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Bayern richten Köpfe auf

Salihamidzic: „Müssen jetzt arbeiten“

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Man sah Niko Kovac die Enttäuschung nach der ersten Heimniederlage der Saison an. Mit 0:3 (0:2) war der FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach unterlegen. Trotz eines guten Beginns, trotz eines insgesamt couragierten Auftritts ging sein Team als Verlierer vom Platz. „Die Jungs waren willig und haben alles versucht, aber heute war einfach nicht mehr drin“, sagte der Trainer und lieferte auch die Begründung: „Wir machen individuelle Fehler und das wird auf diesem Niveau in der Bundesliga bestraft.“

Was die Gegner den Bayern im Moment voraushaben, ist gnadenlose Effektivität. In der guten Anfangsphase der Münchner traf Gladbachs Alassane Pléa in der 10. Minute mit dem ersten Torschuss der Partie. Auch der zweite Versuch der Borussen durch Lars Stindl nur sechs Minuten später zappelte im Netz. „Die Gegentore in der ersten Halbzeit haben uns die Sicherheit genommen,“ konstatierte Niko Kovac und musste zugeben, dass beim Gegner im Moment „jeder Schuss ein Treffer“ sei, aber sein Team die Chancen nicht nutzen konnte. So erhöhte Gladbach kurz vor Schluss durch Patrick Herrmann auf 3:0 (88.), während die Münchner trotz guter Möglichkeiten den Ball nicht im Tor unterbrachten.

Bayern glauben weiter an sich

Aus den vergangenen drei Bundesliga-Spielen steht so nur ein Punkt für die Bayern zu Buche. Am Samstag hingen die Köpfe, sie richteten sich aber auch schnell wieder auf: „Es ist eine schwierige Phase, aber wir kommen da auf jeden Fall als Mannschaft wieder raus“, erklärte Niklas Süle und erhielt Unterstützung von seinem Kapitän. „Man merkt, dass jeder Spieler will. Jeder ist motiviert und hat die richtige Einstellung“, gab Manuel Neuer den Zustand der Mannschaft wider. Laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic müsse die Mannschaft „wieder zusammenrücken“, um in die Erfolgsspur zurückzufinden. „Dann wird es wieder aufwärts gehen, aber jetzt müssen wir natürlich arbeiten“, versicherte der 41-Jährige.

Allerdings wird Trainer Kovac hierfür erst einmal nicht seinen kompletten Kader zur Verfügung haben. Nach dem Mammutprogramm von sieben Partien in 22 Tagen mit dem Rekordmeister sind nun einige Spieler der Bayern mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Zeit zum Durchschnaufen, weshalb der 46-Jährige den Abstellungen auch etwas Positives abgewinnen kann. „Ich hoffe, dass sie bei der Nationalmannschaft einen freien Kopf bekommen“, sagte er mit Blick auf die anstehende Länderspielpause und wünschte seinen Spielern, dass sie „vielleicht auch mit einem Erfolgserlebnis nach München zurückkommen.“

Nach der Länderspielpause wieder angreifen

In zwei Wochen geht es für die Münchner dann weiter mit dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg (20.10.2018, 15:30 Uhr), wo der Rekordmeister schnellstmöglich zu alter Stärke zurückfinden will. „Wir müssen das nächste Spiel gewinnen und schnell wieder hier rauskommen“, sagte Salihamidzic. Dem stimmte auch Leon Goretzka stellvertretend für die Mannschaft zu: „Wir werden nach der Länderspielpause wieder angreifen.“, sagte der 23-Jährige kampfeslustig.

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