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Talententwicklung optimieren

So funktioniert das neue Skills.Lab am FC Bayern Campus

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Nach zehnmonatiger Bauzeit war es im Dezember 2020 so weit: Der FC Bayern München hat den Fußballsimulator am FC Bayern Campus eröffnet. Das so genannte Skills.Lab soll insbesondere die fußballspezifischen Leistungsparameter eines Spielers auf technisch-kognitiver Basis erfassen und bewerten. „Es zeigt sich schon in den ersten Monaten nach Inbetriebnahme, dass das Skills.Lab im Zusammenspiel mit unserem Innovationszentrum künftig einen wichtigen Beitrag im Talentmanagement leisten wird. Sowohl in der Individualisierung als auch im Bereich der Leistungskontrolle trägt das Skills.Lab zur systematischen Entwicklung unserer Spieler bei“, so Sportvorstand Hasan Salihamidžić.

Campus-Leiter Jochen Sauer weiter: „Das Skills.Lab ist mit seiner modernen Technologie eine super Ergänzung zum normalen Training. Wir können damit weitere wichtige Leistungsdaten unserer Spieler sammeln, auswerten und für die Leistungsentwicklung der Spieler nutzen. Es bildet somit einen wichtigen Aspekt der individuellen Trainingsarbeit eines jeden einzelnen Spielers.“

Über 100 verschiedene Trainingsformen

Seit Dezember vergangenen Jahres trainieren täglich Spieler von der U16 bis zu den FC Bayern Amateuren sowie die Profis der FC Bayern Frauen im sechseckigen Ministadion. Künftig sollen von der U12 bis zur Frauenmannschaft alle Campus-Teams im Skills.Lab aktiv sein.

Trotz Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie können die Akteure bereits jetzt individuelle Übungen absolvieren. Grundsätzlich sind Programme mit bis zu vier Spielern gleichzeitig auf dem 320 Quadratmeter großen Kunstrasen möglich. Diese müssen Spielsituationen und Aufgaben lösen, die durch fünf Hochleistungsbeamer auf Projektionsleinwände geworfen werden. Vier vollautomatisierte Ballmaschinen bilden das Herzstück der Anlage, die über 100 verschiedene Trainingsformen in fünf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bietet. In den ersten Wochen seit der Inbetriebnahme konnten bereits 20 weitere Übungen entwickelt werden – alle zu den Themen Passspiel, Ballkontrolle, Ballführung, Torschuss, Kopfball und Torwartspiel. Die Trainingsdauer variiert zwischen 20 und 60 Minuten.

Zusätzliche Trainingsgrundlagen

Das Skills.Lab wird auf vier unterschiedliche Arten genutzt. Alle haben das Ziel, einen Beitrag zur Talententwicklung zu leisten. Einerseits werden die eigenen Spieler unter standardisierten Bedingungen gemonitort. Andererseits können Probespieler gescreent und dadurch mit den eigenen Talenten verglichen werden. Im besonderen Fokus steht das individuelle Training der Spieler, um spezifisch an ihren Stärken und Schwächen zu arbeiten. Außerdem können die Campus-Bewohner das Skills.Lab in ihrer Freizeit nutzen. „Es bietet für unsere Jungs einen zusätzlichen Fun-Charakter nach dem Motto: Beweg dich lieber selbst, als Cristiano Ronaldo auf der Playstation zu bewegen“, so Sauer.

Das Alleinstellungsmerkmal dabei: Alle Akteure werden unter Laborbedingungen mit identischen Voraussetzungen getestet. Dies macht die anschließende Analyse einzigartig. Datenwissenschaftler des vor zwei Jahren durch Salihamidžić gegründeten Innovationszentrums werten die mit modernster Messtechnik erfassten Daten aus. Entwickelt wurde das Skills.Lab von der Anton Paar Sports Tec. GmbH aus Graz.

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