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Aleksandar Pavlovic und Luis Diaz bejubeln ein Tor des FC Bayern.
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Bayern-Trio setzt Bestmarken: Der Faktencheck vor dem Bergamo-Rückspiel

Beinahe im Minutentakt rollten die Angriffswellen des FC Bayern am vergangenen Dienstag auf das Tor von Atalanta Bergamo. Nach den ersten 90 Minuten des Champions League-Achtelfinals hatten Michael Olise, Serge Gnabry und Co. den Bergamaschi insgesamt sechs Tore eingeschenkt. Durch das 6:1 befindet sich der deutsche Rekordmeister vor dem Rückspiel am Mittwoch (21 Uhr) in München in einer äußerst  komfortablen Ausgangslage – noch nie hat sich eine Mannschaft in einem europäischen Wettbewerb für die nächste Runde qualifiziert, nachdem sie ein K.o.-Runden-Hinspiel mit mindestens fünf Toren Unterschied verloren hatte. Warum die Münchner nicht nur ob der Galavorstellung in Bergamo voller Selbstvertrauen ins Rückspiel am Mittwoch (21 Uhr) in der Allianz Arena gehen und welchen Vereinsrekord Luis Díaz eingestellt hat, lest Ihr in der Faktenlage zum Königsklassen-Duell.

Jamal Musiala jubelt und zeigt auf seinen Kopf nach dem 6:0 im Hinspiel des FC Bayern bei Atalanta Bergamo im Champions League Achtelfinale

Torspektakel als perfekte Grundlage fürs Rückspiel

Jamal Musiala und Co. kamen im Hinspiel in Bergamo aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. | © FC Bayern

Torspektakel als perfekte Grundlage fürs Rückspiel

Jamal Musiala jubelt und zeigt auf seinen Kopf nach dem 6:0 im Hinspiel des FC Bayern bei Atalanta Bergamo im Champions League Achtelfinale
Jamal Musiala und Co. kamen im Hinspiel in Bergamo aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. | © FC Bayern

Es war eine in so vielerlei Hinsicht beeindruckende Vorstellung, die das Team von Vincent Kompany im Hinspiel bei Atalanta geboten hatte. Einerseits fügten die Bayern den Lombarden die höchste Niederlage einer italienischen Mannschaft in den K.o.-Runden der Champions League jemals zu (1:6). Andererseits bauten Nicolas Jackson und Kollegen ihr Torekonto in der Königsklasse auf 28 Treffer aus – das sind im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel. Kein Wunder, dass die Münchner in der laufenden Saison inzwischen bei acht Siegen aus neun CL-Partien stehen. Nur dem FC Arsenal unterlagen die Bayern im November mit 1:3. Ansonsten war die schiere Wucht dieser bayerischen Offensive einfach nicht aufzuhalten.

Luis Diaz jubelt mit Michael Olise nach dem 2:0 im Hinspiel des FC Bayern bei Atalanta Bergamo im Champions League Achtelfinale

Luis Díaz reiht sich in prominente FCB-Riege ein

Luis Diaz imponierte in Bergamo nicht nur als Torschütze, sondern auch als Dribbelkünstler. | © FC Bayern

Luis Díaz reiht sich in prominente FCB-Riege ein

Luis Diaz jubelt mit Michael Olise nach dem 2:0 im Hinspiel des FC Bayern bei Atalanta Bergamo im Champions League Achtelfinale
Luis Diaz imponierte in Bergamo nicht nur als Torschütze, sondern auch als Dribbelkünstler. | © FC Bayern

Einer der Münchner, die im Hinspiel ihr ganzes Können auf den Platz brachten, war Luis Díaz. Der 29-jährige Kolumbianer nahm es auf der linken Offensivseite unermüdlich mit Gegenspieler Davide Zappacosta auf, tauchte häufig auch im Mittelfeldzentrum oder in der Spitze auf. Wo auch immer unser Offensivkünstler an den Ball kam, wurde es immer brandgefährlich. Über die gesamten 90 Minuten verbuchte Luis Díaz insgesamt acht erfolgreiche Dribblings – das ist eingestellter Vereinsrekord in einem K.o.-Spiel der Champions League seit der Datenerfassung 2003/04. Zuvor war das erst zwei FCB-Profis gelungen: Jamal Musiala im März 2023 gegen Paris Saint-Germain und Douglas Costa im März 2016 gegen Juventus Turin.

Josip Stanisic jubelt mit Aleks Pavlovic nach dem 1:0 im Hinspiel des FC Bayern bei Atalanta Bergamo im Champions League Achtelfinale

Die Schaltzentrale: Pavlović & Kimmich mit Mut zur Tiefe

Für das Rückspiel gegen Atalanta muss Cheftrainer Vincent Kompany im Mittelfeld umbauen: Weil Joshua Kimmich gelbgesperrt fehlt, wird Aleksandar Pavlović noch stärker in die Verantwortung rücken. | © FC Bayern

Die Schaltzentrale: Pavlović & Kimmich mit Mut zur Tiefe

Josip Stanisic jubelt mit Aleks Pavlovic nach dem 1:0 im Hinspiel des FC Bayern bei Atalanta Bergamo im Champions League Achtelfinale
Für das Rückspiel gegen Atalanta muss Cheftrainer Vincent Kompany im Mittelfeld umbauen: Weil Joshua Kimmich gelbgesperrt fehlt, wird Aleksandar Pavlović noch stärker in die Verantwortung rücken. | © FC Bayern

Wer die Erfolgsformel für das Torspektakel in Bergamo sucht, der muss weiter hinten anfangen, genauer gesagt bei der Doppelsechs. Aleksandar Pavlović und Joshua Kimmich, der wie Michael Olise im Duell am Mittwoch gelbgesperrt fehlen wird, brachten ihre Bälle regelmäßig hinter die Abwehrreihen und leiteten so viele sehenswerte Angriffe ein. Das Mittelfeldduo spielte die meisten linienbrechenden Pässe (20 und 13) aller Akteure auf dem Feld. Diesen Mut, konsequent den Raum hinter der Kette zu bespielen, zeigen Pavlović und Kimmich schon seit Saisonbeginn: Der FC Bayern ist in der Königsklasse das einzige Team mit zwei Mittelfeldspielern, die pro Partie im Schnitt wenigstens zehn linienbrechende Pässe spielen (bei mindestens 500 absolvierten Minuten). Ein Wert, der Konstanz und Klasse unterstreicht.

Nachdem er im Hinspiel verletzungsbedingt fehlte, könnte Harry Kane am Mittwoch möglicherweise sein Comeback auf der europäischen Bühne feiern. Königsklasse und Allianz Arena, das passt für unseren Toptorjäger wie die Faust aufs Auge: Im Schnitt benötigt der Engländer in CL-Heimspielen gerade einmal 81 Minuten für ein Tor. Das ist der drittbeste Wert unter den Profis, die mindestens 15 Champions League-Begegnungen an einem bestimmten Austragungsort absolviert haben. Nur Citys Erling Haaland im Etihad Stadium (73) und Cristiano Ronaldo für Real Madrid im Estadio Santiago Bernabeu (80) liegen knapp vor unserer Nummer neun, die in 17 Königsklassen-Heimspielen für den FCB insgesamt 18 Treffer bejubelte.

Blick auf den Gegner: Atalantas Bilanz in Deutschland

Als Atalanta Bergamo zuletzt bei einem Bundesligisten gastierte, mussten sie eine Niederlage hinnehmen: Das Playoff-Hinspiel bei Borussia Dortmund verloren sie mit 0:2.

Blick auf den Gegner: Atalantas Bilanz in Deutschland

Als Atalanta Bergamo zuletzt bei einem Bundesligisten gastierte, mussten sie eine Niederlage hinnehmen: Das Playoff-Hinspiel bei Borussia Dortmund verloren sie mit 0:2.

Auch wenn der Fünf-Tore-Vorsprung dazu verleitet, sich frühzeitig zurückzulehnen, tun die Bayern gut daran, die nötige Schärfe im Rückspiel hochzuhalten und von Beginn an keinerlei Zweifel am Weiterkommen aufkommen zu lassen. Zwar bestreitet Atalanta seine erste Auswärtspartie in München überhaupt, jedoch demonstrierte La Dea in der Vergangenheit bereits in anderen deutschen Stadien, dass man sie nie abschreiben sollte. Die Bergamasken verloren nur zwei der sieben Gastspiele bei Bundesligisten in einem europäischen Wettbewerb, beide Male unterlagen sie dem BVB (im Februar 2018 und Februar 2026).

In der laufenden Spielzeit kommt der Offensivmotor Atalantas in der Fremde noch nicht so richtig auf Touren. Die Elf von Raffaele Palladino erzielte bislang erst vier Auswärtstore und damit weniger als alle anderen aktuellen Achtelfinalisten. An zwei dieser Treffer direkt beteiligt war Ademola Lookman, der mittlerweile bei Atlético Madrid unter Vertrag steht. Bergamo braucht am Mittwoch also nichts Geringeres als ein Fußballwunder, um das Duell um das Rennen ums Viertelfinale doch noch einmal spannend zu machen.

Alle Infos zum Achtelfinal-Rückspiel gegen Atalanta Bergamo:

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