Leon Goretzka: Vom Bochumer Jungspund zum Münchner Titelhamster

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Am Samstag steht für Leon Goretzka ein ganz besonderes Spiel an, denn es geht gegen den Verein, bei dem er das Kicken lernte. Kurz vor dem Duell mit dem VfL Bochum verlängerte der Mittelfeldspieler auch noch seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2026. fcbayern.com blickt daher auf seine bisherige Karriere zurück.

Karrierestart beim VfL Bochum

In seinem ersten Pflichtspiel bei den Profis erzielte Leon Goretzka per Kopf sein erstes Tor.

Am 2. Februar 1995 wurde Goretzka in Bochum geboren. Nach kurzen Anfängen beim WSV Bochum schloss er sich bereits mit sechs Jahren dem VfL an. Dort durchlief er alle Jugendmannschaften und feierte am 4. August 2012 sein Profi-Debüt beim 2:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden am 1. Spieltag der 2. Bundesliga. Und dabei gelang ihm prompt sein erster Treffer. Goretzka traf zum 1:1-Ausgleich. Insgesamt lief der Mittelfeldspieler 36 Mal für die Bochumer Profis auf und erzielte vier Treffer.

Durchbruch auf Schalke

Auf Schalke war Goretzka der Antreiber im Mittelfeld und festigte seinen Ruf als Box-to-Box-Spieler.

Goretzka weckte schnell das Interesse vieler Bundesliga-Klub und zur Saison 2013/14 schloss er sich nach zwölf Jahren Bochum dem FC Schalke 04 an. Ein Grund für die Entscheidung pro Schalke war auch, dass er so nicht weit weg von der Heimat war und sein Abitur ablegen konnte. Bei den *Knappen*gelang ihm schnell der Durchbruch. In seiner Premieren-Saison stand er 25 Mal auf dem Platz, erzielte vier Tore und hatte großen Anteil daran, dass sich S04 für die Champions League qualifizierte. In den Folgejahren entwickelte er sich trotz großer Vereltzungssorgen zum Stammspieler. Insgesamt kam er auf 147 Einsätze in Königsblau (19 Tore).

Aufstieg zum Nationalspieler und erste Titel

Der erste Titel: Schon beim FIFA Confederations Cup 2017 harmonierten Kimmich und Goretzka blendend.

Seine Fähigkeiten blieben natürlich auch Bundestrainer Joachim Löw nicht verborgen, der Goretzka in den vorläufigen Kader für die WM in Brasilien berief. Im Mai 2014 feierte er dann gegen Polen (0:0) sein Länderspieldebüt, kam verletzungsbedingt für das anstehende Turnier aber nicht in Frage. Aufgrund zahlreicher weiterer Verletzungen rückte Goretzka wieder zurück in die U21 und führte dort zwei Jahre später die deutsche Olympia-Auswahl als Kapitän in Rio zu Silber. Den ersten Titelgewinn feierte er dann beim FIFA Confederations Cup, als er mit drei Treffern zweitbester Torschütze des Turniers wurde. Seitdem gehört er zum festen Bestandteil der Nationalmannschaft (38 Länderspiele, 14 Tore; Stand September 2021).

Wechsel zum FC Bayern

Seit 2018 begeistert Goretzka die Bayern-Fans. Bereits in seinem dritten Pflichtspiel in rot erzielte er sein erstes Tor.

Goretzkas Torgefahr, Zweikampfstärke und Leader-Fähigkeiten ließen natürlich international aufhorchen und dem FC Bayern gelang ein wahrer Coup. Nach Ablauf seines Vertrags auf Schalke sicherten sich die Münchner 2018 die Dienste des Mittelfeldspielers ablösefrei. Die Bayern hatten somit einen der vielversprechendsten deutschen Nationalspieler im Kader, der diesen Ruf sofort unter Beweis stellte. 42 Pflichtspiele absolvierte er in seiner ersten Saison, schoss neun Tore und feierte das Double aus Pokal und Meisterschaft.

Stammspieler und Transformation

Leon Goretzka kurz vor (links) und kurz nach (rechts) der Corona-Pause. Der Muskelaufbau ist deutlich zu erkennen.

Mit seinen ersten beiden Titeln auf Klub-Ebene war der Hunger angeregt und Goretzka entwickelte sich mehr und mehr zum entscheidenden Spieler in der Münchner Zentrale. Gemeinsam mit Joshua Kimmich oder zu Beginn auch Thiago gab er im Mittelfeld den Takt vor. Während im Frühjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie alles still stand, nutze Goretzka die Zeit zum Training. Als es dann wieder weiter ging, staunten die Bayern nicht schlecht: Der Mittelfeldspieler bestach von nun an mit einem muskulösen Körper. Und dies sollte sich schnell bezahlt machen.

Münchner Titeljäger

Im August 2020 konnte Leon Goretzka den wohl begehrtesten Titel im Klubfußball gewinnen.

Denn 2020 wurde zu seinem erfolgreichsten Jahr bislang. Nach dem Gewinn der Meisterschaft und des DFB-Pokals wurde in Lissabon Paris Saint-Germain im Champions League-Finale bezwungen (1:0). Goretzka durfte den begehrten Henkelpott in die Höhe stemmen, das Triple war perfekt. Mit den Triumphen im deutschen sowie europäischen Supercup und der FIFA Klub-WM war das Sextupel vollbracht. Goretzka & Co. gewannen innerhalb eines Kalenderjahres jeden möglichen Titel. Mit der Vertragsverlängerung beweist der 26-Jähirge, dass er davon noch nicht genbug hat. Seine Erfolgsgeschichte im Bayern-Trikot soll fortgesetzt werden.

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