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4:0 im Benefizspiel

FCB gibt sich auch in Rostock keine Blöße

Auch zum Abschluss von elf kräftezehrenden Tagen mit Trainingslager und mehreren Testspielen hat sich der FC Bayern keine Blöße gegeben. Im Benefizspiel beim FC Hansa Rostock feierte der Triple-Sieger am Sonntagnachmittag einen klaren 4:0 (2:0)-Erfolg. Philipp Lahm (20.), Franck Ribéry (24.), Thomas Müller (75.) und Mario Mandzukic (88.) trafen gegen den Drittligisten vor 28.000 Zuschauern in der ausverkauften DKB-Arena.

Vor gut einem Jahr hatte der Rekordmeister der finanziell angeschlagenen Hansa-Kogge ein Benefizspiel zugesagt, in dem die Münchner auf sämtliche Einnahmen verzichten. „Wir sind dem FC Bayern unglaublich dankbar“, sagte Rostocks Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann, „dieses Spiel hilft uns ungemein.“ Rund eine Million Euro fließen in die Kassen der Hansa, die dadurch die Lizenzierung für die neue Drittliga-Saison sicherstellte. „Und für uns ist es auch ein guter Test“, fügte FCB-Sportvorstand Matthias Sammer hinzu.

An der Ostsee liefen die Bayern erneut im 4-1-4-1-System an. Dabei besetzte wie am Vortag in Großaspach Toni Kroos die Sechser-Position vor der Abwehr. Der 23-Jährige führte den Triple-Sieger gegen seinen Jugendklub erstmals auch als Kapitän an. Für den etatmäßigen FCB-Spielführer Lahm, der Kroos die Binde überlassen hatte, gab es in Rostock ebenfalls etwas Neues: Er begann rechts in der offensiven Mittelfeld-Viererkette.

Ribéry - Vorbereiter und Vollstrecker

Der Ball lief im ersten Durchgang gut in den Reihen des FC Bayern. Rostock versuchte zwar, den Münchnern mit einer kompakten Defensive Paroli zu bieten, aber auch auf engstem Raum erspielte sich die Guardiola-Elf mit ihrem Kurzpassspiel schnell erste Möglichkeiten. Hansa-Keeper Johannes Brinkies musste gegen Müller (12.) und seinen eigenen Innenverteidiger Steven Ruprecht (17.) in höchster Not klären. Kurz darauf köpfte Müller über das Tor (18.).

Nach 20 Minuten zappelte der Ball dann aber im Netz. Nach Flanke von Ribéry vollstreckte Lahm am zweiten Pfosten - 1:0! Der nächste Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Müller (22.) wurde zwar noch im letzten Moment gestoppt, doch Ribéry traf nach Ablage von Claudio Pizarro mit einem trockenen Direktschuss aus 17 Metern - 2:0 (24.)!

Rostocks beste Phase

Das Geschehen spielte sich fast nur in der Rostocker Spielhälfte ab. Nur sporadisch kam der Drittligist zu Kontern, zweimal (27., 40.) konnte sich Manuel Neuer auszeichnen und fing Steilpässe rechtzeitig ab. Auf der anderen Seite nahmen vor der Pause Shaqiri (34.) und Jérôme Boateng (35.) noch aus der Distanz Maß. Dann war Halbzeit.

Mit zwei Veränderungen - Mandzukic für Pizarro, Arjen Robben für Rafinha, wodurch Lahm auf seine angestammte Rechtsverteidigerposition zurückrutschte - kamen die Bayern aus der Kabine. Weitere Wechsel folgten im Laufe des zweiten Durchgangs, zu dessen Beginn Rostock seine beste Phase im Spiel hatte. Neuer musste bei einem Kopfball von Halil Savran (55.) seine ganze Klasse zeigen, ein Fernschuss von Tommy Grupe (56.) ging über das Tor.

Schwere Bayern-Beine

Danach bekamen die Bayern die Partie wieder in den Griff, auch wenn ihnen die Strapazen der Vorbereitung jetzt anzusehen waren. Spielfluss und Tempo waren nicht mehr so hoch wie vor der Halbzeit, dennoch fielen noch zwei Treffer. Zunächst erhöhte Müller in der 75. Minute nach Kopfball-Vorlage von Mandzukic mit einem sehenswerten Drehschuss auf 3:0. Den 4:0-Endstand besorgte Mandzukic in der 88. Minute. Nachdem Hansa-Keeper Jörg Hahnel einen indirekt ausgeführten Hojbjerg-Freistoß nicht festhalten konnte, staubte der Kroate ab.

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