

Ein starker Auftakt, eine Offensive mit Torlaune und ein später Schlussspurt: Die FC Bayern U17 erreichte nach einer dominanten Vorrunde und einem 8:0 zum Hauptrunden‑Finale die Endrunde, bevor im Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 Schluss war. fcbayern.com blickt für Euch auf die vergangene Saison zurück.
Starke Vorrunde mit Torlaune
Kaum zu bremsen war die U17 in der Vorrunde der DFB‑Nachwuchsliga. Nach überwiegend deutlichen Siegen zum Auftakt in die Spielzeit 2025/26 musste sich die Haas‑Elf erst am 9. Spieltag gegen den SV Sandhausen (1:5) geschlagen geben. Bis dahin waren es regelrechte Machtdemonstrationen mit klaren Ergebnissen: ein 5:1 am 1. Spieltag gegen Unterhaching, gefolgt von einem 4:1 gegen Sandhausen sowie drei Siegen in Serie gegen die Stuttgarter Kickers, den SSV Ulm und erneut Unterhaching mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 14:0. „Wir können positiv auf das erste Halbjahr zurückblicken, auch wenn die neuen Inhalte für die Spieler anfangs herausfordernd waren“, resümierte Haas zu seiner ersten Saison als U17‑Cheftrainer und unterstrich damit den hohen Anspruch, mit dem das Team in die Spielzeit gestartet war.

Zusätzlich sammelte die Mannschaft wertvolle Erfahrungen abseits des Ligaalltags: Beim Red & Gold‑Turnier ging es gegen ältere Jahrgänge – unter anderem gelang gegen die Grasshopper Club Zürich ein starker Auftritt. Im Winter testete die U17 zudem gegen drei Herrenmannschaften. Für viele Spieler, die erstmals gegen Männerteams antraten, war das eine neue sowie sehr lehrreiche Erfahrung.
Starke Reaktion auf den ersten Dämpfer
Auch nach der ersten Saisonniederlage ließen sich die Münchner nicht beirren und zeigten in nahezu jeder Partie überzeugende Leistungen. Aus den folgenden sechs Spielen gingen die Bayern in fünf Partien als Sieger vom Platz; einzig das Duell mit dem Nachwuchs des VfB Stuttgart ging verloren. Am Ende standen die Münchner von Spieltag eins an ununterbrochen auf dem ersten Tabellenplatz und sicherten sich vor dem VfB sowie den Stuttgarter Kickers souverän den Einzug in die Hauptrunde der DFB‑Nachwuchsliga. Trotz der Belastung war laut Haas „jederzeit zu spüren, mit welchem Eifer, mit welcher Offenheit und Freude die Jungs dabei sind“, etwas, das sich sowohl in den Ergebnissen als auch in der Entwicklung der Mannschaft widerspiegelte.
Torfabrik U17: Von Taube, Assomo & Co. liefern ab
Besonders auffällig präsentierte sich dabei die Offensive des Haas‑Teams. Mit Philipp von Taube (13 Tore) und Bastian Assomo (8 Tore) stellten die Münchner die beiden besten Torschützen der Gruppe. Gemeinsam mit Aviel Hentcho Nseke stellten sie das Top‑Trio der Gruppe dar, das insgesamt 27 Treffer erzielte und sechs weitere vorlegte. Mit 51 erzielten Toren waren die Bayern zudem die beste Offensive.
Bemerkenswerter Schlussspurt

Der Start in die Hauptrunde verlief holprig: drei Niederlagen zu Beginn und zu wenig herausgespielte Torchancen sowie zu viele individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten. Diese Muster kosteten unter anderem Punkte gegen die TSG Hoffenheim. Es folgten der erste Zähler gegen die TSG, der erste Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1) und nach einer Niederlage beim Karlsruher SC die Trendwende. Das Turnier in San Sebastián Anfang April hat die Mannschaft zusätzlich „zusammengeformt, als Team weitergebracht und auch Qualität mitgegeben“. In der Folge stabilisierten sich die Leistungen: Auf ein 2:2 gegen Hoffenheim folgte ein starker Schlusssprint mit Siegen gegen den 1. FC Nürnberg, den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer 1. FC Köln sowie erneut gegen Kaiserslautern. Bemerkenswert: Das erste Zu‑Null der Hauptrunde fiel im letzten Hauptrundenspiel (8:0 gegen Kaiserslautern). Damit sicherten sich die Bayern den Platz in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft.
Unglückliches Ende im Achtelfinale

Im Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 blieb die U17 jedoch unter ihren Möglichkeiten und schied nach einem 0:1 (0:1) bitter aus. Chancen auf den Ausgleich waren vor allem in der zweiten Halbzeit und in der Schlussphase mehrfach vorhanden, blieben aber ungenutzt – ein schmerzhafter Abschluss einer insgesamt sehr starken Spielzeit.
Die ersten Schritte auf der großen Bühne

Unvergessen bleiben für die Spieler die zahlreichen Trainingseinheiten unter Vincent Kompany bei den Profis. Am 18.03.2026 betrat mit Filip Pavić der erste U17‑Akteur die internationale Bühne, als er im Champions‑League‑Spiel gegen Atalanta Bergamo in der 72. Minute eingewechselt wurde und damit zum zweitjüngsten Pflichtspiel‑Debütanten des FC Bayern wurde. Neben Pavić feierte auch Erblin Osmani seine Premiere auf der großen Bühne: Beim Bundesliga‑Duell gegen Union Berlin kam der Mittelfeldspieler in der Schlussphase zum Einsatz und avancierte mit 16 Jahren, 10 Monaten und 2 Tagen zum drittjüngsten Spieler des FC Bayern. Außerdem stand Assomo am 31. Spieltag der Fußball‑Bundesliga im Profi‑Kader gegen den 1. FSV Mainz 05.

„Die Mannschaft und jeder einzelne Spieler haben im Verlauf der Saison sowohl auf als auch neben dem Platz eine sehr positive Entwicklung genommen. Mit unserem aktiven, mutigen Fußball konnten wir begeistern, viele Tore erzielen und immer wieder attraktive Spiele zeigen. In der Hauptrunde gab es jedoch auch Phasen, in denen die Ergebnisse nicht gestimmt haben. Auf diesem Niveau entscheiden oft Kleinigkeiten - individuelle Fehler wurden konsequent bestraft und haben den Unterschied ausgemacht. Besonders bitter war das Aus im Achtelfinale gegen Schalke, weil wir unser volles Potenzial nicht auf den Platz gebracht haben. Gleichzeitig liegt genau darin eine große Chance: Solche Erfahrungen sind wertvoll für die Entwicklung. Die Spieler können daraus lernen, die richtigen Schlüsse ziehen und daran weiterwachsen“, resümierte U17-Cheftrainer Leonhard Haas.
Das ist diese Woche am Campus geboten:

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