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„Bockstarker“ Lewandowski

Perfekter Bayern-Start in schwere Wochen

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Nach dem Spiel gingen die Bayern in die Gästekurve zu ihren mitgereisten Fans. In einer Reihe, Hand in Hand, die Arme triumphal nach oben gestreckt, blickte man auch in erleichterte Gesichter bei den Münchnern, als sie ihrem treuen Anhang für die Unterstützung dankten. Denn neben einer starken Leistung gaben beim 3:1 (1:0)-Sieg in Wolfsburg auch endlich wieder drei Punkte Anlass, gemeinsam zu feiern.

„Ich möchte der Mannschaft gratulieren, es war viel Druck auf dem Spiel“, beschrieb Coach Niko Kovac die Situation rund um die Partie, nachdem sein Team zuvor in vier Pflichtspielen sieglos geblieben war. Doch die Bayern gaben in Wolfsburg die richtige Antwort: „Meine Mannschaft hat über 90 Minuten eine sehr engagierte, couragierte und konzentrierte Leistung gezeigt“, lobte der 47-Jährige im Anschluss auf der Pressekonferenz; so sei der „Sieg in der Höhe auch verdient“ gewesen. „Heute haben wir den Druck positiv umgesetzt“, befand auch Niklas Süle.

Lewandowskis Torgarantie gegen Wolfsburg

Der Knoten ist geplatzt – und was für die gesamte Mannschaft des FC Bayern galt, galt insbesondere auch für Robert Lewandowski: Der Torjäger meldete sich nach 315 torlosen Pflichtspielminuten mit einem Doppelpack gegen die Niedersachsen zurück. In der 30. Minute traf der Pole nach Pass von Mats Hummels und cleverer Finte von Thiago, der den Ball zu Lewandowski passieren ließ, zum 1:0. Kurz nach der Pause stibitzte er den Ball nach einer Kopfballrückgabe des Wolfsburger Williams und schob zum 2:0 (49.) ein. „Dass Lewy vor dem Tor eiskalt ist, das zeichnet ihn aus“, analysierte Kovac und ergänzte: „Wir wissen, wie wichtig er für uns ist und sind froh, dass er getroffen hat.“

Im 16. Duell mit den Niedersachsen waren es die Tore 17 und 18 des polnischen Nationalmannschaftskapitäns – kein anderer Spieler traf in der Bundesliga so oft gegen den VfL Wolfsburg. Er selbst will da aber keinen Zusammenhang feststellen. „Das ist wahrscheinlich auch Zufall. Ich freue mich, wenn ich ein Tor schießen kann und der Mannschaft damit helfen kann“, gab sich der 30-Jährige bescheiden. Nicht zufällig war aber wohl, dass Lewandowski bei seinem starken Auftritt auch am dritten Treffer der Bayern Anteil hatte, als er mit einem geschickten Steilpass den 3:1-Endstand für James auflegte (72.). „Zwei Tore, eine Vorlage – bockstarke Leistung würde ich sagen“, adelte ihn sein Teamkollege Joshua Kimmich.

Mit Selbstvertrauen nach Athen

Vorne die Tore gemacht, hinten sicher gestanden lautete das Erfolgsrezept der Münchner in Wolfsburg. Bis weit in die zweite Halbzeit hinein hatten die Gäste keine zwingende Torchance des VfL zugelassen. Brenzlig wurde es für das Kovac-Team nur ein einziges Mal, als die Hausherren die Überzahl nach dem Platzverweis von Arjen Robben (57.) zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Wout Weghorst (63.) nutzen konnten. „Wir kriegen eine mehr als unglückliche Rote Karte, sofort danach das 1:2 und dann haben wir es trotzdem gut gemacht – auch in Unterzahl. Es war wichtig, dass wir es zusammen verteidigt haben“, erklärte Kimmich.

Für diesen Zusammenhalt fand natürlich auch der Cheftrainer lobende Worte: „Man hat gesehen, dass selbst der FC Bayern München neben seinen fußballerischen Qualitäten auch kämpferische Qualitäten aufzuweisen hat.“ Diese Tugenden sollen die Bayern nun durch die schweren Wochen mit sechs weiteren Partien bis zur nächsten Länderspielpause Mitte November tragen. „Das ist der richtige Weg und da müssen wir drauf bleiben“, forderte Kovac. Sein Torjäger kann dem straffen Programm aber durchaus Positives abgewinnen: „Wir spielen jetzt alle drei Tage, aber dieser Rhythmus ist gut und ich hoffe, es geht jetzt von Sieg zu Sieg“, sagte Lewandowski - im Champions-League-Spiel bei AEK Athen am Dienstagabend (18:55 Uhr) soll nun eine neue Serie gestartet werden.

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