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FC Bayern-Fan Glenn sitzt in der Kabine der Allianz Arena vor einem Trikot von Thomas Müller
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Bayern-Fan Glenn erklärt: Das müsst Ihr über Euren Trip nach Eindhoven wissen

Als das Telefon klingelt, ist Glenn van den Brink bei der Arbeit. Im Hintergrund hallt es, irgendwo piept ein Gabelstapler, Metall rollt über Beton. Glenn arbeitet in einem großen Lager, spricht ruhig, freundlich, konzentriert - seine Gedanken sind sofort beim Fußball und beim bevorstehenden Gastspiel seines FC Bayern bei der PSV Eindhoven (Mittwoch, 21 Uhr). „Bayern passt immer“, sagt er lachend. Die Stimme ist voller Energie. Glenn ist keiner, der sich erst in Stimmung reden muss.

Für Glenn fühlt sich ein Bayern-Spiel in den Niederlanden nie wie ein klassisches Auswärtsspiel an. „Wenn Bayern hier spielt, ist das für mich wie ein Heimspiel im Ausland“, sagt er. „Schon morgens weiß ich: Das wird ein guter Tag.“ Glenn ist 32 Jahre alt, lebt in Vianen und gehört zum Fanclub FC Bayern Holland, der 2012 gegründet wurde und heute über 650 Mitglieder zählt. Eine große rot-weiße Gemeinschaft in einem Land, das eigentlich in Orange denkt.

„Wir haben damals gemerkt, dass es in den Niederlanden keinen Bayern-Fanclub gab“, erzählt Glenn. „Also haben wir ihn einfach gegründet. Wir wollten uns gegenseitig helfen, Tickets organisieren, gemeinsam Spiele schauen, und daraus sind echte Freundschaften entstanden.“

Eine Kindheitserinnerung, die alles auslöste

FC Bayern-Fan Glenn steht im Spielertunnel der Allianz Arena.
Der FC Bayern begleitet Glenn seit seinem sechsten Lebensjahr. | © FC Bayern

Glenns Bayern-Geschichte beginnt früh. „Ich war sechs Jahre alt, und wir sind auf den Weg in den Urlaub immer an der Allianz Arena vorbeigefahren. Ich habe jedes Mal gesagt: Da will ich wieder hin.“

Aus diesem Wunsch wurde Neugier, aus Neugier Leidenschaft. Glenn begann, Spiele zu schauen, Spieler auswendig zu lernen und verlor sein Herz endgültig an den FC Bayern. „Bayern ist ein Teil meines Lebens“, sagt er ruhig. „Ein Club, der für immer in meinem Herzen bleibt.“ Es klingt nicht pathetisch. Es klingt ehrlich.

FC Bayern Holland: organisiert, vernetzt, familiär

Der Fanclub organisiert sich vor allem über eine große Facebook-Gruppe, die zum digitalen Treffpunkt geworden ist. Tickets, Auswärtsfahrten, Treffen - alles läuft hier zusammen. Glenn beschreibt es als gelebte Gemeinschaft. „Fans helfen Fans. So einfach ist das.“ Dazu kommen Kontakte über die Landesgrenzen hinweg, etwa zu deutschen Fanclubs wie Red Dynasty. Der Austausch sei wichtig, sagt Glenn, gerade für Auswärtsreisen. „Man merkt schnell: Egal wo du herkommst, die Bayern-Fans ticken ähnlich.“

Rituale, Identifikation und ein Trikot mit Geschichte

Ein Bayern-Spieltag ist für Glenn fest verankert. „Ich schaue jedes Spiel. Ohne Bayern ist mein Wochenende nicht vollständig.“ Zu Hause gehört ein festes Ritual dazu: Ein kleines Modell der Allianz Arena, das pünktlich zum Anpfiff rot leuchtet. Schal und Trikot liegen bereit - meist mit dem Namen Thomas Müller auf dem Rücken. „Er ist mein Spieler“, sagt Glenn. „Ich habe sogar sein erstes Trikot aus der Debütsaison. Er hat es mir letztes Jahr signiert.“ Seine Heldenliste reicht von Legenden wie Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm über Arjen Robben und Franck Ribéry bis in die Gegenwart. Und genau dort wird Glenn besonders deutlich.

Warum Pavlović für ihn sinnbildlich ist

Die Entwicklung von Eigengewächs Aleksandar Pavlović beeindruckt Glenn.

Als das Gespräch auf Aleksandar Pavlović kommt, verändert sich Glenns Ton. Er wird noch konzentrierter. „Seine Entwicklung steht für sich“, sagt er. „Genau sowas will ich sehen.“ Für Glenn ist Pavlović kein Zufallsprodukt, sondern ein Beispiel. „Ein Spieler aus der Jugend, der sich alles erarbeitet, der jeden Schritt annimmt und besser wird. Er gibt nie auf.“

Glenn mag diese Art von Fußballern. Vielleicht auch, weil sie etwas widerspiegeln, das ihm selbst wichtig ist: dranbleiben, arbeiten, sich entwickeln. Ähnlich spricht er über Dayot Upamecano, der unter Vincent Kompany aus seiner Sicht einen großen Schritt gemacht hat. „Er ist viel stabiler geworden. Ich hoffe sehr, dass er verlängert.“

Eindhoven perfekt für ein Auswärtsspiel

Wenn Bayern in Eindhoven spielt, wird Glenn fast automatisch zum Gastgeber. Die Stadt kennt er bestens. Eindhoven beschreibt er als jung, modern und offen - geprägt von Technologie, Design und der Geschichte einer großen Industrie-Marke. Für mitreisende Bayern-Fans empfiehlt er, den Spieltag nicht nur auf das Stadion zu reduzieren. Ein entspanntes Essen im Rodeo Steakhouse, ein Bier im ’t Lempke, vielleicht noch weiterziehen Richtung Stratumseind, der längsten Kneipenstraße der Niederlande mit über 50 Bars. „Eindhoven ist freundlich und sicher“, sagt Glenn. „Man kommt schnell ins Gespräch, besonders, wenn man Rot trägt.“

Eine virtuelle Karte von Eindhoven zeigt die Anlaufstellen der Fantipps
© FC Bayern

Kurze Wege, entspannte Anreise

Auch organisatorisch ist Eindhoven aus Fan-Sicht ideal. Vom Hauptbahnhof oder vom Bahnhof Strijp-S sind es nur etwa 15 Minuten zu Fuß zum Philips Stadion. „Das ist wirklich einfach“, sagt Glenn. „Man läuft einfach mit den Leuten mit.“ Parkplätze gebe es zwar, aber der Zug sei die entspanntere Lösung.

So sehr Glenn Eindhoven schätzt, sein emotionalster Bayern-Moment liegt woanders. London, 2013, Wembley. „Als Robben getroffen hat, hatte ich Tränen in den Augen“, sagt er. „Das war der Moment, der uns Bayern-Fans für immer verbindet.“ Man merkt, dass dieser Augenblick für ihn mehr ist als eine Erinnerung. Er ist ein Fixpunkt.

Glenns Botschaft an alle Bayern-Fans

Zum Schluss wird Glenn noch einmal ganz klar. „Nehmt euch Zeit für die Stadt, genießt den Tag, trinkt ein Bavaria und seid laut, aber fair.“

Dann lacht er wieder. „Und bringt die drei Punkte nach Hause.“ Für ihn steht fest: Bayern ist überall zu Hause. Auch in Holland.

Weitere Informationen zu Eurer Auswärtsfahrt findet Ihr hier:

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