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„Spiel meines Lebens“

In Stürmermanier: Markus Babbel und das wichtige Tor im Pokalfinale 1998

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17 Jahre lang (1981-92, 1994-2000) trug Markus Babbel das Trikot des FC Bayern, erst in der Jugend, später bei den Profis. Dabei gewann der ehemalige Verteidiger unter anderem drei Meistertitel, 1996 den UEFA-Cup und zwei Mal den DFB-Pokal. An seinen ersten Pokaltitel am 16. Mai 1998 erinnert sich der heute 47-Jährige noch ganz genau.

Markus Babbel über das „Spiel meines Lebens“

Besonderer Moment: Am 16. Mai 1998 durfte Markus Babbel erstmals den DFB-Pokal in den Berliner Himmel recken. Zwei Jahre später konnte er es ein zweites Mal wiederholen.

„Mein erstes DFB-Pokalfinale 1998 gegen den MSV Duisburg war ein faszinierendes Erlebnis. Der Stellenwert des Pokals war damals noch nicht so hoch wie heute. Diesen Wettbewerb hat man so nebenbei gespielt – und wenn man ausgeschieden ist, war es nicht so schlimm.“

Beeindruckende Atmosphäre in Berlin

Beim Finale des FC Bayern gegen den MSV Duisburg bot das Berliner Olympiastadion einmal mehr eine beeindruckende Kulisse.

„Schon beim Abschlusstraining hatte ich so ein besonderes Kribbeln. Und beim Spiel selbst einen Tag später habe ich mir nur gedacht: Wie geil ist das denn hier?! Das Berliner Olympiastadion war rappelvoll, die Atmosphäre sensationell, halb Bayern, halb Duisburg. Ich hatte nicht erwartet, dass es so viel Spaß machen würde, dieses Finale zu spielen.“

Bayern mit anfänglichen Problemen

Schreckmoment: Duisburgs Stürmer Bachirou Salou ließ in der 20. Minute Lothar Matthäus hinter sich und erzielte das 1:0 für den MSV.

„Wobei: Auf dem Rasen hatten wir Riesenprobleme mit den Zebras, besonders in der ersten Halbzeit. Wir waren der klare Favorit, aber vor allem Duisburgs Angreifer Bachirou Salou bekamen wir nicht in den Griff. Er hat dann auch das 1:0 geschossen. Erst als Salou nach einer Grätsche von Michael Tarnat ausgewechselt werden musste, konnten wir das Spiel in die richtige Richtung lenken.“

Verteidiger Babbel glänzt als Torschütze

Nach einem Kopfball von Giovane Élber flog Markus Babbel der Ball vor die Füße. Der Verteidiger fackelte nicht lange und zimmerte die Kugel zum 1:1 ins Netz. Es war Babbels zweiter und zugleich letzter Treffer im DFB-Pokal.

„Ich denke, ich habe das Ganze damals mit angeschoben, auch durch mein Tor zum 1:1. Der Ball ist mir im Fünfmeterraum vor die Füße gefallen – ich stand zwar mit dem Rücken zum Tor, habe mich aber in Stürmermanier gedreht und das Ding reingeknallt.“

Der erste Pokalgewinn

Das Objekt der Begierde: Markus Babbel (mitte, hinter dem Pokal) bestaunt den glänzenden DFB-Pokal gemeinsam mit den Teamkollegen (v.l) Dietmar Hamann, Christian Nerlinger, Oliver Kahn und Sammy Kuffour.

„Mario Basler hat dann per Freistoß den 2:1-Siegtreffer gemacht. Am Ende hielt ich zum ersten Mal den DFB-Pokal in Händen. Das war auch eine persönliche Genugtuung, denn zu jener Zeit bin ich oft kritisiert worden – und da war es auch mal schön, gelobt zu werden.“

Das Pokalfinale war auch das letzte Spiel von Giovanni Trapattoni als Trainer des FC Bayern. Vor wenigen Tagen feierte der Mister seinen 81. Geburtstag: 

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