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Bundesverdienstkreuz

Hopfner: „Es war eine sehr positive Überraschung“

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Es ist auf den ersten Blick zu erkennen: Karl Hopfner geht es prächtig. Eineinhalb Jahre nach seinem Rückzug vom FC Bayern nahm der langjährige Präsident, Vorstand und Geschäftsführer des deutschen Rekordmeisters bestens gelaunt in München das Bundesverdienstkreuz entgegen (eigener Bericht). „Karl war die gute Seele des Vereins“, würdigte Karl-Heinz Rummenigge Hopfners Engagement über 33 Jahre in verschiedenen Positionen für den FC Bayern. Schmunzelnd erinnerte sich Rummenigge: „Im Stadion saß er immer zwischen Uli und mir. Ich glaube, er hat dabei einiges gelernt. Vielleicht sind wir ihm auch ein bisschen auf die Nerven gegangen.“

Wie Karl Hopfner heute die Bayern-Spiele verfolgt und wie er seine Ehrung empfindet, erzählte der 65-Jährige fcbayern.com im Interview.

Herzlichen Glückwunsch zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, Herr Hopfner! Wie geht es Ihnen damit?
Hopfner: „Ich empfinde es als große Ehre, als etwas ganz Besonderes. Wenn man nach so langer Zeit, zum Teil auch im Ehrenamt und in internationalen Verbänden, so eine Auszeichnung bekommt, erfüllt einen das schon mit Stolz. Es hat mich auch sehr gefreut, dass mir Staatsminister Joachim Herrmann die Auszeichnung persönlich ausgehändigt hat. Ich möchte aber auch betonen, dass ich immer Teil eines Teams war. Die Ehrung wird mir jetzt als Einzelner zuteil, eigentlich verdienen sie alle.“

Wie haben Sie davon erfahren, dass Sie das Bundesverdienstkreuz bekommen?
Hopfner: „Im Mai habe ich ein Schreiben von Staatsminister Joachim Herrmann bekommen, in dem stand, dass mir Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, wie es offiziell heißt, verliehen hat. Das war eine Überraschung, eine sehr positive Überraschung! Vorher hatte ich nichts davon mitbekommen, nicht einmal, dass ich vorgeschlagen worden war.“

Was passiert nun mit dem Kreuz?
Hopfner: „Das kommt zuhause in eine Vitrine. Tragen werde ich es nur heute. Es gibt auch eine kleine Anstecknadel dazu, die ich künftig tragen kann.“

Ihr Abschied vom FC Bayern ist inzwischen eineinhalb Jahre her...
Hopfner: „Ganz habe ich mich ja noch nicht verabschiedet. Ich bin immer noch Vorsitzender des FC Bayern Hilfe eV. Aber natürlich beobachte ich den FC Bayern jetzt von außen, ohne Insider-Wissen. Meistens denke ich mir: Eine sehr gute Entscheidung! Manchmal: Eine gute Entscheidung! Nur ganz selten denke ich mir: Oh-oh! (schmunzelt) Ich muss ehrlich sagen: Man kann nur den Hut ziehen, was der FC Bayern in den letzten Jahren erreicht hat. Kompliment!“

Wenn man jahrzehntelang mit am Ruder sitzt, fällt es oft gar nicht so leicht, loszulassen. Wie erging es Ihnen damit?
Hopfner: „Ich habe diesen Schritt ja ganz bewusst gemacht. Schon 2012 wollte ich loslassen, habe mich dann aber übergangsweise noch als 1. Vizepräsident zur Verfügung gestellt. 2014 habe ich dann auch als Verpflichtung gegenüber dem FC Bayern das Präsidentenamt übernommen. Jetzt ist es vorbei. Und es geht mir sehr gut. Ich habe viel Freizeit, mache einige Reisen und ärgere meine Frau zuhause. (lacht) Komisch ist nur: Wenn ich mir die Bayern-Spiele ansehe, egal ob im Stadion oder am Fernseher, ertappe ich mich immer wieder, dass ich noch genauso dabei bin wie früher. Ich hoffe, es wird nie anders!“

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