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Esports-Tutorial

Tipps von den Profis: So stellt ihr den FC Bayern virtuell am besten auf

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Wir alle wissen natürlich, dass die Wahrheit auf dem Platz liegt – doch oft können die richtige Taktik und die perfekte Aufstellung einen entscheidenden Vorteil liefern. In der Fußballsimulation eFootball PES 2020 von Konami ist das nicht anders, weshalb José Carlos Sánchez und Miguel Mestre vom FCB-Esports-Team euch ihre besten Tipps zusammengestellt haben. Mit diesen Einstellungen könnt ihr beim nächsten Duell an der Konsole, egal ob allein, gegen Freunde oder online besonders glänzen.

Ungewöhnliche Formation

Auch wenn Hansi Flick so wohl nicht aufstellen würde: an der Konsole kann es für José Sánchez und Co. Sinn machen, mit vier Innenverteidigern zu spielen.

„Es kommt auf die Art und Weise an, wie man spielt und was für einen Gegner man hat. Für mich persönlich ist das 4-3-3 mit drei oder vier Innenverteidiger (Vorstoppern) ideal“, erzählt Sánchez, der 2017 die 1-gegen-1-Europameisterschaft gewinnen konnte, und führt weiter aus: „Die etwas ungewöhnliche Aufstellung ist dadurch bedingt, dass die Außenverteidiger in PES oft sehr offensiv agieren und man so anfällig gegen Konter wird. Außerdem ist die Physis ein wichtiger Punkt im Spiel."

Angepasste Ausrichtung

Wichtige taktische Grundeinstellungen lassen sich unter dem Reiter Standardtaktiken vornehmen. Dort könnt ihr die grundlegende Ausrichtung auf beiden Seiten des Feldes bestimmen, die für Sánchez in diesem Jahr etwas anders als sonst ausfallen. „Es bietet sich an bei den Offensivanweisungen auf Konter zu setzen. Aufbau, Stellungsspiel sowie der Unterstützungsbereich sind eher individuelle Einstellungen. Ein hoher Unterstützungsbereich und ein flexibles Formationsspiel geben vorne zwar mehr Möglichkeiten, dafür ist man hinten manchmal nicht so solide und bietet dem Gegner freie Räume“, weiß der 27-jährige Spanier.

Flexible Defensive

Bei den Defensivanweisungen kommt es laut Mestre, der diesen Sonntag seinen 21. Geburtstag feiert, vor allem auf euren individuellen Geschmack an: „Ob Eng stehen oder Frühes Pressing, da müsst ihr entscheiden, was euch besser liegt. Beim Kontrollbereich solltet ihr auf euren Gegner achten. Kommt er oft über die Flügel, solltet ihr Weit auswählen. Greift er eher über das Zentrum an, stellt ihr Mitte ein. Beim Pressing ist es wieder Geschmackssache, aber achtet bei der aggressiven Variante auf die Ausdauer der Spieler. Eine tiefer stehende Abwehrreihe macht dann Sinn, wenn man gerne abwartend verteidigt. Die Kompaktheit entscheidet, ob die Spieler eher nah am Zentrum oder über die ganze Breite des Platzes verteilt stehen.“

Miguel Mestre setzt auf die Positionstreue-Einstellung, um Angriffe schneller einleiten zu können.

Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, erweiterte Anweisungen für die Offensive sowie die Defensive auszuwählen. Unsere beiden Gamer zeigen euch ihre favorisierten Einstellungen.

Mestres Tipps für den Angriff:

  • Positionstreue: „Am besten bei der hängenden Spitze oder dem Mittelstürmer. Das ist wichtig, damit dieser seine Position hält und somit beim Einleiten des Angriffs immer als Anspielstation verfügbar ist.“
  • Defensiv: „Für den defensiven- beziehungsweise zentralen Mittelfeldspieler oder für euren Außenverteidiger. Diese Einstellung hilft hinten solider zu stehen und die Team-Struktur beizubehalten."
  • Weit nach außen: „Vor allem bei einem 4-4-2 eignet sich diese Einstellung für den Ballbesitzfußball.“ 

Sánchez' Tipps für die Verteidigung

  • Zocken: „Die Einstellung wird auf den Stürmer angewendet. Sie ist wichtig, damit er auch noch zum Ende hin eine gute Ausdauer hat.“
  • Gegenpressing: „Wenn man noch ein Tor erzielen muss, eignet es sich, um in den letzten Minuten Druck auf den Gegner auszuüben. Vor allem wenn seine Spieler müde sind und er die Zeit runterspielen will.“
  • Schwarmbildung: „Eignet sich besonders für die Defensive in der Schlussphase, wenn der Gegner mit langen Bällen und Flanken versucht, nochmal nach vorne zu kommen.“

Je nach Spielsituation und Gegner, muss das Esports-Team natürlich auch mal Änderungen an der Strategie vornehmen. Auf folgende Optionen setzt Sánchez dabei besonders gerne:

  • 4-4-2 mit den weiten Flügelspielern sowie den Einstellungen Ballbesitz und Weit nach außen. Das hilft vor allem, wenn der Gegner aggresiv presst.
  • 4-4-2 mit Eng stehen, einer tiefen Abwehrreihe und kurzen Pässen über die Mitte. So könnt ihr mit gutem Passspiel nach vorne kommen, kombiniert mit einer sicheren Defensive.
  • 4-5-1 mit zwei defensiven Mittelfeldspielern hilft euch bei einem geduldigen Ballbesitzspiel.
     
Vergesst nicht die passenden Spieler für Standardsituationen auszuwählen. Wenn ihr wollt, dass beispielsweise Niklas Süle bei Eckbällen und Freistößen mit nach vorne rückt, könnt ihr dies ebenfalls einstellen.

Die richtigen Spieler auswählen

Die taktischen Einstellungen können noch so gut sein, aber in weiterer Folge muss man natürlich auch die passenden Spieler einsetzen. „In der Defensive sind vor allem gute Werte bei Verteidigung, Körperkontakt, Sprungkraft, Aggressivität und Balleroberung wichtig. Im Mittelfeld sind die Passeigenschaften und enge Ballführung wichtig. Im Angriff geht es um Geschwindigkeit, Abschlusswerte, Balance und Ausdauer." (Sánchez)

Javi Martínez kann mit seiner Kapitänsrang-Fähigkeit die Mitspieler auf dem Platz verbessern und so einen großen Vorteil mit sich bringen.

Nicht nur die normalen Attribute sind wichtig, sondern auch die individuellen Spielfähigkeiten, die aufgrund der jeweiligen Charakteristika der Spieler vergeben werden. „Diese können in bestimmten Situationen für eine erhebliche Verbesserung der Spieler sorgen", so Mestre. Beim FC Bayern hat er hierzu einige Favoriten: „Ich habe zum Beispiel gerne jemanden mit der Eigenschaft Pässe abfangen auf dem Feld. Bei Bayern ist das unter anderem Leon Goretzka. Wenn wir beispielsweise noch ein Tor benötigen, macht es Sinn Thomas Müller mit seiner Joker-Fähigkeit einzuwechseln.“ Die genauen Auswirkungen und Bedeutungen aller Eigenschaften werden in eFootball PES 2020 mit dem Hilfebutton erklärt.

Natürlich geht Probieren über Studieren, das weiß auch Sánchez: „Der Schlüssel liegt darin, all die Möglichkeiten, die das Spiel einem gibt, auszuprobieren und rauszufinden, welche Einstellungen euch am besten liegen." Die Tipps der beiden spanischen Esports-Profis dürften euch bestimmt weiterhelfen, euch im nächsten Konsolen-Duell zu behaupten.

Komplettiert wird das FCB-Esports-Trio von Alex Alguacil. Wie der Weltmeister zu eFootball PES kam und wie sein Weg zum Gaming-Profi verlief, könnt ihr hier nachlesen:

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