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Bayerns Rezept bei PSV

„Einfach von Anfang an Vollgas geben!“

Der Empfang war standesgemäß. Warme Sonnenstrahlen hießen den FC Bayern in der Stadt des Lichts willkommen, Eindhoven präsentierte sich herbstlich-freundlich am Montagnachmittag. Beim Abschlusstraining bekamen die Münchner einen Eindruck, wie das Philips Stadion unter Flutlicht leuchtet. Am Dienstagabend (20:45 Uhr, live im Webradio und im Ticker auf fcbayern.com) wollen die Bayern bei der PSV dann selbst für die Glanzlichter sorgen!

„Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen“, zeigte sich Mats Hummels siegeshungrig vor dem vierten Gruppenspiel in der Champions League, bei dem die Münchner mit einem Erfolg fast schon das Achtelfinal-Ticket buchen können. Gewinnt Rostow zeitgleich nicht bei Atlético Madrid, wäre Platz zwei sicher! Das Fernziel indes bleibt der Gruppensieg: „Solange es möglich ist, wollen wir ganz oben stehen“, so Philipp Lahm. Der Kapitän weiß jedoch: „Wir müssen erst mal unsere Punkte holen. Damit wollen wir gegen Eindhoven anfangen.“

„… dann wird es ein schweres Spiel“

Dass die Aufgabe bei der PSV keinesfalls einfach zu lösen sein wird, ist den Münchnern bewusst. „Eindhoven ist immer gefährlich“, mahnt Hummels, den 4:1-Sieg im Hinspiel vor zwei Wochen nicht als Garantie für das zweite Duell zu werten. Der Abwehrspieler weiß um die besondere Atmosphäre im 35.000 Zuschauer fassenden Philips Stadion: „Wenn wir es dazu kommen lassen, dass PSV das ganze Stadion explodieren lassen kann, wird es ein schweres Spiel“, glaubt Hummels. „Man kann die Kulisse mit einem überzeugenden und dominanten Spiel aber etwas kleiner kriegen.“

„Die Stimmung ist schön, vor allem in der Champions League“, bestätigt Rückkehrer Arjen Robben, zwischen 2002 und 2004 in Eindhoven am Ball. „Für die PSV ist es natürlich auch etwas Besonderes, gegen eine große Mannschaft wie Bayern München zu spielen.“ Die gute Atmosphäre dürfte sich auch auf das Heimteam übertragen, ahnt Thomas Müller, zumal die Mannschaften „bei sich zu Hause selbstbewusster“ auftreten. „Es wird nicht leicht, aber wir haben in den letzten Spielen die Kurve bekommen und überzeugend agiert. Da wollen wir dranbleiben.“

Eindhoven mit neuem Torwart

„Wir sind in einer guten Phase seit dem Spiel in Frankfurt“, lobte auch Carlo Ancelotti seine Mannschaft. „Qualität, Intensität, Teamspirit: Das brauchen wir auch morgen. Es wird ein schwieriges Spiel.“ Immerhin stehen dem Italiener bis auf Franck Ribéry und Javi Martínez alle Spieler zur Verfügung, Ancelotti werde seine „beste Mannschaft“ aufstellen, so der Bayern-Coach. In die Karten ließ sich Ancelotti nicht schauen, durchblicken ließ er lediglich, dass der jüngst zurückgekehrte Badstuber zunächst draußen sitzen wird. Die taktische Ausrichtung indes bleibt unverändert.

Die PSV erwartet Ancelotti offensiver als zuletzt in München. „Sie werden mehr attackieren“, vermutet der Coach. Mit bislang einem Punkt muss Eindhoven unbedingt gegen Bayern (6) gewinnen, um die Chance auf das Achtelfinale zu wahren. PSV-Trainer Phillip Cocu traut seiner Mannschaft einen Erfolg zu, „wir müssen aber als Team gut zusammenarbeiten, um Bayern zu stoppen“, sagte er. Verzichten muss der Coach auf seinen verletzten Torhüter Jeroen Zoet, der vom CL-Debütanten Remko Pasveer vertreten wird.

„Am besten früh treffen“

Wie sollen die Bayern vorgehen gegen ein Team, das mit dem Rücken zur Wand steht? „Am besten so starten wie in den letzten Spielen und früh treffen“, wünscht sich Lahm ein schnelles Erfolgserlebnis. Robben fordert: „Wir müssen einfach von Anfang an Vollgas geben, damit wir keine Probleme bekommen.“ Ancelotti verspricht: „Wir werden unsere Spielweise nicht ändern.“ Sollte der dritte Sieg im vierten Gruppenspiel tatsächlich gelingen, würden die Bayern die Stadt des Lichts so verlassen, wie sie dort empfangen worden waren: mit einem Strahlen.

Für fcbayern.com in Eindhoven: Marco Donato