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0:1 bei Fortuna Köln

FCB II verliert Relegations-Hinspiel unglücklich

Der FC Bayern II muss um den Aufstieg in die Dritte Liga bangen. Das Team von Erik ten Hag verlor am Mittwochabend das Relegations-Hinspiel bei Regionalliga West-Meister SC Fortuna Köln knapp mit 0:1 (0:0). Vor 10.160 Zuschauern im altehrwürdigen Kölner Südstadion waren die Bayern-Amateure eigentlich die bessere Mannschaft, doch kurz vor Schluss (87.) gelang dem ehemaligen Bundesligisten durch Thomas Kraus der glückliche Siegtreffer. Im Rückspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) im Grünwalder Stadion können die Münchner das Blatt allerdings noch wenden.

Michael Tarnat, Sportlicher Leiter des FC Bayern junior teams, ärgerte sich über eine „sehr ärgerliche“ Niederlage. „Jetzt müssen wir im Rückspiel alles geben. Es ist noch nichts verloren.“ Trainer ten Hag sagte: „Kämpferisch hat die Leistung gestimmt.“ Im Rückspiel habe sein Team noch alle Chancen auf den Aufstieg.

Im Vergleich zum letzten regulären Saisonspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim veränderte ten Hag seine Mannschaft auf drei Positionen. Lukas Raeder kehrte für Raif Husic, der für die U18-Nationalmannschaft des DFB gegen die Schweiz nominiert worden war, zwischen die Pfosten zurück. Angelos Oikonomou ersetzte Vladimir Rankovic im Mittelfeld und der erfahrene Tobias Schweinsteiger stürmte für Steeven Ribéry. Fortunas Trainer Uwe Koschinat musste aufgrund von Verletzungsproblemen auf Kapitän Daniel Flottmann, Routinier Albert Streit und Mittelfeldstratege Ozan Yilmaz verzichten.

Die weiß-rot gekleideten Fortunen begannen furios. Mit geschicktem Offensivpressing drängten die Domstädter die Bayern in deren Hälfte. Ein geschickter Doppelpass der Gastgeber im Mittelfeld hebelte die Bayern-Abwehr aus, Stürmer Hamdi Dahmani versagten aber freistehend vor FCB II-Keeper Raeder die Nerven (4.). Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe sich die Bayern-Amateure aus der Umklammerung lösen konnten und ihrerseits erste offensive Akzente setzten.

Kevin Friesenbichler verzog  aus aussichtsreicher Position zunächst noch deutlich (21.). Wenig später versprang Benno Schmitz (23.) der Ball unglücklich nach schöner Vorlage von Schweinsteiger. Als es den Anschein hatte, dass die kleinen Bayern die Partie in den Griff bekommen würden, nutzte Aydogmus ein Missverständnis der Gäste und sprintete alleine auf Raeder zu. Glück für die Bayern: Der Ball klatschte an den Pfosten.

Die Schrecksekunde gab dem Team um Kapitän Alessandro Schöpf einen Schub. Erst verlängerte Schweinsteiger (31.) den Ball mit dem Kopf gefährlich in den Fünfmeterraum, Friesenbichler verpasste um Haaresbreite. Kurz vor der Pause hatte Bayerns österreichischer Goalgetter dann die größte Chance, sein Team in Führung zu bringen. Seine gelungene Direktabnahme landete aber lediglich am Außenpfosten. Somit verabschiedeten sich beide Teams nach intensiven ersten 45 Minuten torlos in die Kabinen.

Beide Teams erhöhten nach der Pause das Tempo und lieferten sich zunächst einen offenen Schlagabtausch. Erst vertändelte David Vrzogic (49.) den Ball unnötig am eigenen Strafraum, woraus die Fortunen aber kein Kapital schlagen konnten. Im direkten Gegenzug scheiterte erst Schöpf (50.) nach einem schönen Solo, ehe der Distanzschuss von Scholz (51.) in höchster Not vom Kölner Abwehrverbund geblockt werden konnte.

Kopfball-Gegentor

Nach einer guten Stunde Spielzeit wäre FCB-Schlussmann Raeder gegen den Kopfball von Kölns Verteidiger Oliver Laux (63.) machtlos gewesen. Das Leder strich Zentimeter über den Querbalken. Die Kölner verschärften nun noch einmal die Gangart, ohne aber zu zwingenden Tormöglichkeiten zu kommen. Die Viererkette des FCB II hatte sich gut auf den Spielstil der Rheinländer eingestellt und stand kompakt.

Es deutete eigentlich alles auf ein Remis hin. Bis zur 87. Minute. Ein langer Einwurf von Kristoffer Andersen wurde von Aydogmus in den Strafraum verlängert, wo Kraus den Ball unbedrängt aus fünf Metern über die Linie drückte. Bitter! Die Bayern stemmten sich in den verbleibenden Minuten gegen die Niederlage, kamen aber gegen geschickt verteidigende Domstädter nicht mehr zum Ausgleich.

Für fcbayern.de in Köln: Roman Müller

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