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Simic-Doppelpack

FCB-Frauen holen den Bundesliga-Cup

Da ist das Ding! Die Fußballfrauen des FC Bayern haben den Bundesliga-Cup gewonnen. Am Samstag besiegte das Team von Trainer Thomas Wörle den 1. FFC Turbine Potsdam dank zweier Treffer von Julia Simic mit 2:1 (2:1) und sicherte sich damit zum ersten Mal seit 35 Jahren einen Titel auf nationaler Ebene.

2.000 Zuschauer auf dem Nebenplatz des Ingolstädter Audi-Sportparks sahen ein hochklassiges Finale zweier Teams, die sich in der auf zweimal 30 Minuten begrenzten Spielzeit auf Augenhöhe begegneten. Die FCB-Frauen boten dem amtierenden deutschen Meister und Champions-League-Finalisten bei sommerlichen Temperaturen mit viel Kampfgeist Paroli und siegten am Ende verdient dank zweier Freistoßtreffer von Julia Simic (11., 30.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Jennifer Zietz (22.) per Foulelfmeter, der mehr als fragwürdig war.

'Wir wollten den Sieg mehr'

„Man hat erkennen können, dass wir den Sieg mehr wollten als Potsdam. Wir haben mehr Leidenschaft reingelegt“, sagte der von seinen Spielerinnen gefeierte Wörle nach dem Schlusspfiff. „Es freut mich für die Mannschaft. Sie ist den Liga-Cup vom ersten Spiel an toll angegangen und hat folgerichtig den Turniersieg geholt.“

Im letzten Saisonspiel musste der FCB-Chefcoach auf mehrere Leistungsträgerinnen wie Petra Wimbersky und Vanessa Bürki verzichten. Zwei Tage vor dem Spiel hatte sich zudem Torfrau Kathrin Längert im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen. Sie ersetzte in Ingolstadt Nicole Maurer, die auch gleich im Mittelpunkt stehen sollte.

Simic trifft in den Winkel

Die ersten Annäherungen an das Tor verbuchte nämlich Potsdam. Isabel Kerschowski (3.) und Marie-Louise Bagehorn (6.) zielten aber zu ungenau. Gefährlicher wurde es bei einer Direktabnahme von Natasa Andonova (8.), die Maurer klasse parierte. Kurz darauf verpasste Kerschowski eine Hereingabe vor dem FCB-Tor nur knapp (9.).

Potsdam hatte also schnell ein Chancen-Plus, spielerisch konnten die Münchnerinnen gegen die Torbienen aber durchaus mithalten. Im Mittelfeld zog die gut aufgelegte Simic die Fäden, vor dem gegnerischen Tor blieb der FCB aber lange harmlos - bis zur elften Minute: Simic zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern in den Torwinkel - 1:0!

Klar den Ball gespielt

Danach erhöhte Potsdam das Tempo, doch die Münchnerinnen verteidigten geschickt. Erst eine Fehlentscheidung von Schiedsrichterin Marija Kurtes bescherte den Torbienen den Ausgleich. Im Eins-gegen-Eins mit Isabel Kerschowski spielte FCB-Torfrau Maurer klar den Ball, dennoch entschied die Unparteiische auf Strafstoß. Zietz ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:1 (22.).

Die FCB-Frauen ließen sich davon aber nicht irritieren. Sie spielten weiter selbstbewusst auf und hatten durch Ivana Rudelic (23.) und Simic (26.) zwei Schusschancen. Kurz vor dem Pausenpfiff stand dann wieder Simic auf dem linken Flügel zum Freistoß vorbei. Der Ball segelte an Freund und Feind vorbei und schlug im langen Eck ein - 2:1 (30.)!

Rudelic verpasst

In der zweiten Halbzeit kämpfte die Wörle-Elf nicht nur gegen die körperlich starken Potsdamerinnen, sondern mehr und mehr auch gegen die heißen Temperaturen. Die Münchnerinnen gelang es, die Torbienen weitgehend vom Tor fernzuhalten. Ihre Konter spielten sie aber nicht immer konsequent zu Ende.

Trotzdem hätten sie in der 35. Minute ihren Vorsprung ausbauen können. Nicole Banecki setzte sich auf dem linken Flügel vehement durch und flankte nach innen: Vor dem Tor verpasste Rudelic knapp den Ball, der Nachschuss von Lena Lotzen wurde abgeblockt.

Erschöpft, aber glücklich

Auf der anderen Seite hatte Daniela Löwenberg die große Chance zum Ausgleich, köpfte freistehend aber neben das Tor (44.). Kurz darauf fälschte Viola Odebrecht einen Schuss knapp neben das Tor von Nicole Maurer ab (45.). Mehr ließen die Münchnerinnen nicht mehr zu und fielen sich am Ende erschöpft, aber glücklich in die Arme.

Für fcbayern.de in Ingolstadt: Nikolaus Heindl

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