präsentiert von
Suchen Fill-1
Menü
Ribéry blickt auf seine Bayern-Zeit zurück

„Was wir da geschafft haben, war Wahnsinn, super, ein Traum“

Increase font size Schriftgröße

Als Franck Ribéry 2007 zum FC Bayern München kam, wollte er nicht jeden Ratschlag der älteren Spieler wahrhaben. „Als ich jung war, wurde mir gesagt, die Zeit geht zu schnell vorbei. Ich solle sie genießen“, blickte der Franzose beim Pressetalk am Dienstagmittag an der Säbener Straße auf seine jungen Jahre zurück, „ich wollte es nicht glauben. Jetzt bin ich 36, was ist passiert? Die Zeit geht zu schnell.“ Viel zu schnell, denn seit wenigen Tagen ist bekannt, dass der Publikumsliebling den FC Bayern nach zwölf Jahren zum Saisonende verlassen wird.

„Es ist seitdem viel passiert in meinem Kopf. Es war nicht einfach. So ist der Fußball, so ist das Leben. Nach zwölf Jahren ist es keine leichte Situation. Es war eine tolle Zeit für mich und meine Familie. Das werde ich nie vergessen“, beschrieb der 36-Jährige seine Gefühlslage seit der Bekanntgabe. Es ist kein Geheimnis, dass Ribéry den FC Bayern liebt – und der FC Bayern liebt Ribéry.

„Der Klub wird nie vergessen, was ich für ihn gemacht habe. Aber ich werde auch nie vergessen, was der Klub für mich getan hat“, meinte der achtfache Deutsche Meister und geriet ins Schwärmen: „2013 war natürlich eines der schönsten Jahre. Was wir da geschafft haben, war Wahnsinn, super, ein Traum. Davon habe ich sehr viele Bilder.“ Auf die Frage nach seinem schöntes Tor im Bayern-Dress musste der Flügelflitzer nicht lange überlegen: „In Gladbach“, antwortete er wie aus der Pistole geschossen.


Doch auch die schweren Zeiten ließ Ribéry noch einmal Revue passieren und dachte dabei an das Jahr 2012 – und vor allem das verlorene Champions-League-Finale gegen Chelsea. „Man kann verlieren. Aber wir haben dominiert. Wir haben zuhause gespielt. Das hat richtig weh getan“, blickte er auf das Finale dahoam zurück. Die Revanche für diese Niederlage folgte dann mit dem grandiosen Jahr und dem Triple 2013.

Sechs Jahre später geht die Ära-Ribéry beim Rekordmeister nun zu Ende. Was danach passieren wird, konnte Europas Fußballer des Jahres 2013 noch nicht sagen. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nicht weiß, was ich nächste Saison machen werde. Es gibt einige Optionen, aber es ist noch zu früh“, erklärte der Filou und schob ein Versprechen hinterher: „Ich spiele vielleicht noch ein oder zwei Jahre, aber dann werde ich zu 100 Prozent wieder zurück nach München kommen. Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr gut.“

Double zum Abschied

Gedanken an einen emotionalen Abschied von den Fans am letzten Spieltag in der Allianz Arena wolle er zunächst noch ausblenden. Zu wichtig seien die bevorstehenden Wochen. „Wir haben noch zwei Ligaspiele und ein Pokalfinale. Deswegen müssen wir konzentriert bleiben“, blickte Ribéry dem Saisonfinale entgegen. Das große Ziel ist natürlich das Double, vor allem die Meisterschaft wäre eine besondere: Es wäre seine neunte. „Für mich wäre das sehr wichtig. Ich wäre der erste Spieler, der das schafft. Es waren hier viele große Spieler, das ist historisch und schön für mich“, bewertete Bayerns Nummer sieben diesen möglichen Rekord.

Es wäre das Sahnehäubchen auf die vergangen zwölf Jahre, die Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge als „die erfolgreichste Dekade des FC Bayern“ bezeichnete. Nun endet diese Zeit, die vielleicht viel zu schnell verging.

Fan-Artikel in Erinnerung an diese außergewöhnliche Zeit und diesen außergewöhnlichen Spieler gibt es im Online-Shop.

Weitere Inhalte