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4:5 nach Elfmeterschießen

FCB unterliegt knapp gegen Guangzhou Evergrande

Der FC Bayern hat den dritten Sieg im dritten Spiel seiner China-Reise knapp verpasst. Wenige Stunden vor der Rückreise in die bayrische Landeshauptstadt unterlag der deutsche Rekordmeister gegen Guangzhou Evergrande erst nach Elfmeterschießen mit 4:5. Vor 38.000 Zuschauern im Tianhe Stadium von Guangzhou hatte es nach 90 Minuten 0:0 gestanden. Im anschließenden Elfmeterschießen verwandelten die Chinesen alle ihre Schüsse, während bei den Bayern Thomas Müller am chinesischen Schlussmann scheiterte.

„Das ist eine Niederlage, die man verkraften kann. Aber wir hätten natürlich im Hinblick auf den Supercup nächste Woche trotzdem lieber gewonnen“, sagte Torhüter Manuel Neuer unmittelbar nach dem letzten Elfmeter der Partie. Bayerns Nummer eins saß zu diesem Zeitpunkt bereits an der Seitenlinie, er war nach 45 Minuten durch Ivan Lucic zwischen den Pfosten ersetzt worden.

Im Vergleich zum 1:0-Erfolg zwei Tage zuvor gegen Inter Mailand nahm Guardiola sechs Änderungen in seiner Startelf vor. Rafinha, Joshua Kimmich, Pierre-Emile Hojbjerg, Sebastian Rode, Mario Götze und Sinan Kurt spielten von Beginn an, für sie nahmen Medhi Benatia, Xabi Alonso, Philipp Lahm, Douglas Costa, Thiago und Müller zunächst auf der Bank Platz.

Bei schwülheißen Temperaturen und extrem hoher Luftfeuchtigkeit (94 Prozent) konnten die Münchner zunächst nicht an die überzeugenden Leistungen der beiden vorangegangenen Partien anknüpfen. Zwar startete der FCB schwungvoll und setzte die Hausherren früh unter Druck, doch auf dem schwer zu bespielenden Geläuf hatten die Bayern Mühe, ihr gewohntes Kombinationsspiel aufzuziehen.

Hojbjerg (6.) hatte in der Anfangsphase die große Chance zur Führung, aber der 19-Jährige köpfte freistehend aus fünf Metern neben das Tor, kurz darauf scheiterte er von der Strafraumgrenze an Torhüter Cheng Zeng (12.). Auf der Gegenseite hatte Manuel Neuer gegen Robinho (6.), Gao Lin (8./9.) und Ricardo Goulart (9.) gleich mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Auch in der Folgezeit hatten die Bayern die größeren Spielanteile, klare Torchancen blieben gegen die körperlich frischer wirkenden Gastgeber, die sich aktuell mitten im Liga-Betrieb befinden, Mangelware. Rode (20.) mit einem zu hoch angesetzten Distanzschuss und Hojbjerg (30.) mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze, mehr sprang für die Bayern bis zur Halbzeitpause nicht mehr heraus.

Mit fünf frischen Kräften (Lucic, Lahm, Thiago, Costa, Steinhart) startete der FCB in den zweiten Durchgang, kurz danach kamen auch Müller und Alonso ins Spiel. Am Spielverlauf änderte sich indes nichts. Die Bayern kontrollierten über weite Strecken das Geschehen und hatten durch Costa (59.) und Müller (61.) die ersten Möglichkeiten nach dem Seitenwechsel, ließen diese aber ungenutzt. Auf der anderen Seite bewahrte Lucic die Münchner gegen den durchgebrochenen Gao Lin (66.) vor einem Rückstand.

Ansonsten klappte bei Guangzhou, das in der zweiten Halbzeit ebenfalls zahlreiche Wechsel vornahm, nicht mehr viel in der Offensive, während Müller (80./82.) und Costa (89.) in der Schlussphase noch drei gute Gelegenheiten für den Rekordmeister vergaben. So musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Und da hatte Guangzhou nach Müllers Fehlschuss das bessere Ende für sich und gewann mit 5:4.

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