastgeber weitgehend das Geschehen, ließen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren, ohne dabei jedoch Torgefahr zu erzeugen.

Mujic mit Turban

Die erste nennenswerte Szene gab es in der 12. Minute, als Deniz Mujic und Florian Krebs im Münchner Strafraum mit den Köpfen zusammenprallten. Während Krebs ausgewechselt werden musste, konnte Mujic nach kurzer Behandlungspause mit einem Kopfverband wie einst Dieter Hoeneß weiterspielen.

Das Spiel selbst blieb auch in der Folgezeit ohne Höhepunkte. Erst Mitte der ersten Halbzeit kam der FCB dem gegnerischen Tor etwas näher, Yilmaz (26.) und Boy Deul (29.) prüften von der Strafraumgrenze den Heidenheimer Torwart Erol Sabanov.

Effektive Gäste

Genau in diese Drangphase der Bayern fiel der überraschende Führungstreffer der Gäste durch Schnatterer, der Oswald mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern schlecht aussehen ließ (35.). Nur zwei Minuten später erhöhte Spann mit einem Distanzschuss aus ähnlicher Position auf 2:0. Bitter für die Bayern, die das Spiel kontrollierten, durch die beiden ersten Torschüsse der Gäste aber zwei Gegentreffer hinnehmen mussten.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. In der 41. Minute ließ Oswald nach einem 20-Meter-Freistoß den rutschigen Ball aus den Händen gleiten, und Mayer staubte aus kurzer Distanz zum 3:0 ab. David Schittenhelm (43.) verpasste kurz darauf nur knapp per Kopf, auf der Gegenseite ging ein Freistoß von Deul (45.) über das Tor.

Jüllich verkürzt

Mit Nicola Sansone und Nazif Hajdarovic für Mujic und Christoph Knasmüllner nahmen die Bayern den zweiten Durchgang auf und versuchten, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch trotz der weiterhin größeren Spielanteile agierte die Gerland-Elf in der Offensive zunächst zu harmlos, um die Deckung der Gäste, die sich angesichts des klaren Vorsprungs nur noch auf das Nötigste beschränkten, in Schwierigkeiten zu bringen.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit wurden die Angriffe der kleinen Bayern etwas zielstrebiger. Deul (66.) zielte von der Strafraumgrenze über das Tor, dann verfehlte Sansone (73.) nach feiner Einzelleistung nur knapp das Ziel. Kurz darauf verkürzte Jüllich auf 1:3, als er einen Querpass von Yilmaz aus 16 Metern im Torwinkel versenkte (76.).

Kurz verpasst Ausgleichstreffer

In der Schlussphase hatten Deul (85.) und Hajdarovic (85.) einen weiteren Treffer auf dem Fuß, auf der Gegenseite verhinderte Oswald mit einer glänzenden Parade gegen Mayer (79.) einen weiteren Gegentreffer. Als Yilmaz in der letzten Minute im Fallen das 2:3 erzielte, witterten die Bayern noch mal die Chance auf einen Punkt. Den vereitelte jedoch Sabanov, der in der Nachspielzeit einen Kopfball von Kurz von der Linie holte.

„Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden, die erste war für mich schrecklich“, sagte Gerland nach dem Spiel und haderte vor allem mit der Chancenauswertung seiner Mannschaft. „Wenn man den Ball vor dem leeren Tor nicht rein macht, kann man nicht gewinnen.“ Nach der Länderspielpause geht es für den FC Bayern II am 11. September mit dem Gastspiel bei Dynamo Dresden weiter.

Weitere Inhalte