Kapitän Neuer legt mit weißer Weste den Grundstein zum Triple-Sieg

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Was war das für eine sensationelle Torhüterleistung?! Neben dem Henkelpott durfte sich Manuel Neuer im Anschluss an den Finalsieg in der Champions League gegen Paris Saint-Germain noch über den Ritterschlag von Oliver Kahn freuen: „Genau in diesen kleinen Momenten, wo Paris das Tor hätte machen können, war er da. Und genau das macht den großen Torwart aus -- den Torwart, den Bayern München braucht." Und der Titan ist einer, der es wissen muss.

Nichts als Anerkennung vom Gegner

Es war nicht irgendeine Offensive, gegen die Neuer den Kasten im CL-Finale sauber hielt. 34 Mal in Folge hatte Paris Saint-Germain in der Königsklasse getroffen -- zuletzt blieben sie 2016 torlos. Nun hat der deutsche Nationaltorhüter diese Serie mit mehreren Glanzparaden beendet. Drei Mal wurde es gegen die Franzosen besonders brenzlig, drei Mal war Neuer souverän zur Stelle. Das musste auch PSG-Trainer Thomas Tuchel anerkennen: „Er hat das Torwartspiel auf ein neues Niveau gehoben, das steht fest. Er spielt auf seinem allerhöchsten Level -- leider, für uns."

Immer hellwach

Nicht abschalten: Auch im Nachsetzen gab es kein Vorbeikommen.

Seinen ersten großen Auftritt gegen Paris hatte Neuer in der 18. Spielminute. Neymar kam im Strafraum frei zum Abschluss, aber der deutsche Nationalkeeper reagierte mit seinem Bein blitzschnell und parierte. Besonders beeindruckend war, wie fokussiert der 34-Jährige nachsetzte und auch den direkt anschließenden Passversuch des Brasilianers auf Ángel Di María abfing.

Fels in der Brandung

Philipp Lahms Nachfolger: Bei seinem zweiten Triplegewinn führte Neuer die Mannschaft als Kapitän an.

Auch Neymars Kollegen Di María (24.), Kylian Mbappé (45.) und Marquinhos (70.) verzweifelten an den sensationellen Reflexen von Neuer. Selbst bei Mbappés Abseitsposition (90.) war ein Eingreifen des Schiedsrichters nicht zwingend erforderlich, denn Neuer the Wall zeigte sich an diesem Abend einfach felsenfest. Einer der Triple-Helden von 2013 war also auch dieses Mal maßgeblich am Titelgewinn beteiligt. Für Thomas Müller sogar einer der Hauptgründe, wieso der FCB jetzt, sieben Jahre später, erneut das Triple bejubeln darf: „Die Mentalität ist brutal, die Qualität ist super -- und dann haben wir auch noch Manu im Tor."

Neuer hielt die Null fest, vorne sorgte Kingsley Coman für Siegtreffer - alle Hintergründe zum gestrigen Auftritt des französischen Flügelflitzers könnt Ihr hier nachlesen: