präsentiert von
Menü
Für Donezk gerüstet

FCB will weiter 'in der positiven Spur bleiben'

Rechtzeitig zum Auftakt in die K.o.-Phase der Champions League hat der FC Bayern zu alter Stärke zurückgefunden. Nach einem eher durchwachsenen Rückrundenstart mit nur einem Sieg aus drei Partien hat die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola beim 8:0 (3:0)-Kantersieg gegen den Hamburger SV jene Spielfreude und den Torhunger gezeigt, die sie vor der Winterpause ausgezeichnet hat. Damit präsentierte sich der FCB bestens gerüstet für das Achtelfinal-Hinspiel bei Schachtar Donezk am kommenden Dienstagabend.

„Das Spiel heute war wieder ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, um in die beste Verfassung zu kommen“, sagte ein zufriedener Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem Schlusspfiff. Die Mannschaft sei schon beim 2:0 in Stuttgart in der Vorwoche „auf einem guten Weg“ gewesen, erklärte Rummenigge. Der klare Erfolg gegen den HSV sei in Anbetracht der Partie gegen Donezk zu einem „guten Zeitpunkt“ gekommen. Jetzt sei es „wichtig, dass wir in der positiven Spur bleiben, weil jetzt wichtige Spiele auf uns warten.“

Höchster Sieg seit 31 Jahren

Thomas Müller, der mit seinem verwandelten Handelfmeter in der 21. Minute den Torreigen eröffnete, meinte: „Das war eine gute Generalprobe, wichtig für das Selbstvertrauen.“ Mario Götze (23.) und der einmal mehr kaum aufzuhaltende Arjen Robben (36.) sorgten noch vor der Pause für die Vorentscheidung. Erneut Robben (47.), Müller (55.), Robert Lewandowski (56.) und der eingewechselte Franck Ribéry (69.) erhöhten nach dem Seitenwechsel, ehe Götze (88.) mit seinem zweiten Treffer den höchsten Bayern-Sieg seit 31 Jahren perfekt machte.

„Bayern war heute in allen Belangen überlegen“, räumte auch HSV-Trainer Josef Zinnbauer ein und sprach von einem „bärenstarken Gegner“, bei dem Xabi Alonso kurzfristig wegen muskulärer Probleme passen musste. Dafür feierten neben Holger Badstuber (eigener Bericht) auch Rafinha und Ribéry ihr Pflichtspielcomeback nach Verletzungspause und trugen ihren Anteil zur höchsten Niederlage des Bundesliga-Gründungsmitglieds in seiner 52-jährigen Geschichte bei.

'Eine super Mannschaftsleistung'

„Wir haben heute im Kollektiv sehr gut gespielt, haben eine gute Raumaufteilung gehabt, uns gut bewegt und klare, einfache Bälle gespielt im Spielaufbau. Es lag an uns, dass wir heute so gespielt haben“, zog Kapitän Bastian Schweinsteiger ein positives Fazit nach 90 einseitigen Minuten in der mit 75.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena. „Das war eine super Mannschaftsleistung“, ergänzte Badstuber. „Das Team war heute von der ersten Minute an hoch konzentriert. Ich freue mich, dass die Mannschaft heute so gut funktioniert hat.“

Nach dem höchsten Saisonerfolg war man im Lager des FCB aber bemüht, keine allzu große Euphorie aufkommen zu lassen. „Wir müssen nicht übertreiben, dass jetzt alles wieder super ist. Das hat auch einen Grund, warum das so lief. Wir müssen immer ganz nüchtern bleiben“, erklärte Robben. „In den ersten drei Spielen wurden wir ein wenig hinterfragt. Jetzt will ich nicht, dass wir hochgejubelt werden. Das geht einem zu schnell zwischen Gurkenspieler und Weltklassespieler“, betonte auch Müller.

Fakt ist aber: Pünktlich zu den Alles-oder-Nichts-Spielen in der Königsklasse hat der FCB in die Erfolgsspur zurückgefunden. „Jetzt fokussieren wir uns auf unser erstes Champions-League-Spiel“, kündigte Guardiola an und freute sich darüber, dass „unsere Spielweise zurück ist“. Und Müller ergänzte: „Wir nehmen uns vor, die Form mit ins Spiel gegen Donezk zu nehmen, auch wenn wir da sicher keine acht Tore schießen werden.“

Weitere Inhalte