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Arbeitskreis Fandialog des FC Bayern mit Doppelspitze und neuen Mitgliedern

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Als es zum Gruppenfoto auf dem Rasen der Allianz Arena kam, landeten die Jacken auf einem Stapel – die Shirts der unterschiedlichen Fanclubs sollten schließlich zu sehen sein, und da machte auch der Nieselregen nichts aus. Die 30 Teilnehmenden des Arbeitskreis Fandialog (AKFD) gaben ein gutes Mannschaftsbild ab; vornehmlich in roten und weißen Shirts – vereint in den Farben des FC Bayern und dennoch vielfältig. Sie konnten sich sehen lassen, als sie vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart ihre neue Geschäftsordnung verabschiedeten.

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Jan-Christian Dreesen mit Teilnehmern des Fandialogs in der der Allianz Arena.

Am Ende des zweistündigen Treffens zog Jan-Christian Dreesen Fazit. „Wir sind sehr froh über diese Geschäftsordnung unseres Arbeitskreis Fandialog. Die Mitglieder haben in diesen Prozess viel Zeit, Engagement und Leidenschaft gesteckt, das ist wirklich außergewöhnlich, sicher keine Selbstverständlichkeit und zeigt einmal mehr, mit wie viel Herzblut sich unsere Fans für den FC Bayern einsetzen. Mit dieser Geschäftsordnung erfüllt unser Verein schon jetzt proaktiv die Lizenzierungs-Ordnung der DFL zum Thema Club-Fan-Dialog. Der FC Bayern ist damit ein Vorreiter." Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende dankte allen, die an dem Prozess beteiligt waren, der vor fünf Jahren angestoßen worden ist: „Sie alle füllen diese Reform mit Leben, und nur so kann es funktionieren." Dreesen begrüßte zudem die Wahl von Melanie Humann als Doppelspitze neben dem bisherigen AKFD-Vorsitzenden Hansi Gehrlein („13 Höslwanger e.V.") und hieß zwei neue Mitglieder willkommen: Alexander Grundler vom „Rollwagerl 93 eV" wird künftig das Thema Inklusion, Alessandro Morbio vom Fanclub „Queerpass Bayern" das Thema Diversität noch stärker einbringen. „Sie sind eine absolute Bereicherung und bilden das große Spektrum der Fans des FC Bayern ab", sagte Dreesen.

Melanie Humann erinnerte in ihrer Einstandsrede an „viele abendliche und nächtliche Telefonate", ehe die Geschäftsordnung Konturen annahm. Sie freue sich sehr, sagte die Vorsitzende der Fanclub-Vereinigung „Bayern Mitte 2013", künftig die Interessen des Arbeitskreis Fandialog gemeinsam mit Hansi Gehrlein vertreten zu können: „Unsere neue Geschäftsordnung ist ein sehr wichtiger Schritt, den wir jetzt unbedingt weiter mit Leben füllen müssen. Das bedeutet nochmal Arbeit und sicher auch mal Diskussionen, aber das ist auch gut so, denn das bedeutet Weiterentwicklung. Besonders freue ich mich auch über unsere beiden neuen Mitglieder, die unseren Arbeitskreis mit ihren Perspektiven bei den Themen Inklusion und Diversität bereichern." Hansi Gehrlein appellierte an die Eigeninitiative der Anwesenden, wenn es darum geht, etwas zu bewegen. Zudem sei es die Aufgabe, „alle Fans mitzunehmen. In unserem Kreis sind Familien und Senioren, die Ultras und Vertreter aus der Südkurve, regionale Ansprechpartner aus ganz Deutschland und darüber hinaus, und nun haben wir auch noch zwei neue Vertreter - das ist alles, was zu einem Verein und einem Vereinsleben gehört. Der FC Bayern vereint uns alle, und gemeinsam können wir einiges bewegen."

Raimond Aumann, Fanclubs FC Bayern
Raimond Aumann, Direktor der Fan- und Fanclubbetreuung, nahm auch an dem Fandialog teil.

Der Club-Fan-Dialog wird künftig pro Spielzeit mindestens drei Mal tagen, um zu einer positiven Fankultur, zur Stärkung der Identifikation der Fans mit dem Club sowie der Teilhabe bei wichtigen Themen beizutragen. Der FC Bayern nimmt die Gesprächsergebnisse aus dem Dialog auf, berücksichtigt sie im Entscheidungsfindungsprozess und gibt im Rahmen des Club-Fan-Dialogs Rückmeldung, auf welche Weise die Ergebnisse in die Arbeit des Vereins eingeflossen sind. Ein guter Fandialog könne nur stattfinden, wenn er gut organisiert ist, sagte Raimond Aumann, Direktor der Fan- und Fanclubbetreuung. Mit der neuen Geschäftsordnung setze man einen weiteren Meilenstein. „Euer Engagement ist nicht selbstverständlich", lobte der frühere Torwart des FC Bayern, „diese Reform habt ihr selbst erarbeitet, sie stammt aus euren Reihen, und wir möchten uns bei euch bedanken." Zum Schluss des Treffens setzte es noch einmal Applaus, dann gab Sabrina Salzweger vom Club Nummer 12 anlässlich ihrer Hochzeit im Juli Muffins für die Runde aus - und auch das war am Ende ein stimmiges Gruppenbild: Eine bunte FC Bayern-Familie.

Die legendäre Südkurve des FC Bayern feierte in diesem Jahr Jubiläum:


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