Heute vor 22 Jahren: Trapattonis legendäre Pressekonferenz

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„Ich habe fertig!" Mit diesen Worten beendete FCB-Trainer Giovanni Trapattoni seine Pressekonferenz am 10. März 1998 genau so abrupt, wie er sie startete. Sie dauerte eigentlich nur dreieinhalb Minuten, aber dieser Auftritt ist jedem Fußballfan ein Begriff. Nachdem die Bayern damals drei Spiele sieglos blieben und es Kritik an seinem Spielstil gab, platzte dem Italiener der Kragen und er redete sich vor der versammelten Journaille so in Rage, dass er ein Stück Bundesliga-Geschichte schrieb.

In drei Spielzeiten beim FCBayern gewann Giovanni Trapattoni je einmal die Deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal und den DFB-Ligapokal. Auf dem Bild feiert er gemeinsam mit seinem Kapitän <a href="lothar-matthaus">Lothar Matthäus</a>.

Noch heute, 22 Jahre später, ist die Wutrede des mittlerweile 80-Jährigen legendär und Sprüche wie „Ein Trainer ist nicht ein Idiot!", „schwach wie eine Flasche leer!" und vor allem „Was erlauben Strunz?" gehören ins Repertoire eines jeden Fußballers. Trapattoni selbst bereut seinen Wutausbruch übrigens nicht: „Ich bin eben ein spontaner Mensch", so der Taktikfuchs, der die Geschicke des FC Bayern 1994/95 und von 1996 bis 1998 leitete. „Zunächst war ich zurückhaltend, doch plötzlich ging mein Temperament mit mir durch", erinnerts sich Il Trap, der „mehr oder weniger geplant" hatte, was er sagen wollte, „aber nicht, dass ich es dann so sagen würde".

Trapattoni entschuldigt sich bei Strunz

Dennoch ist es ihm ein Anliegen, sich bei seinen damaligen Spielern -- allen voran Thomas Strunz - zu entschuldigen. „Sein Name war überall, die Öffentlichkeit und die Medien machten sich lustig über ihn. Das war nicht meine Absicht gewesen. Ich denke, Thomas und alle meine Spieler können heute über meinen Auftritt lachen. Ich hoffe, dass es ihnen gut geht und sie mir nicht böse sind."

Falls ihr die Rede nicht ganz verstanden habt, könnt Ihr sie hier noch einmal im ganzen Wortlaut nachlesen:


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