präsentiert von
Suchen Fill-1
Menü
Drei Fragen, sechs Antworten

Schwarz und Demichelis im Interview: „Stehen für den gleichen Fußball“

Increase font size Schriftgröße

398 Tage wird es am morgigen Samstag her sein, dass Danny Schwarz und Martín Demichelis bei einem Pflichtspiel des FC Bayern zum letzten Mal gemeinsam in verantwortlicher Position an der Seitenlinie standen. Am 8. März 2020 besiegte die U19 der Münchner den VfB Stuttgart im Top-Spiel der A-Junioren Bundesliga mit 3:1. Nun zeichnen die beiden Trainer für die Amateure des deutschen Rekordmeisters verantwortlich, die am Samstag beim FC Ingolstadt (14 Uhr) antreten. fcbayern.com hat mit den beiden Coaches vor dem Lokalduell über ihre Premiere, die erste Trainingswoche und eine „Mini-Saison“ gesprochen.

Das Interview mit Danny Schwarz und Martín Demichelis

Die erste Trainingswoche liegt schon fast hinter Ihnen. Welche Eindrücke konnten Sie bisher gewinnen?

Danny Schwarz: „Wir haben die kurze Zeit bisher genutzt, um uns einen Überblick zu verschaffen. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit Holger Seitz ist nach wie vor sehr eng. Wir haben in den vergangenen Wochen natürlich alle Amateure-Spiele gesehen. Wir kennen auch beinahe alle Spieler schon. Viel Neues kommt auf uns zu: neuer Staff und neue Drittliga-Richtlinien zum Beispiel. Im Vordergrund steht, die Mannschaft noch näher kennenzulernen, für ein gutes Gefühl zu sorgen und sie bestmöglich auf Ingolstadt vorzubereiten.“

Martín Demichelis: „Wir kennen viele Amateure-Spieler schon. Jetzt brauchen wir Zeit, damit wir uns alle aneinander gewöhnen können. Wir wollen an unseren Stärken und Schwächen arbeiten und freuen uns sehr auf die neue Aufgabe. Wenn neue Trainer kommen, ist immer eine neue Energie und Spannung in der Mannschaft, das ist ganz normal. Die Spieler zeigen viel in den Einheiten und die Körpersprache ist gut. Die ganze Gruppe muss jetzt zusammenhalten, wir brauchen jeden.“

Wie stellt man eine Mannschaft auf die besondere Situation im Abstiegskampf ein?

Schwarz: „Das Wichtige ist, die Balance zwischen Lockerheit und dem Ernst der Lage zu finden. Vielleicht dachten manche zuletzt auch: Wir haben die Qualität und irgendwie schaffen wir das schon. Es gilt, die Sinne zu schärfen. Wir sind dazu da, einen neuen Impuls zu geben mit einer anderen Ansprache. Mit einem Trainerwechsel gehen immer auch andere Personalentscheidungen einher. Die Jungs müssen ihre Qualität wieder auf den Platz bringen.“

Demichelis: „Jeder Spieler weiß, die aktuelle Lage einzuschätzen. Wir sehen die letzten acht Spiele als eine Art Mini-Saison. Wir sollten nicht auf die Tabelle schauen, sondern jeden Tag als den wichtigsten ansehen. Jeder Spieler muss auf seiner Position jeden Tag zu 100 Prozent Gas geben.“

Sie haben beide bereits in der Saison 2019/20 als Trainer der U19 erfolgreich zusammengearbeitet. Wie lief der Start mit dem neuen, alten Trainerteam?

Schwarz: „Beinahe alle aus dem Staff kenne ich schon länger. Torwarttrainer Walter Junghans etwa seit zehn Jahren, die Physiotherapeuten wechseln sowieso im Alltag immer mal zwischen den einzelnen Mannschaften. Wir sind alle ein Team am FC Bayern Campus, das ist ein Vorteil für uns. Nur die Abläufe sind etwas anders, auch mit den verschärften Corona-Richtlinien.“

Demichelis: „Ich war mit Danny auch zu seiner Zeit als U17-Trainer immer im Austausch. Wir stehen immer noch für den gleichen Fußball wie in der vergangenen Saison, als wir zusammen die U19 trainiert haben. Das hat zusammen mit Stefan Buck super gepasst.“

Weitere Inhalte