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Halbfinal-Aus in Potsdam

FCB-Frauen verlieren 120-Minuten-Pokalfight

Sie haben alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht! Im DFB-Pokal-Halbfinale war für die Fußballfrauen des FC Bayern Endstation. Am Sonntagnachmittag musste sich der Titelverteidiger aus München beim favorisierten 1. FFC Turbine Potsdam nach Verlängerung mit 1:4 (1:1, 0:0) geschlagen geben.

Vor 2.260 Zuschauern im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion verlangten die Münchnerinnen dem zuletzt dreifachen Deutschen Meister alles ab. In einem packenden Pokalfight auf Augenhöhe glich Sarah Hagen (81. Minute) die Führung der Gastgeberinnen durch Lisa Evans (51.) aus. In der Verlängerung sorgten schließlich Yuki Obimi per Foulelfmeter (102.), erneut Evans (118.) sowie Pauline Bremer (120.) für die Entscheidung. Potsdam trifft nun am 19. Mai im Finale auf den VfL Wolfsburg.

Debüt für Brooks

Für das Team von Trainer Thomas Wörle war es das erste Pflichtspiel nach der Winterpause, doch die fehlende Pflichtspiel-Praxis war den Bayern nicht anzumerken. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Mit einer Fünferkette, in denen Winter-Neuzugang Amber Brooks ihr FCB-Debüt feierte, neutralisierte die Wörle-Elf den gefährlichsten Sturm dieser Bundesliga-Saison (42 Treffer in 12 Spielen) und nach vorne überzeugten die Bayern vor allem zu Beginn auch spielerisch.

Schon in der vierten Spielminute prüfte Sarah Hagen Turbine-Torfrau Alyssa Naeher mit einem satten Schuss - die beste Möglichkeit der Münchnerinnen vor der Pause. Später zielten auch Vanessa Bürki (23.) und Lena Lotzen (32.) nicht genau genug. Die physisch starken Potsdamerinnen nahmen nach einer Viertelstunde Fahrt auf und drängten die Gäste mehr und mehr in die Defensive. Doch die Bayern nahmen den Fight an und ließen nicht mehr als Fernschüsse von Evans (17.) und Stefanie Draws (20.) zu - letzteren entschärfte FCB-Torfrau Kathrin Längert mit einer klasse Parade.

Klasse Aktion von Hagen

In der zweiten Halbzeit hatte Turbine den besseren Start und Evans traf in der 51. Minute zur Führung für die Gastgeberinnen. Carina Wenninger hatte zuvor eine flache Hereingabe abgeblockt - vor die Füße der Potsdamer Stürmerin, die aus kurzer Distanz abstaubte. Danach forcierten die Münchnerinnen ihr Offensivspiel, rannten sich in der starken Defensive des FFC aber ein ums andere Mal fest.

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