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0:0 in Fürth

FCB II kann Überzahl nicht nutzen

Nach fünf Siegen in Folge ist die Aufholjagd des FC Bayern II in der Regionalliga Bayern gebremst worden. Am Freitagabend kam das Team von Trainer Erik ten Hag bei der SpVgg Greuther Fürth trotz fast 30-minütiger Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus. „Das war zu wenig heute“, sagte ten Hag nach dem Schlusspfiff, „es hat uns heute die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt. Insgesamt waren wir in Überzahl einfach zu harmlos.“

In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie drängten die Münchner nach der Roten Karte gegen Fürths Marco Weber (62.) auf den Sieg, mussten sich am Ende aber mit einem Punkt zufrieden geben. In der Tabelle verkürzte der FCB II den Rückstand auf Spitzenreiter Würzburg, der am Samstag gegen Schlusslicht Seligenporten spielt, auf fünf Zähler.

Beim Tabellenzwölften musste ten Hag auf die verletzten Philipp Steinhart (Bänderriss im Sprunggelenk), Kodjovi Koussou (Muskelfaserriss) und Stefan Buck (Zehen-OP) verzichten. Nach dem Aufwärmen musste kurzfristig auch noch Herbert Paul passen. Für Letzteren rückte Patrick Weihrauch ins Team - die erste von zwei Änderungen im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Garching vor einer Woche. Die zweite fand zwischen den Pfosten statt, wo Ivan Lucic anstelle von Leopold Zingerle auflief.

Wenig Chancen vor der Pause

Bei herrlichem Fußballwetter tasteten sich beide Teams in der Anfangsphase ab. Nach dem Ausfall von Paul hatte ten Hag in der Abwehr auf eine Dreierkette umgestellt, die aber zu Beginn nicht ernsthaft geprüft wurde. Die erste annähernd gefährliche Situation resultierte aus einer Standardsituation: FCB II-Torwart Lucic schnappte sich das Leder aber vor Fürths Angreifer Lino D'Adamo (14.).

Auf der anderen Seite dauerte es bis zur 31. Minute, ehe sich die Bayern erstmals die gegnerischen Defensive in Gefahr bringen konnten: Lukas Görtlers Schuss von der Strafraumgrenze war jedoch eine sichere Beute für Fürths Schlussmann Alexander Sebald. Kurz darauf schoss Weihrauch aus der Distanz über die Querlatte (32.). Ansonsten neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld und verabschiedeten sich leistungsgerecht, aber torlos in die Kabinen.

Chancen nicht genutzt

Nach Wiederanpfiff agierten die Bayern entschlossener nach vorne und hatten durch einen Lupfer von Angelos Oikonomou die erste Chance (58.). Mit der Einwechslung von Bastian Fischer für den defensiven Sebastian Bösel verstärkte ten Hag weiter die Offensive (61.). Kurz darauf wurde Weber nach einem harten Einsteigen gegen Fischer mit Rot vom Platz gestellt (62.).

In Überzahl erhöhten die Münchner weiter den Druck, während sich die Gastgeber mit zehn Mann an ihrem Strafraum verschanzten. Das machte den Münchnern das Durchkommen schwer, trotzdem gab es Chancen zum Sieg: Der agile Fischer scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Sebald (67.); Görtlers Drehschuss verfehlte knapp das Ziel (80.); in der Nachspielzeit vergab Gerrit Wegkamp den Siegtreffer unbedrängt per Kopf. So blieb es beim 0:0.

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