Hainer2704

So lief der Mitglieder-Workshop am Campus mit Herbert Hainer

Text vorlesen
icon
Schrift vergrößern
icon

Der FC Bayern - das sind auch mehr als 290.000 Mitglieder, mit mindestens ebenso vielen Meinungen, was für den Club das Beste ist. Trotzdem ist der FCB immer darum bemüht, mit einer Stimme zu sprechen. Nur wie? Diese Frage stellten sich gut 30 FC Bayern-Mitglieder am vergangenen Samstagvormittag am FC Bayern Campus im Münchner Norden. Die Teilnehmenden des erstmalig angesetzten Workshops hatten die Aufgabe, darüber zu debattieren, welche Herausforderungen sich dem FCB aktuell in Bezug auf die Beziehung zu den Fans und Mitgliedern stellen - und mit welchen Angeboten oder Formaten ihren Bedürfnissen entsprochen werden kann.

Workshop2704

Die Teilnehmenden wurden teils von Vereinsseite angesprochen, etwa aus dem Arbeitskreis Fandialog und der aktiven Fan-Szene, und teilweise per Losverfahren aus den zuvor verschickten Einladungen ausgewählt - mehr als 500 Anmeldungen für den Workshop waren eingegangen. „Es geht um neue Formen des Dialogs zwischen Verein und Mitgliedern und um die Frage, wie man den vielen diversen Stimmen eine Plattform geben kann", so Benny Folkmann, Geschäftsführer des FCB eV, der das Event zusammen mit seinem Team organisierte.

Workshop2

Schnell entstand an vier Diskussionstischen eine angeregte Debatte rund um das Leben im Verein und den Mitgliederservice um Themen wie Nachhaltigkeit und Diversität, aber auch um die Frage, wie man Meinungsverschiedenheiten auf der Jahreshauptversammlung künftig besser klären kann. Niemand war um ein Wort verlegen. Und das ist gut so. Denn wozu braucht man einen Workshop, wenn man nicht die ganz großen Themen angeht? Neben Themen wie etwa dem Wunsch nach einer größeren Präsenz des Vereins im Münchner Stadtleben oder der Nähe der Profis zu den Fans gab es auch speziellere Wünsche: Etwa dem Sponsoring von Sportgaststätten, um eine flächendeckende Übertragung der Bayern-Spiele zu gewährleisten oder - ein Vorschlag von Heiner Jüngling, seit Kurzem Vereinsmitglied Nummer Eins - wie in früheren Jahren wieder offizielle Faschingsfeiern.

Nach zweieinhalb Stunden hochkonzentrierter Arbeit präsentierten die Teilnehmenden die gesammelten Ergebnisse dem FCB-Präsidenten Herbert Hainer. Der zeigte sich hochinteressiert. Auch nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung nahm sich Hainer die Zeit, um im Zwiegespräch mit den Fans dringende Fragen zu besprechen. „Ich bedanke mich für die Denkanstöße", sagt Hainer, „und verspreche Ihnen allen, dass wir die von den Fans erarbeiteten Positionen sehr ernst nehmen."

Fotocredit: Priscillia Grubo


Diesen Artikel teilen

Weitere news