„Wir sind in einer guten Situation“

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Sven Ulreich sprach von einem „harten Stück Arbeit", Niklas Süle von einem „ganz, ganz schweren Sieg" und Robert Lewandowski war der Meinung, dass es „kein perfektes Spiel von unserer Seite" war. Am Ende des ersten Heimspiels im neuen Jahr stand für den FC Bayern aber dennoch ein verdienter 4:2 (1:1)-Erfolg gegen Werder Bremen, durch den der deutsche Rekordmeister seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf nunmehr 16 Punkte vergrößerte.

„Es gibt Spiele, in denen wir uns schwerer tun. Wichtig ist, dass wir die Spiele gewinnen und den Vorsprung ausbauen", erklärte Niklas Süle nach dem Schlusspfiff in der ausverkauften Allianz Arena. Der Tabellen-16. von der Weser leistete lange Widerstand gegen die Gastgeber, die nach einer „extrem langen Woche" (Thomas Müller) zwischen dem Rückrundenauftakt in Leverkusen und dem Heimspiel gegen Werder nur schwer ins Spiel fanden.

„Bremen hat es gut gemacht, wir waren nicht sofort da, wie wir uns das vorgenommen hatten", analysierte Müller. „Wir waren heute nicht so klar in unseren Aktionen, wir haben zu behäbig und zu langsam aus der Defensive gespielt", bemängelte Trainer Jupp Heynckes und fand anerkennende Worte für den Gegner, der „ein sehr gutes Spiel gemacht und nicht wie eine Mannschaft gespielt hat, die im Tabellenkeller steckt und gegen den Abstieg spielt."

Doppelter Doppelpack

Nach der überraschenden Führung durch Jérôme Gondorf (25.) und einem Eigentor von Süle (74.) zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich konnten die Gäste sogar kurzzeitig auf einen Punktgewinn in München hoffen, doch am Ende entschied die individuelle Qualität der Bayern die Partie. Thomas Müller (41./84.) und Robert Lewandowski (63./76.) sicherten jeweils mit einem Doppelpack den achten Münchner Pflichtspielsieg in Folge.

„Es zeichnet uns aus, dass wir solche Spiele gewinnen", freute sich Heynckes hinterher über den schwer erarbeiteten Erfolg. „Die Mannschaft ist immer da, wenn sie da sein muss. Aber wir müssen einiges aufarbeiten, wie nach jedem Spiel. Wir sind sicherlich noch nicht da, wo wir sein wollen", meinte Müller. „Wir wissen, dass es noch einige Baustellen gibt, an denen wir arbeiten müssen. Der Spirit stimmt, die Qualität auch, jetzt geht's an die Feinabstimmung."

Lewandowski, der mit seinen Saisontoren 16 und 17 seine Führung in der Torjägerliste ausbaute, sprach von einer „guten Situation", in der sich der FCB momentan befindet und blickte zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben. „Es ist wichtig, unsere Form und Leistung hochzuhalten - egal wie groß der Vorsprung ist. Dann wird es auch in der Champions League leichter."


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