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Herbstmeisterschaft als Ziel

Personalnot gegen Ingolstadt: 'Schwieriges Ding'

Pep Guardiola machte in den vergangenen Wochen einen äußerst entspannten Eindruck. Er flachste, er lachte. Manchmal gewährte er den Medienvertretern auch interessante, tiefe Einblicke in seine Gedankenwelt. Nicht so an diesem Freitag. Guardiola blickte ernst drein, als er das Podium zur Pressekonferenz betrat. Der Spanier hat Sorgen, denn die Verletztenliste seiner Mannschaft wird immer länger. Im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres gegen Aufsteiger FC Ingolstadt (Samstag, ab 15:30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) fehlen dem Bayern-Trainer sieben potentielle Startelf-Kandidaten!

Neben Mario Götze, David Alaba, Juan Bernat und Douglas Costa, die allesamt schon länger nicht zur Verfügung stehen, muss auch Arjen Robben (muskuläre Probleme) weiter passen. Und beim Champions-League-Spiel in Zagreb haben sich nun auch noch Franck Ribéry und Medhi Benatia verletzt. Für beide ist das Fußball-Jahr 2015 vorzeitig beendet. „Wir haben wieder zwei wichtige Spieler verloren“, weiß Guardiola.

Jammern aber hilft nichts - die letzten drei verbleibenden Pflichtspiele bis Weihnachten müssen gewonnen werden. Im bayerischen Derby gegen Ingolstadt sind die Bayern natürlich klarer Favorit. Nach der ersten Bundesliga-Niederlage am letzten Wochenende in Gladbach wollen die Münchner sofort die nächste Siegesserie starten und an diesem 16. Spieltag die fünfte Herbstmeisterschaft in Folge perfekt machen.

Defensivstarker Aufsteiger

„Auf die Heimstärke bauen“, lautet das Motto von Thomas Müller. Alle elf Pflichtspiele in der Allianz Arena wurden in dieser Saison gewonnen! Die Personalnot und kurze Regenerationszeit nach der Zagreb-Reise sollen nicht ins Gewicht fallen. „Es hängt nur von uns ab, wie konzentriert wir sind“, sagte Guardiola, der allerdings um die Stärken des Aufsteigers weiß.

Das Team von Coach Ralph Hasenhüttl, den Guardiola persönlich noch nicht kennengelernt hat, habe seine Stärken im Defensivverhalten (wenigste Gegentore nach Bayern). Aber sie stehen „nicht so tief“, sondern „machen Druck nach vorne“, analysierte der Spanier. „Normalerweise sind die Aufsteiger am Anfang einer Saison gefährlich und werden dann ein bisschen schwächer.“ Ingolstadt zeige jedoch eine beeindruckende Konstanz (20 Punkte, Platz 11).

„Das wird ein schwieriges Ding“, glaubt Müller, „mit der Art und Weise, wie sie spielen, können sie in jeder Liga erfolgreich sein.“ Kapitän Philipp Lahm findet, dass der FCI „absolut verdient“ im Mittelfeld der Liga platziert ist. Und Manuel Neuer hat beobachtet, dass der Aufsteiger „schon die eine oder andere Mannschaft geärgert“ hat. Die Bayern sind also gewarnt, die vielen Verletzten machen die Aufgabe am Samstagnachmittag nicht leichter.

Infos zum Gegner

Trainer Ralph Hasenhüttl: „Eine Niederlage wäre das Normalste auf der Welt. Wir sind der Aufsteiger und damit klarer Außenseiter. Aber wir haben nichts herzuschenken und wollen unsere Haut so teuer als möglich verkaufen. Wir haben Respekt, aber keine Angst.“

Fraglich: Benjamin Hübner, Moritz Hartmann
Es fehlen: Alfredo Morales, Konstantin Engel, Danilo Soares, Markus Suttner

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