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Bayern blicken nach unglücklichem Remis nach vorne

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Grau und tief hing der Nebel am Sonntagmorgen über dem Trainingsplatz an der Säbener Straße. Die unwirtliche Umgebung spiegelte ein bisschen die Stimmungslage beim FC Bayern wider. Das 3:3 (2:1)-Remis gegen den wacker kämpfenden Aufsteiger Fortuna Düsseldorf tags zuvor war mehr als ärgerlich – das sah man den Beteiligten an. Erst durch ein Last-Minute-Gegentor in der Nachspielzeit hatte sich der Rekordmeister doch noch um sicher geglaubte drei Punkte gebracht. „Das darf uns nicht passieren", ärgerte sich Kapitän Manuel Neuer nach der Partie. Von einem „Schock" sprach gar Vereinspräsident Uli Hoeneß.

Dabei sah es lange nach einem verdienten Erfolg der Hausherren aus. Niklas Süle (17. Minute) und Thomas Müller (20.) sorgten schon früh für eine beruhigende Münchner Führung. Bayern kontrollierte das Geschehen, hatte mehr Ballbesitz (78%), mehr Torschüsse (15:10), konnte aber zunächst keinen weiteren Treffer nachlegen. Auf den ersten Rückschlag der Partie – Dodi Lukebakio gelang kurz vor der Pause der Anschlusstreffer zum 2:1 – fand das Team von Niko Kovac durch Müllers zweiten Treffer noch die passende Antwort. Ein weiteres Mal konnte der FC Bayern Fortuna-Keeper Michael Rensing aber trotz zahlreicher Möglichkeiten nicht bezwingen, sodass die Gäste tatsächlich noch durch zwei weitere Tore von Lukebakio zum Ausgleich kamen (78./90.+3).

Müllers Rekordserie hält - Robben gibt die Richtung vor

„Es sah lange Zeit nicht nach Unentschieden aus, aber wenn man drei Tore gegen Düsseldorf zu Hause kassiert, dann müssen wir uns an die eigene Nase fassen", gab Doppeltorschütze Müller zu. Dass die Rekordserie des 29-jährigen Angreifers gehalten hatte und die Bayern auch im 85. Bundesliga-Spiel mit einem Müller-Tor nicht als Verlierer vom Platz gegangen waren, war da bloß ein schwacher Trost. Sein Trainer Niko Kovac war einfach nur „sauer" über die „Art und Weise wie wir bei allen drei Gegentoren verteidigt haben". Es ist „egal, ob auf der anderen Seite ein Aufsteiger ist, oder ein Champions-League-Teilnehmer. Diese Fehler werden bestraft", erklärte der 47-Jährige.

Doch egal wie ärgerlich die verloren Punkte auch waren, in der folgenden Trainingseinheit zogen die Bayern schon wieder voll mit, um im anstehenden Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon am Dienstag Wiedergutmachung leisten zu können. Kovac wollte daher auch keine „Generalschelte" betreiben, wie er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärte. Er werde vielmehr „intern klar und deutlich ansprechen", was gegen die Fortuna schiefgelaufen war. Arjen Robben blickte so auch schon wieder nach vorne: Große Mannschaften zeichne aus, dass sie „aufstehen und weitermachen", erklärte der Niederländer. Denn „am Dienstag zählt nur eines, da müssen wir gewinnen".


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