
Trotz eisiger Temperaturen liefen die Bayern beim Pflichtspielauftakt gegen den VfL Wolfsburg so richtig heiß! Nach dem 2:1 zur Pause kannten die Münchner nach dem Seitenwechsel kein Halten mehr und schraubten das Ergebnis noch auf 8:1 in die Höhe. „Wir haben uns vorgenommen, uns hier zu Hause an so einem kalten Januartag wieder ein bisschen in die Herzen reinzuspielen“, erklärte Kapitän Manuel Neuer. Chefcoach Vincent Kompany fand seinen Gefallen an der Leistung seines Teams: „Es sind diese Momente, in denen es 5:1, 6:1 oder 7:1 steht und wir trotzdem weitermachen, weiter pressen und versuchen, noch mehr Tore zu schießen. Das mag ich sehr.“ fcbayern.com hat weitere Stimmen zum Spiel für Euch gesammelt.
Die Stimmen zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg
Vincent Kompany (Trainer, FC Bayern): „Es ist nicht normal, es ist nicht selbstverständlich. Ich sage das schon oft in dieser Saison, aber es ist die Wahrheit – das darf man nicht vergessen. Die erste Halbzeit war wirklich nicht einfach. Und was ich über Wolfsburg gesagt habe, ist, dass sie offensiv stark sind und nicht viele Chancen brauchen. Genau das haben wir in der ersten Halbzeit gesehen. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass wir nah dran waren und vielleicht noch mehr Chancen kommen, wenn sie ein bisschen müde werden. Und genau das ist in der zweiten Halbzeit passiert. Das haben wir dann auch gut genutzt. Es sind diese Momente, in denen es 5:1, 6:1 oder 7:1 steht und wir trotzdem weitermachen, weiter pressen und versuchen, noch mehr Tore zu schießen. Das mag ich sehr. Und dann ist da auch diese Mischung: dass junge Spieler reinkommen, sich zeigen können, wir aber trotzdem dieses Gesicht des FC Bayern nicht verlieren.“

Manuel Neuer: „Das schmeckt gut, muss ich sagen. Das haben wir uns auch vorgenommen, uns hier zu Hause an so einem kalten Januartag wieder ein bisschen in die Herzen reinzuspielen. Das hat gut geklappt, und wir sind alle sehr zufrieden. Jeder Spieler unserer Mannschaft ist einfach wichtig, und das sieht man auch. Jeder, der reinkommt, will nochmal zünden, will der Mannschaft noch einmal etwas geben und dem Spiel auch. Da spielen wir wirklich immer auf Torerfolg. Das sieht man ja auch am Ergebnis, dass wir nicht aufhören, Fußball zu spielen oder irgendwie verwalten, sondern wir gehen aufs nächste Tor. Wir versuchen, unser bestes Spiel zu zeigen – und das merkt man eigentlich von der ersten Minute bis zur letzten.“

Tom Bischof: „Es ist ganz und gar nicht leicht, gegen Wolfsburg zu gewinnen oder generell so einen hohen Sieg zu erzielen. Ich glaube einfach, dass wir extrem geil auf den Sieg waren, mehr Bock hatten, das Spiel in unsere Richtung zu drehen – und das ist uns sehr gut gelungen. Ich glaube, das war der ausschlaggebende Punkt. Erst war es natürlich schwerer. Wir wollten sie dann direkt in der zweiten Halbzeit sozusagen killen und in den ersten zehn Minuten ein, zwei Tore nachlegen, damit das Spiel für uns einfacher wird. Das haben wir, glaube ich, gut hinbekommen. Und natürlich freut es uns alle, dass wir so einen Sieg jetzt in der Tasche haben.“
Das sagt der Gegner VfL Wolfsburg
Primin Schwegler (Sportdirektor, VfL Wolfsburg): „Die erste Halbzeit war okay. Darauf kann man aufbauen. Aber nicht das, was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben. Wenn man da mit 0:6 rausgeht, dann war nicht viel gut – und das war dann auch so. Es waren viel zu einfache Gegentore, ein kompletter Ausfall. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht.“
Daniel Bauer (Trainer, VfL Wolfsburg): „Unterm Strich steht eine sehr, sehr enttäuschende, eine sehr, sehr herbe Niederlage. Und für die zweite Halbzeit müssen wir uns, glaube ich, bei unseren Fans entschuldigen, die viel Aufwand betrieben haben, um uns bei dem Wetter zu unterstützen. Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir viel von dem gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben viel von dem gezeigt, wie unsere Spielidee insgesamt aussehen soll. Wir waren mutig und haben den Matchplan eigentlich fast zu 100 Prozent umgesetzt. Wir müssen in der ersten Halbzeit die Chancen, die wir haben – mit freien Abschlüssen rund um die Box – einfach besser zu Ende spielen. Gegen eine Mannschaft wie Bayern hast du nur wenige Chancen, die musst du dann einfach besser nutzen. In der zweiten Halbzeit waren die Gegentore teilweise viel zu einfach."
Kilian Fischer (VfL Wolfsburg): „Man muss sagen, die erste Halbzeit war in Ordnung von uns, finde ich. Wir hatten auch ein paar Chancen, um irgendwie auch in Führung zu gehen. Dann hatten wir uns eigentlich für die zweite Halbzeit genau das Gleiche vorgenommen: den Druck hochzuhalten, auf Ballgewinne zu warten. Und dann kommen wir einfach viel zu schlecht aus der Halbzeit, kassieren schnell zwei Tore – und dann darf man einfach nicht so einbrechen, wie wir das dann danach gemacht haben. Und das 8:1 ist schon wirklich peinlich.“
Die wichtigsten Szenen im Spielbericht:

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