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„Kein einfaches Spiel“

Bayern ist im kalten Rostov heiß auf einen Sieg

Stadt der fünf Meere wird Rostov am Don genannt. Und Tor zum Kaukasus. Doch geprägt wurde die Ankunft des FC Bayern am Dienstag in der Millionenstadt weder von Wasser noch von Bergen, sondern von einem eisigen Wind. Erst schüttelte er die Lufthansa-Maschine beim Landeanflug durch, dann fuhr er den Bayern beim Aussteigen in die Glieder. Und auch am Abend beim Abschlusstraining wehte er eisern durch das Olimp-2, das kleinste Stadion dieser Champions-League-Saison (15.840 Zuschauer). „Das Wetter ist nicht optimal. Es ist ein bisschen kalt“, meinte Robert Lewandowski, „aber wir müssen nicht darüber nachdenken, ob es minus 5, minus 10 Grad oder plus 30 Grad hat, sondern einfach Gas geben und gewinnen.“

„Ob es kalt oder heiß ist, ist nicht so wichtig“, hakte auch Carlo Ancelotti die äußeren Bedingungen schnell ab. „Wir wollen hier gut spielen, mit 100 Prozent, und gewinnen“, sagte der FCB-Chefcoach am Dienstagabend. Mit einem deutlichen 5:0-Erfolg wie im Hinspiel vor zwei Monaten rechnet er nicht. „Rostov ist ein Team mit einer guten defensiven Organisation und gutem Konterspiel. Gegen Atlético haben sie hier zuletzt gut gespielt. Wir werden kämpfen müssen, um zu gewinnen.“

„Wir wollen es besser machen“

„Kein einfaches Spiel“ erwartet auch Lewandowski. „Rostov kämpft noch um den dritten Platz. Es wird wahrscheinlich ein ganz anderes Spiel als im Hinspiel.“ Doch auch ohne die verletzten bzw. angeschlagenen Manuel Neuer, Arjen Robben, Arturo Vidal, Javi Martínez und Kingsley Coman wollen die Münchner ihren 41-Stunden-Trip in den Süden Russlands erfolgreich bestreiten.

Nur mit einem Sieg in Rostov wahrt der FCB die Chance, den Gruppensieg am letzten Spieltag gegen Atlético noch aus eigener Kraft schaffen zu können. „Wir wollen den Gruppensieg. Deswegen müssen wir gewinnen“, sagte Sven Ulreich, der am Mittwochabend anstelle von Neuer im FCB-Tor stehen wird. „Wir wissen, welche Qualität er hat. Da brauchen wir uns keine Sorgen machen“, sagte Philipp Lahm. „Er hat unser Vertrauen. Letztes Jahr in Zagreb hat er auch großartig gehalten“, meinte Karl-Heinz Rummenigge.

Auch von der Niederlage in Dortmund am vergangenen Wochenende wollen sich die Bayern nicht irritieren lassen. „Wir wissen, was wir falsch gemacht haben. Jetzt wollen wir es besser machen“, betonte Lewandowski. Ancelotti ist sich „sicher, dass wir morgen besser spielen werden.“ Egal wie kalt der Wind durch das Olimp-2 wehen wird.

Informationen zum Gegner:

Trainer Ivan Daniliants: „Egal in welcher Aufstellung Bayern antritt, Bayern ist Bayern, eines der besten Teams Europas. Im Hinspiel sind wir nicht so schlecht aufgetreten, wie es das Ergebnis ausdrückt. Vor dem ersten Tor hatte unsere gut organisierte Abwehr nichts zugelassen.“

In Gruppe D hat Rostov einen Punkt auf dem Konto (wie Eindhoven). Am Mittwoch kann der russische Vizemeister in Bestbesetzung antreten.