Doppeltorschütze bringt Bayern zum Schwärmen

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Eigentlich freuten sich beim FC Bayern nach dem 3:0-Sieg über Frankfurt alle auf die Weihnachtsferien, Franck Ribéry hätte aber vielleicht doch gerne noch etwas weiter gemacht. Der 35-Jährige kam in den letzten Wochen so richtig in Fahrt und erzielte vier Treffer in den letzten drei Bundesliga-Spielen -- zwei davon am Samstagabend gegen die Eintracht.

Damit war der Franzose der entscheidende Mann beim erfolgreichen Jahresabschluss des deutschen Rekordmeisters. „Franckie war Spieler des Spiels", lobte Hasan Salihamidzic, „heute war er einfach überragend, nicht nur wegen seiner zwei Tore. Alle wichtigen Aktionen sind über ihn gelaufen". Ein Blick in die Statistik belegt die Aussagen des Sportdirektors. Ribéry war viel unterwegs (10 km) und führte die meisten Zweikämpfe der Bayern. Dies hatte zur Folge, dass er einiges einstecken und mehrmals behandelt werden musste.

Rekord-Doppelpack

Davon ließ sich der Flügelflitzer aber nicht unterkriegen, über 42 Prozent der Münchner Angriffe liefen über seine linke Seite und er zog nach David Alaba (32) die zweitmeisten Sprints (31) aller Münchner an. So wie in der 79. Minute als Ribéry mit Tempo auf den Frankfurter Strafraum zulief und nach Doppelpass mit Joshua Kimmich alleine vor Keeper Kevin Trapp stand. Obwohl er den Ball nicht richtig traf, belohnte sich Ribéry mit dem 2:0.

Es war bereits sein zweiter Treffer an diesem Abend, schon in der 35. Minute brachte er den FCB nach Vorarbeit von Robert Lewandowski in Führung. Es war Ribérys zehnter Doppelpack in der Liga, wobei er mit 35 Jahren und 259 Tage zum ältesten Spieler der Bayern avancierte, der im Oberhaus mehrfach traf. Mit seinem starken Auftritt in Frankfurt brachte er seine Mitspieler sogar dazu, an seinem Alter zu zweifeln.

„Ich liebe den FC Bayern und Bayern liebt mich“

Franck Ribéry

„Chapeau Monsieur Ribéry. Er ist gestern 22 geworden, glaube ich", scherzte Thomas Müller und für Karl-Heinz Rummenigge spielt die Zahl 35 sowieso keine Rolle. „Es gibt keine alten Spieler - es gibt nur gute und weniger gute Spieler. Und wie man in dieser Woche gesehen hat, ist Franck immer noch ein sehr guter Spieler", so der Vorstandschef.

„Franck ist fantastisch", schwärmte auch Niko Kovac, „Das, was er im Training leistet, was er auf dem Platz leistet, das was er auch neben dem Platz für den Verein und für die Mannschaft leistet ist immens." Und genau das ist das Entscheidende, denn Ribéry haut alles rein. „Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich 100 Prozent für die Mannschaft und für den Klub. Ich bin fast zwölf Jahre hier. Ich liebe den FC Bayern und Bayern liebt mich", so der Matchwinner, der sich dann doch auf die freien Tage freute.

„Jetzt müssen wir den Urlaub genießen, den brauchen wir. Ich arbeite viel und ich hatte dieses Jahr keine Verletzung. Ich hoffe das ist auch nächstes Jahr nach dem Urlaub wieder so. Dann müssen wir Anfang 2019 so weitermachen." Ribéry hat noch großes vor und mit seiner aktuellen Form ist vieles möglich.