



Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!
Di., 19.05.26, 10:00
Das war der Weg des FC Bayern ins DFB-Pokal-Finale 2026
Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin! Erstmals seit sechs Jahren steht der FC Bayern wieder im Finale des DFB-Pokals. Doch der Weg ins Endspiel in der Hauptstadt am 23. Mai war nicht immer einfach. fcbayern.com blickt noch einmal auf die bisherige Saison des Rekordpokalsiegers zurück, die Vincent Kompany und seine Mannschaft am Samstag mit dem Titel krönen wollen.
1. Runde: SV Wehen Wiesbaden - FC Bayern 2:3

1. Runde: SV Wehen Wiesbaden - FC Bayern 2:3

Die erste DFB-Pokal-Runde beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden sollte für den FC Bayern eigentlich eine klare Angelegenheit werden. Lange sah es auch danach so aus, als würde der Rekordpokalsieger seiner Favoritenrolle gerecht werden – ehe es aus Münchner Sicht noch einmal unnötig spannend wurde. Nach der 2:0-Führung durch Harry Kane (16. Minute) und Michael Olise (51.) hatte der FCB das Geschehen eigentlich im Griff – und auch genug Möglichkeiten, das Ergebnis noch einmal in die Höhe schreiben. Wie aus dem Nichts ließ ein Doppelpack von Fatih Kaya (65./70.) die Hausherren aber plötzlich wieder von der Pokalsensation träumen. „Die Vielzahl der Chancen war schon extrem. Aber so ist es im Fußball, wenn du vorne die Dinger nicht machst“, musste Joshua Kimmich später konstatieren. Wichtig sei es daher gewesen, dass die Münchener die Ruhe bewahrten. Trotz des Rückschlages und eines verschossenen Elfmeters von Harry Kane (76.) ließ sich das Team von Vincent Kompany nicht von seinem Weg abbringen. In der Nachspielzeit kamen die Bayern schließlich durch einen Treffer von Harry Kane (90.+4) spät, aber verdient zum Sieg. Auch wenn es sich die Münchner also unnötig schwer gemacht hatten, zählte für Konrad Laimer daher nach Abpfiff auch nur eins: „Das ist die erste Pokalrunde, die ist nie einfach und sowas kann passieren. Am Ende ist es einfach wichtig, dass wir weiter sind.“
2. Runde: 1. FC Köln - FC Bayern 1:4

2. Runde: 1. FC Köln - FC Bayern 1:4

Gleich in Runde zwei erwartete den FC Bayern das erste Duell mit einem Ligarivalen. Beim 1. FC Köln musste das Team von Vincent Kompany wieder einen Rückschlag verkraften, von dem es sich jedoch schnell erholen konnte. Auf die Kölner Führung durch Ragnar Ache (31.) gaben Luis Díaz (36.) und Harry Kane (38.) noch vor der Pause die passende Antwort. „Es hat nicht lange gedauert, bis wir das 1:1 und das 2:1 gemacht haben. Das war eine Top-Reaktion von uns als Mannschaft“, befand Jonathan Tah hinterher. Noch einmal ließen sich die Gäste nicht überrumpeln und legten nach dem Seitenwechsel durch Kane (64.) und Olise (72.) noch zwei weitere Treffer nach. Die Bayern hatten Moral bewiesen und sorgten damit auch beim Cheftrainer für gute Laune: „Es war ein totales Kampfspiel, so wie ein Pokalspiel aussehen kann. Ich bin zufrieden mit der Kampf-Mentalität unserer Jungs.“
Achtelfinale: 1. FC Union Berlin - FC Bayern 2:3

Achtelfinale: 1. FC Union Berlin - FC Bayern 2:3

Wie unangenehm Gastspiele beim 1. FC Union Berlin an der Alten Försterei sein können, hatte der FC Bayern im Saisonverlauf bereits am eigenen Leib erfahren. Etwas mehr als drei Wochen vor dem Wiedersehen im DFB-Pokal-Achtelfinale konnte der FCB im Bundesliga-Duell bei den Eisernen gerade noch in letzter Minute ein Unentschieden retten. Und auch im Pokal erwies sich Union als zäher Widersacher. „Wir wussten, dass es heute nicht leicht wird, hier in Berlin. Viele hohe Bälle, viele Zweikämpfe, viele Standards und lange Einwürfe – ich glaube, wir hatten heute wieder die volle Packung“, erklärte Konrad Laimer nach Abpfiff. Umso wichtiger war es da, dass auch die Bayern an diesem Tag die ruhenden Bälle beherrschten – und auch ein bisschen das Spielglück auf ihrer Seite hatten. Sowohl das Eigentor von Berlins Ilyas Ansah (12.) zum 1:0 als auch Harry Kanes (24.) 2:0 fielen nach einer Ecke. Das zweite Eigentor der Hauptstädter an diesem Abend durch Diego Leite (45.+4) zum zwischenzeitlichen 3:1 erzwang Michael Olise mit einer gefährlichen Freistoßflanke. Bei den Hausherren traf dazu noch Leopold Querfeld (40./55) zweimal vom Elfmeterpunkt, womit alle fünf Treffer des Spiels nach Standard gefallen waren. „Man muss solche Spiele überstehen, das war ein harter Kampf“, fasste Harry Kane den Abend später zusammen.
Viertelfinale: FC Bayern - RB Leipzig 2:0

Viertelfinale: FC Bayern - RB Leipzig 2:0

Die Auslosung für die Runde der letzten Acht bescherte den Bayern endlich wieder ein Heimspiel in der Allianz Arena. Mit RB Leipzig hatte es der Gegner aber in sich, auch wenn die vorherigen Begegnungen mit den Sachsen im Saisonverlauf eine klare Sprache zugunsten der Münchner gesprochen hatten. Wie es zu erwarten war, entwickelte sich jedoch eine deutlich ausgeglichenere Partie als noch beim 6:0 zuhause zum Saisonauftakt und dem 5:1 in Leipzig Anfang Januar. „Es war phasenweise auf Augenhöhe, aber man hat unsere Dominanz gespürt“, erklärte Sportvorstand Max Eberl später. Ihre Feldüberlegenheit münzten die Hausherren nach einer guten Stunde durch einen Foulelfmeter von Harry Kane (64.) und einen weiteren Treffer von Luis Díaz (67.) auch in Zählbares um und brachen so letztlich die Leipziger Gegenwehr. „Kompliment an die Mannschaft, wie sie es gespielt und aus der Überlegenheit heraus die Tore gemacht hat. Wir haben kaum noch etwas zugelassen, praktisch keine Torchance mehr“, lobte Präsident Herbert Hainer die Leistung der Bayern: „Insgesamt also ein verdienter Sieg und ein guter Auftritt.“
Halbfinale: Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern 0:2

Halbfinale: Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern 0:2

Nun war es nur noch ein Schritt bis ins ersehnte Endspiel von Berlin – und auch der Gegner im Halbfinale schien genau der richtige zu sein. Nach dem Aus im Achtelfinale in der Vorsaison hatten die Münchner mit Bayer 04 Leverkusen noch eine Rechnung offen und bewiesen bei der Neuauflage des Duells, dass an diesem Tag nur ein Team den Finaleinzug verdient hatte: „Die Mannschaft hat immer gezeigt, dass sie gierig ist“, betone Max Eberl nach Abpfiff: „Das Einzige, was wir uns vorwerfen müssen, ist, dass wir nicht mehr Tore gemacht haben.“ Tatsächlich spielte auch nach dem verdienten 1:0 durch Harry Kane (22.) nur ein Team in der BayArena, nur ein einziges Mal musste Manuel Neuer auf der Gegenseite eingreifen – wenngleich der Bayern-Keeper beim Schuss von Nathan Tella (52.) auch eine echte Glanzparade zeigen musste. Erst in der Nachspielzeit erlöste Luis Díaz (90.+3) die Gäste und machte mit dem 2:0 endgültig den Deckel auf die Partie. Doch egal, wie lange es letztlich gedauert hatte, was zählte war nur das Ergebnis: „Es ist geil, wieder im Finale zu stehen. Darauf arbeiten wir das ganze Jahr über hin“, sagte Josip Stanišić hinterher freudestrahlend.
Das war der Weg des VfB Stuttgart ins Endspiel
Der Titelverteidiger aus Stuttgart wäre auf dem Weg ins zweite DFB-Pokal-Finale in Folge beinahe schon in der ersten Runde gestolpert, setzte sich aber noch mit 8:7 im Elfmeterschießen bei Zweitligist Eintracht Braunschweig durch. Darauf folgten jeweils ein 2:0-Erfolg bei Mainz 05 und beim VfL Bochum in der 2. Runde bzw. im Achtelfinale. Im neuen Jahr ging es für die Schwaben im Viertelfinale mit dem 3:0 bei Holstein Kiel weiter, ehe zuletzt in der Runde der besten vier Teams der SC Freiburg zuhause mit 2:1 nach Verlängerun bezwungen werden konnte.

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