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Gruppenfinale gegen Südkorea

Müller: „Wir sind jetzt im Turnier“

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Toni Kroos stoppte den Ball mit der Brust, Thomas Müller schmetterte die Vorlage des Real-Spielers per Fallrückzieher über das Netz – es sah nach einer lockeren Trainingseinheit aus, die die deutsche Nationalmannschaft am Montag in der Nachmittagssonne in ihrem WM-Quartier in Watutinki absolvierte. Fußballtennis stand auf dem Programm. Doch auch wenn der Spaß für die DFB-Auswahl im Vordergrund stand, war allen Beteiligten klar: Wenn der Flieger nach Kasan geht, wird es langsam ernst!

Vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Südkorea am Mittwoch in der Hauptstadt der Republik Tatarstan ist für die deutsche Mannschaft nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko (0:1) und dem emotionalen Last-Minute-Sieg über Schweden (2:1) noch alles möglich: Die vielen Rechenbeispiele reichen vom Gruppensieg bis zum letzten Platz für Jogis Jungs. Mit einem Sieg mit zwei Toren Differenz stünde Deutschland sicher im Achtelfinale, bei einer Niederlage droht das erste WM-Vorrunden-Aus der Verbandshistorie – bis hin zu dem verrückten Fall, dass das Schicksal der Elf von Jogi Löw bei gleichem Ergebnis wie die Schweden im Parallelspiel sogar von der Fair-Play-Wertung oder gar vom Losentscheid abhängig wäre. Eventualitäten, auf die sich keiner in der DFB-Auswahl einlassen will.
 


„Wir sind jetzt im Turnier und können mit einem Sieg gegen Südkorea aus eigener Kraft weiterkommen“, hatte Thomas Müller am Samstag nach dem Sieg über die Tre Kronor in der ARD erklärt und damit die Richtung für Mittwoch vorgegeben. „Wir tun auf jeden Fall alles, dass wir unsere Farben weit führen“, fügte der 28-Jährige hinzu.

Hummels kehrt zurück, Boateng und Rudy nicht mit dabei

Auch der Ex-Münchner Kroos, der mit seinem Treffer gegen Schweden in der 95. Minute die deutschen Hoffnungen auf ein Weiterkommen erst am Leben erhalten hatte, stimmte Müller nach der Partie zu: „Jetzt müssen wir uns erholen, müssen Südkorea schlagen und überzeugend auftreten.“ Dortmunds Marco Reus pflichtete dem genauso bei: „Wenn wir befreit aufspielen, wenn wir unseren Kombinationsfußball auf den Platz bringen, mit der gleichen Leidenschaft auf den Platz gehen wie gegen Schweden, wird es Südkorea schwer haben,“ erklärte der 29-Jährige am Montag auf der DFB-Pressekonferenz.

Kraft aus dem Schweden-Spiel ziehen und sich nicht noch einen Ausrutscher wie zu Turnierbeginn gegen Mexiko erlauben lautet also die Maxime für die Mission Achtelfinale. Doch ausgerechnet jetzt muss der Bundestrainer sein Team erneut umbauen. Zwar kehrt Mats Hummels nach überstandenen Halswirbelproblemen in die Mannschaft zurück, dafür muss jedoch Jérôme Boateng nach seiner Gelb-Roten Karte gegen die Schweden gesperrt passen und auch Sebastian Rudy wird nicht rechtzeitig fit werden. „Das Spiel ist zwei, drei Tage zu früh. Die Nase ist mehrfach gebrochen. Es macht keinen Sinn, auch nicht mit einer Maske, weil er eine Narkose bekommen hat“, erklärte Joachim Löw am Dienstag in Kasan. Zudem müssen zwei Stützen des Löw-Teams im Endspiel gegen die Südkoreaner aufpassen – Müller und Hummels sind jeweils mit einer Gelben Karte vorbelastet und wären bei einer weiteren Verwarnung im möglichen Achtelfinale gesperrt.

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