präsentiert von
Suchen Fill-1
Menü
FCB-Frauen in Kasachstan

Bayern gegen Kazygurt: Champions-League-Reise „ins Unbekannte“

Increase font size Schriftgröße

Um die 5.000 Kilometer – so weit weg haben die FC Bayern Frauen noch nie ein Pflichtspiel absolviert. Am Mittwoch, den 16. Oktober, ist es so weit. Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League treten die Münchnerinnen um 10 Uhr deutscher Zeit (14 Uhr Ortszeit) gegen BIIK-Kazygurt aus Schymkent an.

Die Millionenstadt liegt im Süden Kasachstans nahe der usbekischen und der kirgisischen Grenze. Städte wie Kabul oder Mumbai liegen auf einem ähnlichen Längengrad. Eine Fahrt ins Ungewisse war die Reise jedoch nur bedingt. Denn Kazygurt qualifiziert sich seit Jahren erfolgreich für die Endrunde der Champions League oder zuvor den UEFA Women’s Cup. Vereine wie der 1. FFC Frankfurt, Paris Saint Germain oder der FC Barcelona zogen in den vergangenen Jahren das Los und boten den Bayern in der Vorbereitung gute Vergleichsmöglichkeiten.

Kazygurt mit guter Heimspielbilanz

Ihren Heimvorteil wussten die Kasachinnen in der Vergangenheit oft zu nutzen und rangen Frankfurt 2014 ein 2:2 im Hinspiel ab. Frankfurt sollte später den Titel holen. Der FC Barcelona spielte 2015 vor Ort 1:1 und unterlag 2018 im Hinspiel sogar mit 1:3. Im späteren Verlauf trafen die Katalaninnen vergangene Saison auf den FC Bayern und zogen ins Finale ein. In der Runde der letzten 32 schlug Kazygurt in dieser Saison den RSC Anderlecht nach einem 1:1 in Belgien zuhause mit 2:0 und stand somit im Achtelfinale.

„Wir wissen um die Stärken des Gegners, denn viele Mannschaften haben sich gegen Kazygurt in Kasachstan schon schwer getan. Letztes Jahr hat Barcelona hier verloren, wir sind also gewarnt. Aber wir sind natürlich hier, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Bayerns Cheftrainer Jens Scheuer vor der Partie. „Wir sind gut auf den Gegner vorbereitet und wollen ein gutes Hinspiel-Ergebnis erzielen“, so der Trainer abschließend.

„Natürlich möchten wir gewinnen“

Mannschaft und Trainerstab unterschätzen den Gegner nicht, wie Simone Laudehr, die schon mehrmals gegen Kazygurt gespielt hat, bestätigte. „Ich erwarte kein Topspiel. Die Reise ist schon relativ umständlich und die Reisestrapazen wird man spüren. Für die meisten Spielerinnen ist es zudem eine Reise ins Unbekannte mit dem ein oder anderen Aha-Moment. Aber natürlich möchte ich, möchten wir gewinnen“, so Laudehr.

Personell angespannte Situation

Personell ist die Lage bei den Bayern angespannt. Mit nur 13 Feldspielerinnen reiste Cheftrainer Scheuer gen Osten. Wie schon gegen Hoffenheim fehlen Verena Schweers (Patellasehne), Kristin Demann (Erkältung), Amanda Ilestedt und Mandy Islacker (muskuläre Probleme). Bei Giulia Gwinn stehen nach ihrer Trainingsverletzung letzte Untersuchungsergebnisse noch aus, auch sie wird für längere Zeit ausfallen. Zudem hat sich Dominika Skorvankova im Spiel gegen Hoffenheim verletzt.

Im TV ist das Spiel am Mittwochvormittag nicht zu sehen. fcbayern.com berichtet jedoch direkt nach Spielende und produziert später ein TV-Highlight-Video. Auf dem Twitterkanal der FCB-Frauen gibt es ab Mittwochmorgen einen Liveticker. Das Rückspiel findet am Mittwoch, den 30. Oktober, um 19 Uhr am FC Bayern Campus statt.

Weitere Inhalte