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Tore, Stimmung, guter Zweck

4:1! „Retterspiel“ ein voller Erfolg

Fünf Tore, eine prächtige Stimmung und rund 500.000 Euro, mit denen die Insolvenz der Offenbacher Kickers abgewendet wurde – das „Retterspiel“ des FC Bayern gegen den einstigen Bundesliga-Rivalen war ein voller Erfolg. 20.500 Zuschauer bejubelten am Mittwochabend einen 4:1 (2:0)-Sieg des deutschen Rekordmeisters auf dem Bieberer Berg. Amateure-Stürmer Kwasi Okyere Wriedt (12., 59.), Benjamin Kirchhoff per Eigentor (18.) und Franck Ribéry (90.) erzielten die Tore. Serkan Göcer (62.) sorgte für den umjubelten Ehrentreffer der Gastgeber.

„Das ist Teil unserer Kultur“, meinte Sportdirektor Hasan Salihamidzic zum Benefiz-Auftritt, bei dem der FC Bayern alle Einnahmen dem Regionalligisten überließ. Zum wiederholten Mal konnte so ein Traditionsklub gerettet werden. „Der FC Bayern wurde so von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge aufgebaut, dass man auch den schwächeren Vereinen hilft. So war das in der Vergangenheit und so wird das auch in der Zukunft sein. Das ist eine gute Geschichte.“

Auch wenn zahlreiche Spieler aufgrund von Länderspiel-Abstellungen fehlten, bereiteten die Zuschauer - darunter zahlreiche FCB-Fans – den Bayern einen warmen Empfang. Immerhin konnte Carlo Ancelotti mit Kapitän Manuel Neuer, Ribéry, Rafinha und Javi Martínez, der erstmals nach dreiwöchiger Verletzungspause auflief und durchspielte, vier Profis von Beginn an aufbieten. In der zweiten Halbzeit kam mit Sven Ulreich auch der fünfte Profi im Kader zum Einsatz. Darüber hinaus liefen zahlreiche Nachwuchsspieler auf.

Die bunt zusammengewürfelte FCB-Elf bestimmte erwartungsgemäß die Partie und konnte früh jubeln. Nach Vorlage von Ribéry besorgte Wriedt in der zwölften Minute für das 1:0. Kurz darauf fiel durch ein Eigentor von Kirchhoff (18.) – nach Flanke von Maximilian Frantzke - das 2:0. Neuer war nie ernsthaft gefordert, ein Freistoß von Den Hodja (40.) landete neben dem Tor. Auf der anderen Seite hätte Wriedt (7., 15., 45.) das Ergebnis vor der Pause noch höher schrauben können.

Der OFC wechselte in der in der Halbzeit bis auf den Torwart komplett durch. Beim FCB kam Ulreich für Neuer und wurde gleich zweimal von Maik Vetter (55., 62.) geprüft. Das Tor traf aber erneut Wriedt. Zwei Minuten, nachdem ein Abseitstor des Amateure-Stürmers aberkannt wurde, erhöhte er auf Zuspiel von Ribéry auf 3:0 (59.).

Kurz darauf jubelten dann auch die Offenbacher. Göcer ließ Ulreich mit einem platzierten Flachschuss keine Abwehrchance – 1:3 (62.). Die Bayern – inzwischen waren alle Ersatzspieler eingewechselt - kontrollierten im Anschluss weitgehend das Geschehen. Chancen gab es erst wieder in der Schlussphase. Erst verpasste Mario Crnicki (81.) den vierten FCB-Treffer, dann parierte Ulreich gegen Niklas Hecht-Zirpel und Marco Ferukoski (87.). Dann sorgte Ribéry (90.) mit einem platzierten Freistoß für den 4:1-Schlusspunkt.

Kickers Offenbach - FC Bayern 1:4 (0:2)

  • Kickers Offenbach

    Endres (31. Brune, 61. Jomaa) - Marx (46. Ferukoski), Schulte (46. Vetter), Kirchhoff (46. Firat) - Rapp (46. Stoilas), Sentürk (46. Theodosiadis), Sawada (46. Maier), Hodja (46. Treske) - Jürgens (46. Hecht-Zirpel), Darwiche (46. Göcer), Akgöz (46. Huber)


  • FC Bayern

    Neuer (46. Ulreich) - Rafinha, Mai (61. Nitzel), Martínez, Köhn (61. Rieg) - Dorsch, Tarnat (61. Pudic) - Frantzke (61. Türkkalesi), Benko (61. Obermair), Ribéry - Wriedt (61. Crnicki)


  • Zuschauer

    20.500 (ausverkauft)


  • Tore

    0:1 Wriedt (12.), 0:2 Kirchhoff (18./Eigentor), 0:3 Wriedt (59.), 1:3 Göcer (62.), 1:4 Ribéry (90.)

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