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„Ein Weltklasse-Torhüter“

Vielbeschäftigter Neuer hält Bayerns Gruppensieg fest

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Ob sich an der Größe der Tore in der Allianz Arena, die Manuel Neuer zuvor am Mittwochabend bewachte, etwas geändert hat, hat dann doch kein Angreifer des FC Salzburg nach Abpfiff überprüft. Wenngleich den Österreichern vielleicht auch jenes Phänomen aufgefallen sein dürfte, dass Neuers Trainer nach Spielende beschrieb, um der herausragenden Leistung des Bayern-Kapitäns gerecht zu werden: „Er strahlt hinten eine Ruhe aus“, erklärte Hansi Flick, „da wird das Tor für jeden gegnerischen Stürmer, der auf ihn zuläuft, immer kleiner und kleiner.“

Flick lobt seinen Ausnahetorwart

Nicht nur Flick, auch Neuers Mitspieler dankten ihm für seine sensationelle Leistung gegen Salzburg.

Zu dieser Einschätzung hatte der starke Auftritt des 34-Jährigen an diesem Abend beim 3:1-Erfolg sicher noch einmal mit beigetragen. Der Nationalkeeper hatte gegen Salzburg die ganze Palette seines Könnens aufgeboten, die ihn aktuell wieder zum heißesten Anwärter auf den Titel des Welttorhüters macht. Neuer war cool und abgeklärt im Herauslaufen, ließ beispielsweise Mergim Berisha (15. Minute) in der Anfangsphase im Eins-gegen-Eins verzweifeln und zeigte fast überirdische Reaktionsfähigkeit, als er den Schuss von Enock Mwepu (70.) gerade noch mit der Schulter parierte.

Jérôme Boateng hat keine Zweifel, wer der beste Torwart der Welt ist.

„Er macht es sensationell, hat wahnsinnige Reflexe – ich bin wirklich froh, dass er aktuell in dieser Form ist“, lobte Flick seinen Schlussmann, der sich gegen die Salzburger mehr als gewohnt auszeichnen musste. Nie zuvor zeigte Neuer in einem Pflichtspiel für den Rekordmeister so viele Paraden wie die zehn gegen den österreichischen Serienmeister. Mehr waren es in seiner Karriere nur ein einziges Mal, als er im März 2008 im Trikot des FC Schalke sogar elf Bälle beim Achtelfinal-Krimi beim FC Porto abwehrte. Diese Partie ging damals jedoch über 120 Minuten.

Neuer bleibt bescheiden

Interviews nach dem Spiel seinen Teamgeist unter Beweis." data-handle-uuid="">
Der FCB-Kapitän stellte in den Interviews nach dem Spiel seinen Teamgeist unter Beweis.

„Man tut ja, was man kann, und ich versuche immer die Bälle zu halten“, gab sich der Ausnahmetorhüter nach der Partie bescheiden. „Für mich ist das Wichtigste, ein Rückhalt für die Mannschaft zu sein“, so Neuer weiter, der sich ein bisschen ärgerte, dass er nach dem späten Gegentor durch Salzburgs Berisha (73.) doch noch hinter sich greifen musste: „Die Defensivabteilung will immer am liebsten zu Null spielen, aber das ist nicht immer möglich.“

Auch wenn es nicht zur Weißen Weste reichte, hatte Neuer im Verbund mit seinen Vorderleuten sehr großen Anteil daran, dass sich die Münchner schon vorzeitig Platz eins in ihrer Champions-League-Vorrundengruppe sichern konnten. Dafür hatte es laut Coach Flick an diesem Abend nur einer einfachen Formel bedurft: „Mit der Effizienz bin ich sehr zufrieden – und hinten haben wir natürlich einen Weltklasse-Torhüter stehen“, resümierte der 55-Jährige.

Manuel Neuer ist für die Wahl des Welttorhüters nominiert. Hier könnt ihr ihm mit eurer Stimme zur Auszeichnung verhelfen:

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