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1:2 gegen 1860 II

FC Bayern II verliert Stadtderby

Dritte Saisonniederlage für den FC Bayern II. Am Mittwochabend musste sich der Tabellenführer der Regionalliga Bayern im Münchner Stattderby der zweiten Mannschaft des TSV 1860 knapp und insgesamt sehr unglücklich mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. Alessandro Schöpf (19.) schoss überlegene Bayern  in der ersten Halbzeit vor 12.260 Zuschauern verdient in Führung. Doch die kleinen Löwen drehten durch Tore von Liridon Vocaj (47.) und Mike Ott (68.) die Partie. Trotz der Niederlage rangieren die Bayern weiter auf Platz eins - acht Punkte vor Illertissen und dem TSV 1860 II, der sogar ein Spiel mehr auf dem Konto hat.

Trainer Erik Ten Hag vertraute genau den zehn Feldspielern, die am vergangenen Wochenende Würzburg mit 4:3 besiegt hatten. Nur auf der Torwartposition gab es eine Änderung: Lukas Raeder ersetzte Leopold Zingerle.

Und so benötigten die kleinen Bayern keine Eingewöhnungszeit, sondern übernahmen von Beginn an das Kommando im stimmungsvollen Grünwalder Stadion. Mit Aggressivität, Laufstärke und vielen spielerischen Elementen ließen sie den Löwen in der ersten Halbzeit kaum Luft zum Atmen. Verdientermaßen führte eine österreichische Co-Produktion von Kevin Friesenbichler und Schöpf (19.) schließlich zum sehenswerten 1:0.

Chancen bleiben ungenutzt

Die Kurve der Roten bebte. Mit etwas Glück hätten die Bayern-Fans vor der Pause weitere Tore ihres Teams bewundern können. Doch die Versuche von Julian Green (7.), Pierre-Emile Hojbjerg (15.) und Friesenbichler (32., 45.+5) verfehlten das Gehäuse hauchdünn. Der TSV 1860 II lief meist hinterher, schnupperte aber dennoch zweimal (11., 45.+2) an einem Treffer, da die Bayern einige zu leichte Ballverluste einstreuten.

Einen weiteren dieser Konzentrationsfehler im Aufbauspiel, diesmal von Rico Strieder, nutzten die Löwen dann direkt nach Wiederanpfiff eiskalt aus: Vocaj (47.) netzte freistehend vor dem Tor ein. Vier Minuten später musste erneut durchgeschnauft werden, als ein Schuss von Torschütze Vocaj nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbeizischte. Die kleinen Bayern schüttelten sich kurz und fanden dann wieder besser in die Partie. Schöpf (56.), Friesenbichler (60., 64.) und Hojbjerg (63.) kamen dem erneuten Führungstreffer nahe.

Doch er fiel nicht. Und leider wurde es aus Bayern-Sicht noch bitterer: Aus dem Nichts gelang den kleinen Löwen eine starke Kombination, die die FCB-Defensive aushebelte. Toptorjäger Ott schob aus kurzer Distanz zum 1:2 aus Bayern-Sicht ein, Raeder war chancenlos. Die Bayern kämpften, die Bayern rackerten - doch am Ende blieb es beim 1:2.

„Wir wollten das Spiel kontrollieren und viel Ballbesitz haben, das hat gut funktioniert. Wir wollten auch nach der Halbzeit so weiter machen“, erklärte Coach Ten Hag, „wir haben jedoch oft unnötige Fehler gemacht im Spielaufbau. 1860 hat aus unseren Fehlern sofort profitiert und die Tore gemacht. Wir müssen aus der Niederlage lernen."

Für fcbayern.de im Grünwalder Stadion: Nikolai Kube

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