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Variabel und torgefährlich

„Eiskalter“ Goretzka überzeugt auch als Zehner

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Niko Kovac hatte sich etwas einfallen lassen für das erste Pflichtspiel nach der Winterpause. Nicht Thomas Müller, nicht James Rodriguez und auch nicht Thiago, sondern Leon Goretzka startete beim Rückrundenauftakt gegen Hoffenheim in seiner 4-2-3-1-Formation im zentralen offensiven Mittelfeld. „Alles richtig gemacht“, meinte Kovac nach dem 3:1-Sieg seines Teams, an dem Goretzka mit zwei Treffern maßgeblichen Anteil hatte.

„Manchmal trifft man als Trainer gar nicht so schlechte Entscheidungen“, sagte Kovac mit einem Augenzwinkern zu seiner Entscheidung, Goretzka auf die „Zehn“ zu stellen. „Wir wollten gegen Hoffenheim einen Spieler haben, der sowohl nach hinten als auch nach vorne seine Fähigkeiten ins Spiel bringen kann. Dass er sich heute mit zwei tollen Toren belohnt hat, ist umso schöner“, freute sich der Bayern-Trainer für seinen Mittelfeldspieler.

„Das erste Tor war etwas glücklich, das zweite Tor war ganz gut“, beschrieb der 23-Jährige nach dem Spiel seinen ersten Bundesliga-Doppelpack im 131. Spiel. Mit seinem dritten Saisontor brachte Goretzka die Münchner in der 34. Minute in Führung. Wenig später ließ er mit Tor Nummer vier den 2:0-Halbzeitstand folgen. Insgesamt brachte es Goretzka auf sechs Torschüsse, mehr als jeder andere Spieler auf dem Platz.

6 - 8 - 10: Goretzkas Stärke ist seine Variabilität 

„Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Sehr variabel, sehr flexibel mit Drang zum Tor“, lobte auch Kapitän Manuel Neuer seinen Kollegen. Vor dem Tor sei dieser „eiskalt“ gewesen. Wie wichtig Goretzka für den FCB inzwischen ist, zeigt auch die Statistik: Zum bereits dritten Mal erzielte der Nationalspieler den Treffer zum wichtigen 1:0. Und alle vier Saisontore erzielte der ehemalige Bochumer und Schalker auswärts.

Noch viel wichtiger ist jedoch Goretzkas Variabilität auf dem Platz. Ob als Sechser vor der Abwehrkette, als Verbindungsspieler auf der Acht oder als Zehner wie gegen Hoffenheim: Goretzka kann im Mittelfeld mehrere Positionen bekleiden und auf allen gleichermaßen überzeugen. „In der Hinrunde habe ich mehr Defensivaufgaben gehabt und eine Position weiter hinten gespielt. Heute habe ich auf der Zehn gespielt. Das ist eine Position, die mir Spaß macht und von der der Trainer weiß, dass ich das spielen kann.“

Am liebsten jedoch spielt Goretzka als Achter, wo seine Dynamik mit dem Ball am Fuß vielleicht am besten zur Geltung kommt. Gegen die neue Rolle hat er jedoch ebenso wenig einzuwenden („Tore schießen macht natürlich auch Spaß“) wie gegen die defensivere Variante: „Ich habe aber auch kein Problem damit, in den kommenden Wochen wieder 90 Minuten Löcher lang zu stopfen.“ Seine persönliche Zielsetzung für die Rückrunde lautete „etwas torfgefährlicher“ zu werden. Hoffenheim war schon mal ein guter Anfang.

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