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TSV 1860 gegen FC Bayern Amateure

„Schon immer hitzig“: Amateure-Kapitän Schmitz und Coach Dante im Gespräch vor dem Stadtderby

Wie geht man als waschechter Münchner damit um, wenn einen die Stadtderbys seit der Kindheit geprägt haben – man aber ausgerechnet beim nächsten Duell mit 1860 selbst nicht auf dem Platz stehen kann? Amateure-Kapitän Benno Schmitz kennt die besondere Beziehung zu diesem Duell seitdem erst das erste Mal das Bayern-Trikot getragen hat. Im Kindesalter hatte er im Olympiastadion ein Jugendspiel, während sich bereits 30.000 bis 40.000 Fans für das anschließende große Spiel versammelten. Später bekam die Begegnung noch mehr Brisanz, weil einige seiner Klassenkameraden beim Lokalrivalen spielten. „Es war natürlich schon immer hitzig. Damals waren noch die Eltern am Spielfeldrand laut, dann kamen die Fans.“

Oberschenkelverletzung bremst Schmitz aus

Heute ist Schmitz der erfahrene Akteur im Team, der den jüngeren Spielern etwas mitgeben soll. Vor dem Derby kann er das allerdings nur von außen: Den 31-Jährigen bremst eine Oberschenkelverletzung aus, die ihn zum Zuschauen zwingt. Dennoch weiß der 132-fache Bundesligaspieler ganz genau, was auf seine Mitspieler zukommt – gerade auf jene, die ein solches Spiel vor so einer Kulisse noch nicht erlebt haben. „Es ist einfach was völlig anderes. Allein die Stimmung von außerhalb, die in dieses Spiel reingetragen wird.“ Gleichzeitig müsse die Mannschaft trotz der besonderen Umstände bei sich bleiben und sich auf das konzentrieren, was sie selbst beeinflussen kann. Und das bei einem ausverkauften Grünwalder Stadion: „Das gab es lange nicht mehr und wird eine ganz besondere Atmosphäre entfachen.“ 

Dantes Erfahrung im Weltfußball

Eine andere Perspektive bringt Dante ein. Der Cheftrainer der Amateure hat selbst nie ein Münchner Derby gespielt, dafür aber im Fußball auf höchstem Niveau nahezu alles erlebt. Genau davon, sagt Schmitz, könne die junge Mannschaft profitieren: „Von seiner Erfahrung können wir alle noch einiges mitnehmen.“

Dante trifft als Trainer erstmals in einem Spiel auf den TSV 1860 München. | © FC Bayern

Dante kennt die Bedeutung dieses Spiels und weiß, dass er seiner Mannschaft nicht erklären muss, worum es geht. „Wir sollten in der Vorbereitung auf dieses Spiel nichts anderes machen. Der Druck auf diese 90 Minuten ist ohnehin schon da.“ Entscheidend sei vielmehr, mit Persönlichkeit, Charakter und Überzeugung aufzutreten – und bei aller Bedeutung den Spaß am Fußball nicht zu verlieren.

Neue Geschichte schreiben

So treffen vor diesem Derby zwei ganz unterschiedliche Arten von Erfahrung aufeinander: ein Münchner, der das Duell seit seiner Kindheit kennt und es diesmal verletzungsbedingt nur von außen begleiten kann, sowie ein Trainer, der dieses besondere Stadtduell nie selbst gespielt hat, aber auf einen reichen Erfahrungsschatz aus seiner langen Fußballkarriere zurückgreifen kann.

Für die blutjunge Amateure-Mannschaft wird es am Sonntag, den 18. Oktober, darum gehen, aus beidem etwas mitzunehmen – und ab 14 Uhr in ihrem ersten großen Derby ihre eigene Geschichte zu schreiben.

Weitere Infos zum Stadtderby:

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