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0:2 beim Spitzenreiter

FCB II in Braunschweig nicht belohnt

Auch beim Tabellenführer wäre mal wieder mehr drin gewesen für den FC Bayern II. Am Samstagnachmittag bot die Mannschaft von Trainer Hermann Gerland Eintracht Braunschweig über weite Strecken Paroli, brachten den Ball aber nicht im Tor unter und gingen mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage vom Platz. Damit bleibt der FCB II weiter auf dem letzten Platz der 3. Liga.

Vor 16.900 Zuschauern im Eintracht-Stadion gerieten die Münchner früh in Rückstand. Dennis Kruppke erzielte schon in der siebten Spielminute das 1:0. Danach kämpfte der FCB II, der das Hinspiel 1:0 gewonnen hatte, bis zum Schluss um den Ausgleich, agierte in der Offensive aber zu harmlos. In der 85. Minute entschied schließlich Mathias Fetsch mit dem zweiten Braunschweiger Treffer die Partie.

„Die Eintracht hat verdient gewonnen“, meinte Gerland nach dem Schlusspfiff, „sie waren die aktivere Mannschaft, haben besseren Fußball gespielt und haben mehr gekämpft als wir. Wir hatten ein paar gute Phasen. Ich hoffe, dass wir mit der Leistung von heute demnächst ein Heimspiel gewinnen werden.“

Früher Schock

Lange hatten die kleinen Bayern auf ihr zweites Punktspiel nach der Winterpause warten müssen. Nach drei abgesagten Heimspielen in Folge und zwei Wochen nach dem 0:2 in Burghausen präsentierten sich die Münchner in Braunschweig in veränderter Formation. Antonio Pangallo, Nicola Sansone und der verletzte Diego Contento rutschten aus der ersten Elf und wurden ersetzt durch Max Dombrowka, Oscar Lewicki und Bastian Müller.

Die Partie im Eintracht-Stadion begann, wie es schlechter kaum hätte sein können. Nachdem FCB-Schlussmann Riedmüller einmal gegen den durchgebrochenen Kruppke noch klären konnte (7.), war er Sekunden später geschlagen. Ein abgefälschter Schuss des Braunschweiger Kapitäns wurde von Julian Leist noch unglücklich abgefälscht und landete unhaltbar im Bayern-Tor - 0:1 (7.).

Hin und her

Diesen frühen Rückschlag steckte die Gerland-Elf aber gut weg. Nachdem Karim Bellarabi (9.) noch einmal aus der Distanz verzogen hatte, erkämpften sich die Münchner ein Übergewicht und zeigten einige gute Aktionen nach vorne. Der Ausgleich lag in der Luft, wollte aber nicht fallen. In der 23. Minute strich eine Direktabnahme von Steffen Wohlfahrt knapp über das Tor, Mario Erb (34.) zielte bei seinem Fernschuss ein paar Zentimeter am Gehäuse der Gastgeber vorbei.

Gegen Ende der ersten Halbzeit wogte die Partie ausgeglichen hin und her. Chancen erspielte sich aber nur noch der Liga-Spitzenreiter: Marc Pfitzner (28.), Steffen Bohl (39.) und Mirko Bolan (42.) brachten den Ball aber nicht im Tor unter. Zur Pause blieb es somit bei der knappen Führung für Braunschweig.

Riedmüller klasse

Mit neuem Schwung kamen die Bayern aus der Kabine. Die Gerland-Elf nahm das Heft in die Hand, blieb vor dem gegnerischen Tor aber weiter zu ungefährlich. Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatte sogar die Braunschweig: Dominick Kumbela scheiterte in der 57. Minute mit einem Seitfallzieher am klasse reagierenden Riedmüller.

Kurz darauf hatten auch die Münchner ihre erste Torszene nach der Pause. Boy Deuls Schuss (62.) war aber zu ungenau. Danach hatten die kleinen Bayern weiter Mühe, für Gefahr zu sorgen. Erst in der 82. Minute konnte Wohlfahrt noch einmal Maß nehmen, seinen Kopfball setzte er aber etwas zu hoch an.

Ins leere Tor

Es kam, wie es kommen musste. Braunschweig, das seit Kumbelas Seitfallzieher nur durch einen Kumbela-Schlenzer (72.) noch einmal für Gefahr hatte sorgen können, erzielte das 2:0: In der 85. Minute war Julius Reinhardt auf der linken Seite schneller am Ball als der weit aus seinem Tor geeilte Riedmüller, er passte nach innen, wo Fetsch den Ball ins leere Tor drückte. Damit war die Partie entschieden.

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