
Säbener Stories – das ist die Kolumne für alle, die den FC Bayern München leben und lieben. Hier geht es um die ruhmreiche Vergangenheit und die spannende Gegenwart des Rekordmeisters.
Erstes Thema 2026 sind die Wünsche der ganzen Bayern-Familie fürs neue Jahr. Wovon Mannschaft, Fans und alle Verantwortlichen vor allem träumen, ist ohnehin klar: Tore, Titel, Triumphe! Am liebsten viele!
Berlin, Berlin, wir fahren endlich wieder nach Berlin! Budapest soll auch wunderschön sein. Aber da wären noch ein paar Wünsche mehr, die uns eingefallen sind. In diesem Sinne der Säbener-Stories-Neujahrs-Wunschzettel: Acht Geschichten, die wir 2026 lesen wollen.
1. Langweiligste Saison für die Ärzte
2026 könnte großartig werden – wenn uns keine Verletzungen ausbremsen. Wir hoffen, dass das Wort „Länderspielpause“ im März seinen Schrecken verliert, im Gegensatz zum Vorjahr. Wir wünschen uns, dass unser Doc Prof. Dr. Peter Ueblacker im April verrät: „Langweiligster Monat meiner Karriere – alle gesund. Ich muss mir neue berufliche Herausforderungen suchen.“

Wenn der Eisbeutelverbrauch um 90 Prozent sinkt, wenn in den dazugehörigen Kühltruhen Getränke gelagert werden, wenn Krückenhersteller Insolvenz anmelden müssen – dann ist in dieser Saison alles möglich.
2. Traumhafte Comebacks (Teil 1)
Apropos Medizin: Wir wünschen uns für Alphonso Davies und Jamal Musiala 2026 die rauschendsten und erfolgreichsten Comebacks der jüngeren Fußballgeschichte. Phonzy, unser Roadrunner, flitzt mit neuem Meep-Meep-Kreuzband nochmal 1,5 km/h schneller über den Platz als vorher. Er hat sich geschworen: „Mich holt kein Gegner und kein Arzt mehr ein.“
Und die Frage, ob Jamal Musiala ODER Lennart Karl spielen, stellt sich überhaupt nicht. Vincent Kompany erfindet das Traumduo „Bambi Boys“, oder auch „Bam&Len“. Sie begeistern als „Robbery 2.0“ alle (außer unsere Gegner).
Dazu noch Hiroki Ito als nächster gefühlter Neuzugang in der Abwehr. „Come back stronger“ wird zum bayerischen Erfolgsmotto 2026.
3. Happy Birthday, Legenden!
Auch dieses Jahr feiern wieder zahllose Legenden des FC Bayern runde Geburtstage. Wir drücken die Daumen, dass es ihnen allen gut geht, dass sie gesund sind, und dass sie mit Freude und Stolz auf ihre Zeit in München zurückschauen.

Unsere Champions-League-Sieger Mario Mandžukić und Owen Hargreaves werden 40 und 45. Auch der ewig junge Roque Santa Cruz, ebenfalls einer unserer Henkelpott-Helden, wird 45. Er hat gerade bei seinem Heimatverein Club Nacional Asunción einen neuen Vertrag unterschrieben. Roque lässt es weiter roquen.
Sammy Kuffour, Weltbotschafter für rot-weiße Trikots, feiert seinen 50. Geburtstag. Patrik Andersson ist hoffentlich mit 55 noch so treffsicher wie 2001 in Hamburg. Und, um eine bestimmte Zahl zu vermeiden: Manni Bender, Stefan Reuter, Bruno Labbadia, Manni Schwabl und Olaf Thon werden nächstes Jahr (also 2027) 61…
Lothar Matthäus gehen hoffentlich auch mit 65 die Worte nicht aus. Unser zweifacher Meister und FCB-Scout Wolfgang Grobe wird dieses Jahr 70, Europapokal-Sieger und Scharfschütze Franz „Bulle“ Roth 80, und Aufstiegs-Legende Rainer „Oki“ Ohlhauser 85.

Unser 1974er-Weltmeister Paul Breitner, die 50 Prozent von „Breitnigge“, bleibt ganz bestimmt auch mit 75 so meinungsstark wie eh und je.
4. Ein glücklicher Manuel Neuer
Apropos runde Geburtstage von Legenden: Manuel Neuer wird Ende März 40.
Wir wünschen ihm, dass er weiterhin auf höchstem Welttorhüterniveau unseren Kasten sauber hält und vielleicht nicht nur als bester, sondern irgendwann auch ältester Profitorwart aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird.

5. Wieder mehr Augenmaß statt Geodreieck
Wir hätten da einen Traum: Abseits wird wieder mit Augenmaß entschieden, nicht mit Geodreieck. Der Videoschiri greift nur noch ein, wenn es absolut unvermeidlich ist – bei Toren aus drei Metern Abseits oder bei Handspielen mit Volleyball-Ambitionen.
Wenn Fußball wieder mehr Sport ist, und weniger Rechtsseminar, profitieren alle. Tore zählen wieder, weil sie fallen – und nicht, weil sie bestätigt werden. Fans jubeln wieder spontan, und nicht erst nach Blickkontakt mit der Videowall. Weniger endloses Warten auf den Kölner Keller und weniger Nachspielzeit bedeuten: Fans kommen noch bei Tageslicht nach Hause.
6. Traumhafte Comebacks (Teil 2)
Wenn Phonzy Davies alias „The Need for Speed“ zeigt, wie man nach einem Kreuzbandriss wieder durchstartet – dann schaffen das Lena Oberdorf und Sarah Zadrazil bei unseren Fußballerinnen auch!

Nach dem Horror-Herbst 2025 mit ihren Kreuzbandrissen wollen wir die Beiden noch in diesem Jahr im Sportpark Unterhaching wieder meisterlich spielen, feiern und jubeln sehen. Auf geht’s, Lena und Sarah!
7. Schampus dank Campus
Oh, wie war das schön! Beim letzten Spiel 2025, dem 4:0 in Heidenheim, hat Vincent Kompany die nächsten beiden Talente vom Campus aus dem Hut gezaubert. Bundesliga-Premieren für David Santos Daiber (18) und Cassiano Kiala (16). Dagegen wirkten Lennart Karl und Wisdom Mike, der ebenfalls reinkam, fast schon wie abgeklärte Routiniers. David leitete gleich clever das 3:0 von Luis Díaz ein. Und beim 4:0 von Harry Kane hatten beide Youngster ihre Füße mit im Spiel.

Beim Profi-Trainingsstart 2026 ging Vincents Talente-Show weiter – mit Guido Della Rovere und Felipe Chávez, mit Filip Pavić und Javier Fernández, mit Vincent Manuba, Jussef Nasrawe, Maycon Cardozo und Deniz Ofli.
Mit ihnen haben wir künftig hoffentlich einiges zu feiern. Es gibt Schampus – auch dank Campus!
8. Weltmeister samma!
Den legendären Thomas-Müller-Spruch von Rio 2014 würden wir 2026 gern wieder hören.

Möglichst viele FCB-Stars rund um Josh Kimmich auf dem Platz – und Thomas Müller erklärt als Fernseh-Experte bei Magenta TV, wie das „Wunder von East Rutherford“ funktioniert hat. O-Ton von unserem kanadischen Raumdeuter: „Mach ihn, Jamal! Und er macht ihn!“ Man wird 2026 ja noch träumen dürfen…
Über den Autor: Unser Kolumnist, der „Balkonpoet“, war schon vor der WM 1974 als kleiner Münchner Bub überzeugt: „Der FC Bayern wird Weltmeister – weil da Franz Beckenbauer und Gerd Müller mitspielen.“
Gut, den Unterschied zwischen Vereinsfußball und Nationalelf musste er noch lernen. Aber an seiner Grundüberzeugung hat sich nichts geändert: Ein Spiel dauert 90 Minuten, und am Ende gewinnt der FC Bayern. Zumindest meistens.
In den Säbener Stories verbindet er jahrzehntelange Bayern-Leidenschaft mit einem amüsanten und unterhaltsamen Blick auf die Mannschaft von heute. Pack ma’s, Vincent!

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