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Mit dem 12. Mann gegen Atlético

'Wir sind bereit!'

Man denke an den Volley-Kracher von Arjen Robben in Manchester. Man denke an Roy Makaays Blitztor gegen Real Madrid. An Luca Tonis Tor zum 3:3 in der 120. Minute in Getafe. An Thomas Müllers Last-Minute-2:2 gegen Juventus Turin vor wenigen Wochen. Und natürlich an Katsche Schwarzenbecks Treffer gegen Atlético Madrid 1974... In seiner Geschichte hat der FC Bayern immer wieder gezeigt: Wenn es Spitz auf Knopf steht, dann ist der deutsche Rekordmeister da. Am Dienstag ist wieder so ein Spiel.

„Ich freue mich auf das Spiel. Wir sind bereit“, sagte Pep Guardiola 24 Stunden vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atlético Madrid am Dienstagabend (20:45 Uhr, live im Ticker und im FREE-Webradio). „Es wird schwierig, wir werden wenig Chancen bekommen. Atlético steht immer sehr eng, schließt die Passwege sehr schnell. Aber wir werden alles versuchen, uns da durchzukämpfen“, versicherte der FCB-Chefcoach vor seinem letzten Champions-League-Heimspiel in der Allianz Arena, „wir brauchen unsere beste Leistung, um uns für das Finale zu qualifizieren.“

Vor einer Woche entschieden die Spanier das Duell zwischen der besten Abwehr (Atlético, 5 Gegentore) und dem besten Sturm (FCB, 28 Tore) des laufenden Wettbewerbs mit 1:0 für sich. Trotzdem ist die Zuversicht bei den Münchnern groß. „Natürlich ist Atlético im Vorteil und verteidigt sehr gut“, sagte Javi Martínez, „aber ich glaube, unsere Offensive ist eine der besten Europas. Wir werden von der ersten Minute an sehr intensiv spielen.“

'Haben unsere Fans im Rücken'

Der FCB-Verteidiger erwartet in der mit 70.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena „ein anderes Spiel“ als im Hinspiel: „Wir haben unsere Fans im Rücken, das Spielfeld ist schneller, wir werden mehr Ballbesitz haben.“ Manuel Neuer freut sich schon auf die spezielle Atmosphäre eines Champions-League-Halbfinals. „Wir wissen, dass das Publikum zu 100 Prozent hinter uns steht“, sagte der Bayern-Keeper. Die Unterstützung der Fans werde dem Spiel der Bayern „eine andere Leichtigkeit“ verleihen.

Neuer erinnerte zudem an das Achtelfinal-Heimspiel gegen Juventus Turin. „Wir sind immer in der Lage, gegen defensivstarke Mannschaften Tore zu erzielen“, sagte der Welttorhüter. Basis fürs Weiterkommen sei aber eine konsequente Defensivleistung. Denn sollte Atlético ein Tor schießen, würden die Münchner schon drei Treffer benötigen. Neuer mahnte: Um das Hinspiel-Resultat zu egalisieren, habe man „reichlich Zeit“.

'Nicht blind nach vorne'

„Wir müssen zielstrebig nach vorne spielen, dürfen aber nicht blind nach vorne rennen wie kleine Kinder“, so formulierte Thomas Müller die Ausgangslage. Im Hinspiel hatte Guardiola den Torjäger zugunsten eines weiteren Mittelfeldspielers geopfert. Ob Müller im Rückspiel von Beginn an aufläuft? Ob Franck Ribéry (Rückenprobleme), der am Abschlusstraining teilnahm, in der Startelf steht? Oder Jérôme Boateng, der am Samstag nach fast vier Monaten Pause sein Comeback feierte? All diese Fragen ließ Guardiola am Montagabend offen: „Ich weiß es noch nicht.“

Egal wer spielt, die Bayern brennen auf den Anpfiff. „Wir werden einen FC Bayern sehen, der zu 100 Prozent ins Finale will. Der alles gibt, um das Ergebnis zu drehen“, versicherte Philipp Lahm. Neuer betonte: „Die Stimmung ist gut, die Spannung hoch. Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert. Wir wollen unbedingt nach Mailand.“ Es steht wieder Spitz auf Knopf.

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