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Lewandowskis Ziel für Freiburg

„30 Tore plus X und dann mal sehen“

Das Abschlussspiel des öffentlichen Trainings am Dienstag vor dem letzten Bundesligaspiel dieser Saison ist fast zu Ende. Der Ball kommt zu Robert Lewandowski und der Pole knallt die Kugel ansatzlos aus über 20 Metern in den Winkel. Damit ist die Partie beendet, sein Team hat gewonnen. Die Mitspieler stürmen zu ihm, die Fans applaudieren.

Der 28-Jährige schießt sich warm für die letzte sportliche Entscheidung, die aus Sicht des FC Bayern am Wochenende noch aussteht: Holt Lewandowski die Torjägerkanone? Vor dem letzten Spieltag liegt er in der Torjägerliste einen Treffer vor Pierre-Emerick Aubameyang. „Ich denke noch nicht an die Kanone“, meint der Angreifer jedoch gegenüber fcbayern.com. „Mein Ziel waren 30 Tore plus X.“

Persönlichen Rekord verbessern

Mit eben dieser Anzahl hat Lewandowski im vergangenen Jahr die Krone gewonnen und bei 30 Toren steht er auch aktuell. „Wenn ich noch eins mache, habe ich meinen persönlichen Rekord verbessert. Das will ich schaffen. Wenn ich dann am Ende eins mehr habe als alle anderen, ist es gut. Für mich war es aber wichtiger, diese Drei vorne zu haben“, betont Lewandowski.

Ein Tor braucht der frischgebackene Vater also noch, um eine neue persönliche Bestmarke aufzustellen. Gegen Freiburg sollte das doch klappen, denn die Breisgauer zählen zu Lewandowskis Lieblingsgegner. In zehn Liga-Duellen traf der Nationalspieler schon zwölf Mal. Beste Voraussetzungen also, doch für Bayerns Nummer neun steht etwas anderes im Vordergrund.

Legenden verabschieden

„Unsere größte Motivation sollte sein, die zwei Legenden Philipp Lahm und Xabi Alonso zu verabschieden“, erklärt Lewandowski. „Am besten mit einem guten Spiel und mit vielen Toren“, fügt er noch an und kann seine Passion doch nicht verbergen. Denn Tore schießen kann der 1,84 Meter Hüne einfach am besten.

Das hat er in dieser Saison wieder eindrucksvoll bewiesen. Wettbewerbsübergreifend erzielte Lewandowski in 46 Pflichtspielen 43 Tore. In der Liga gelangen ihm satte elf Mehrfachpacks – das ist der zweithöchste Wert der Bundesligageschichte und wird nur von Gerd Müller getoppt (12 in der Saison 1971/72). Dennoch blickt der Torjäger nicht komplett positiv auf die Spielzeit zurück.

Schwere Zeit

„Bis zum Dortmund-Spiel in der Liga war alles super. Ich war fit, ich war in Form und ich war gut drauf. Aber eine Situation hat alles geändert.“ Bei einem Zweikampf mit Torwart Roman Bürki verletze sich Lewandowski an der Schulter. „In jeder Bewegung habe ich es gemerkt. Beim Gehen, beim Laufen und im Zweikampf. Diese Zeit war schwer für mich“, blickt er etwas wehmütig auf die entscheidenden Wochen im April zurück und meint: „Sonst hätte ich noch öfter getroffen!"

Jetzt geht es der Schulter aber wieder gut und der Stürmer ist „bereit und voll fokussiert“. Er will über die magische Marke von 30 Toren und sich am besten damit seine dritte Torjägerkanone nach 2014 und 2016 sichern. Dafür muss die Kugel ja nicht unbedingt in den Winkel – wobei er das gerade gut kann!

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