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Als Zweiter in die Winterpause

Bayern setzen „richtiges Zeichen zur richtigen Zeit“

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Ab in den Urlaub! Nach dem Spiel in der Frankfurter Commerzbank-Arena ging alles sehr schnell. Kaum eine Viertelstunde nach dem Schlusspfiff hatte sich ein Großteil der Profis des FC Bayern bereits in die wohlverdienten Weihnachtsferien verabschiedet. Und auch der verbliebene Teil des Rekordmeisters war in Eile, um rechtzeitig den Rückflug Richtung bayerische Landeshauptstadt zu erreichen. Zuvor jedoch hatten die Münchner im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt noch einmal als Kollektiv aufgetrumpft und sich mit einem klaren 3:0 (1:0)-Erfolg in die Winterpause verabschiedet.

„Das war ein wichtiges Ausrufezeichen, das wir heute gesetzt haben“, lobte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge das Team nach dem elften Saisonsieg. Nach Abschluss der Hinrunde geht der FC Bayern mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund in die Winterpause. „Wir sind jetzt dran, wir sind jetzt Tabellenzweiter, das war unser Ziel vor dem Spiel. Wir haben den Rückstand auf Dortmund nicht größer werden lassen. Im Gegenteil, wir haben sogar noch zwei Tore aufgeholt“, betonte Rummenigge. „Das hat die Mannschaft sehr gut gemacht.“

Mit dem letzten Aufgebot in Frankfurt

Auch Niko Kovac war mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Halbserie zufrieden. „Wir sind sehr gut gestartet, hatten dann eine kleine Talsohle, die wir durchschreiten mussten und hatten jetzt wieder richtig gute Spiele“, sagte der Bayern-Trainer nach der Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte. Der Sieg in Frankfurt war der fünfte in Serie, allein vier Mal blieb sein Team dabei ohne Gegentreffer. „Man sieht, dass die Mannschaft sich findet. Die letzten Spiele waren sehr gut, das ist das, was den FC Bayern ausmacht.“

Im letzten Spiel des Jahres musste Kovac beim DFB-Pokalsieger mit dem allerletzten Aufgebot antreten. Neben Serge Gnabry (Muskelfaserriss) und dem gesperrten Renato Sanches fielen kurzfristig noch Leon Goretzka und nach dem Aufwärmen auch Mats Hummels angeschlagen aus. Mit nur vier Feldspielern auf der Ersatzbank, davon zwei Talente aus der Regionalliga-Mannschaft, tat sich sein Team zunächst schwer gegen schwungvoll agierende Hessen, die in der Anfangsphase zwei, drei gefährliche Chancen hatten.

Bayern-Profi Thomas Müller zum Sechs-Punkte-Rückstand auf Borussia Dortmund
„Es macht Spaß, wieder in Schlagweite zu sein“

„Wir waren die ersten 20 Minuten nicht so im Spiel, wie ich mir das vorgestellt habe“, analysierte Kovac. „Danach hat es die Mannschaft viel besser gemacht, wir haben das aufgezogen, was wir wollten. Wir haben den Ball mit wenig Kontakten schnell laufen lassen, sodass der Gegner gar nicht ins Pressing kam“, erklärte Kovac. Routinier Franck Ribéry, bereits im letzten Spiel gegen RB Leipzig Siegtorschütze, brachte die Bayern folgerichtig noch vor der Halbzeitpause in Führung (35. Minute).

Im zweiten Durchgang kontrollierten die Bayern das Geschehen und ließen in der Defensive kaum Chancen der Gastgeber zu. Die Münchner spielten die Partie clever und routiniert über die Runden, erneut Ribéry (79.) und Rafinha (89.) sorgten in der Schlussphase dann für klare Verhältnisse. „Es war eine packende Partie für die Zuschauer. Frankfurt ist auch eine Mannschaft, die hohes Risiko geht“, meinte Thomas Müller und sprach vom „richtigen Zeichen zur richtigen Zeit“.

Zwei Tage vor Heilig Abend hat sich die Mannschaft mit den drei Punkten in Frankfurt selbst beschenkt und blickt nun zuversichtlich auf die Rückrunde. 13 Tage haben Müller & Co. nun Zeit zur Erholung, ehe es am 4. Januar ins Wintertrainingslager nach Doha geht. „Wir haben diese gute Serie in den letzten Spielen hingelegt, die wir haben wollten. Es macht Spaß, wieder in Schlagweite zu sein. Unsere Aufgabe ist es, uns gut vorzubereiten, unsere Hausaufgaben zu machen und den Druck permanent hoch zu halten.“ Dann eilte auch Müller zum Bus und wünschte allen noch „fröhliche Weihnachten“.

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