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„Der Ball wollte nicht rein“

Bayern hadern mit sich und der Fortune

Es half nichts, dass die Bayern schon 103 Saisontore erzielt hatten. Es half nichts, dass sie an diesem Abend 21 Mal aufs gegnerische Tor schossen. Es half auch nichts, dass Arjen Robben den FCB erstmals in einem Bundesligaspiel als Kapitän aufs Feld führte. Der Mann also, der fast genauso oft in der Bundesliga getroffen hatte (85) wie die gesamte Hoffenheimer Startelf (86). Es half alles nichts. Der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

„Wir hatten Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Aber an manchen Tagen klappt es eben nicht. So ist Fußball“, meinte Carlo Ancelotti nach dem 0:1 (0:1) bei der TSG 1899 Hoffenheim. „Es hat uns ein bisschen das Glück gefehlt. Der Ball wollte nicht rein“, sagte Robben. Stattdessen landete die Kugel an der Latte (45. Minute), am Außennetz (73.), bei TSG-Keeper Oliver Baumann (55., 90.+1) oder irgendeinem anderen Hoffenheimer (73., 90.+3).

„Darf uns nicht passieren“

Doch das war nur die eine Erklärung für die zweite Bundesliga-Niederlage der Saison, der ersten nach der Winterpause. Die andere waren die ersten 45 Minuten. „Die erste Halbzeit war nicht gut von uns“, gab Ancelotti zu. Die intensive Spielweise des Gegners, der mit seinen Tempo-Gegenstößen immer wieder gefährlich vors Tor kam, habe seine Mannschaft „etwas überrascht“. Sven Ulreich verhinderte zwei Mal Schlimmeres (9., 40.). Nur ein Schuss von Andrej Kramaric (21.) landete im Tor.

„Die erste Halbzeit war völlig unnötig. Das darf uns nicht passieren“, ärgerte sich Robben, „wir sind nicht gut gestanden, waren immer einen Schritt zu spät, haben viel zu viele Räume gelassen, haben nicht gut genug miteinander verteidigt. Hoffenheim hat das gut ausgenutzt.“ Mats Hummels sprach von „leichtfertigen Ballverlusten. So hat Hoffenheim Selbstbewusstsein und Druck aufgebaut.“

„Deswegen bin ich guter Dinge“

Nach der Pause dann ein anderes Bild. „Die zweite Halbzeit war viel besser, so wie es sein muss. Wir waren überlegen, hatten Chancen“, meinte Robben. „Da haben wir so gespielt wie in den letzten Wochen. Deswegen bin ich guter Dinge, dass es Samstag wieder anders aussieht“, sagte Ulreich mit Blick auf das Dortmund-Spiel am kommenden Wochenende. „Wir müssen die zweite Halbzeit mitnehmen, gegen Dortmund eine sehr gute Leistung bringen und bereit sein für die Champions League“, so Aushilfskapitän Robben, der unbefriedigt aus Hoffenheim abreiste. „Ich muss Philipp fragen, ob ich nochmal als Kapitän ran darf. Weil so kann man natürlich nicht aufhören.“

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